Helmpflicht für Fahrräder

In der Saure-Gurken-Zeit wird die eine oder andere Sau durch die Republik getrieben. Diesmal einige Versicherungen mit der Frage „Helmpflicht für Fahrräder? Diskutieren Sie mit auf Hartz-IV-Kanal (facebook)“. Fast schon erwartungsgemäß äußern sich dort vorzugsweise Hurraschreier, die eine Helmpflicht begrüßen. Warum eigentlich? Es hindert sie niemand daran, selbst einen Helm zu tragen, also warum alle zwingen?

Wieder mal ein typisch deutscher Unfug, der die vielbeschworene Freiheit immer mehr unter die Islamschwelle drückt. Moslems wird ja bekanntlich von ihrer Religion sogar vorgeschrieben, mit welcher Hand der Hintern nach dem Toilettengang abzuwischen sind, und allzu weit sind wir durch den Regulierungswahnsinn davon nicht mehr entfernt. Jeder macht sich pro Tag 4-5 Mal strafbar, ohne das überhaupt zu wissen. Beispiel: du veranstaltest einen Benefiz-Flohmarkt und legst Flyer an ein paar öffentlichen Stellen aus, damit auch jemand kommt. ORDNUNGSWIDRIGKEIT!! Flyer müssen nach diversen Vorschriften brandhemmend imprägniert sein und dürfen formal nur an Stellen ausgelegt werden, die in diesem Sinn dafür abgenommen sind.

Bei Fahrradhelmen wird immer mit Unfällen von Radfahrern argumentiert, vorzugsweise zwischen Radfahrern und Fahrzeugen. Stimmt das? Da liest man beispielsweise:

Von  X  Schwerverletzen trugen nur 5% einen Helm. Das Verletzungsrisiko ist mit Helm daher deutlich geringer.

Was in diese Rechnung nicht eingeht: weniger 10% der Radfahrer trugen überhaupt einen Helm. Wenn man das einrechnet, ist das Risiko mit oder ohne Helm nahezu gleich groß. Damit übereinstimmend ergaben verschiedene Tests, dass bei einem Aufprall auf ein Fahrzeug oder eine Bordsteinkante eine wirksame Schutzwirkung durch die meisten Helme nicht gegeben ist.

Abgesehen davon sind Helme meist sogar sinnlos. Wer von euch kennt das nicht? Da kommt einem ein Päärchen entgegen, nebeneinander fahrend und den kompletten Radweg einnehmend. Sonst ist nichts los, und man sieht  sich aus 200 m Entfernung gegenseitig in die Augen. Trotzdem brettern mindestens 20% solcher Leute ungebremst in einen hinein, wenn man nicht 15 m vorher anfängt zu brüllen. Die bekommen einfach nichts mit, fahren also bereits ohne Hirn. Wenn das so ist, was soll durch den Helm dann eigenlich noch geschützt werden?

Fazit: wer einen Helm tragen will, soll das bitte tun, aber ein Zwang ist völlig daneben. Jeder soll das selbst entscheiden. Sonst sind wir sukzessive in 10 Jahren bei Helmen, Ellenbogen- und Knieschonern, Rücken- und Brustprotektoren und Sicherheitsschuhen auch für Fußgänger. Schließlich könnten die beim Hartz-IV-Chat auf Facebook während des Gehens stolpern und Hinfallen.

Ein Gedanke zu „Helmpflicht für Fahrräder

  1. Meine Zustimmung, als Rad- und Autofahrer, sowie in der Jugend berüchtigter akademischer Kampftrinker. Nützlich wären zwar Unterarm-Protektoren – Erfahrung, hehehe, aber natürlich nicht als Pflicht.
    Zacken in der Krone ist beim Autofahren selbtverständlich tapoo. Und wenn ich so richtig glückselig bin, wird auch das Fahrrad geschoben.

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