Vom Mehrzwech zum „Merz weg“

Politiker machen vor Wahlen ihr Programm bekannt, mit dem sie regieren wollen, im Volksmund auch als Wahlversprechen bezeichnet. Daran müssen sie sich natürlich nicht halten, sollten aber zumindest nachweisen können, dass sich die Rahmenbedingungen geändert haben und sie deshalb anders agieren müssen. Können sie das nicht, also sind die Rahmenbedingungen genau die vorher bekannten, werden sie psychologisch als Wahlbetrüger wahr genommen.

Friedrich Merz ist in diesem Sinn ein „Wahlbetrüger“, hat also sein Amt unter Vorspiegelung falscher Behauptungen erhalten. Rechtliche Konsequenzen hat das bekanntlich nicht. Politiker sind laut Grundgesetz nur ihrem Gewissen verpflichtet, und wenn dieses Gewissen Lug und Betrug beinhaltet … Andererseits: ist der Eindruck des Lügners erst einmal entstanden, nutzen auch mediale Beweihräucherungen und krampfhaft herbei gezauberte Begründungen nichts mehr. So eine Person ist unglaubwürdig und man wird ihr im Zweifelsfall nicht folgen.

Man sollte eigentlich meinen, dass solche Politiker auch eine gewisse Ignoranz und Dickhäuitigkeit an den Tag legen, sollten sie kritisiert werden. Merz dürfte seine Unbeliebtheit durchaus bekannt sein. Zustimmungsraten von 15% kreisen durch die medialen Berichte, Merz tritt kaum noch öffentlich auf, weil es stets zu Buhrufkonzerten kommt, und mediale Auftritte werden in der Regel sorgfältig mit ausgewählten und bezahlten Claqueuren orchestriert, die Friede-Freude-Eierkuchen vorgaukeln. Das ist anscheinend schief gegangen, als Merz in eine Talk-Runde mit echten Bürgern im Sender RTL geriet. Er erwies sich als derart dünnhäutig, dass man von spontanen Blutungen bei Kontakt mit rauhen Stoffen ausgehen muss.

https://nius.de/politik/merz-rtl-buerger

https://reitschuster.de/post/merz-droht-kinderaerztin-kritik-an-ihm-straffaellig

Einer ihn kritisierenden Ärztin, die zugegeben mit dem Vorwurf „Bruch des Amtseids“ ziemlich hart, aber vertretbar mit ihm ins Gericht ging, drohte er anscheinend strafrechtliche Konsequenzen an. Für ihn und seine Partei ein weiterer Nagel zum Sarg, sollte er das umsetzen, was beim Zustand der Justiz durchaus existenzbedrohend für die Ärztin werden könnte. Dabei wäre es sinnreicher, ihn selbst wegen seiner eigenen Deligitimierung zu verknacken, denn nichts anderes bewirkt seine Politik und sein Auftreten.

Man muss sich wirklich fragen, was in diesem Mann vorgeht (upps … gerade noch die Kurve zur Justiziabilität bekommen). Auf dem getürkten (oder geukrainten) Drohnespektakel in Leipzig rüstet Merz nun verbal zu einer aktiven Kriegsbeteiligung gegen Russland auf. Ein mehr als gefährliches und mehr als dummes Spiel. Denn einerseits wird er – psychologisch bereits als Betrüger abgestempelt – damit keinerlei Kriegsbegeisterung in der Bevölkerung außerhalb der medialen Blase erzeugen, wenn das die Absicht dahinter ist. Andererseits wartet Russland nur darauf, dass Deutschland Russland in irgendeiner rechtlichen Form den Krieg erklärt. Dann gäbe es international keinen Grund, Rheinmetall und ein paar andere lästige Waffenlieferanten mit ein paar Oreshniks nicht dem Erdboden gleich zu machen, denn internationale Reaktionen würden ausbleiben, wenn Russland auf eine direkte Kriegsbeteiligung reagiert.

Meine Ansicht: Merz muss mitsamt seinem Adlatus Klingbeil möglichst schnell weg. Psychologisch in den Gehirnen als Schwindler katalogisiert, als politischer Führer völlig unfähig, den Niedergang des Landes auch nur zu bremsen, und nun noch als reale Gefahr für das Leben und die Sicherheit der Bevölkerung.

Um ein Signal zu setzen, sollten sämtliche Mehrzweckhallen in der Republik in Merzweghallen umbenannt werden. Cetereum censio Merz‘ esse evanescam.