Blödheit als inhärentes Merkmal des Menschen

Eine wiederkehrende Beurteilung vergangener gesellschaftlicher Katastrophen besteht in der Ansicht, die Leute hätten das wissen und sich wehren müssen, gefolgt von Ausreden, warum sie das nicht getan haben. Aber das ist falsch! Blind in den Untergang zu rennen scheint ein wesentlicher Charakterzug des Menschen zu sein.

Vor vielen Jahren …

Im Mittelalter und der Renaissance kam es zu verschiedene religiösen gesellschaftlichen Katastrophen, in die die Menschen willig folgten, wie Kreuzzüge, religiösen Verfolgungen, Hexenverbrennungen usw. „Willig folgen“ heißt nicht nur, aufgrund äußerer Zwänge mitlaufen, sondern in der Regel geradezu inbrünstig mitzumachen. Sie hätten, aus heutiger Sicht, natürlich auch sehen und wissen können, dass das alles völliger Unfug ist.

Neben dem Zwang durch Kirche und Fürsten bestand damals ein tiefgründiges Unwissen, das nicht durch Information beseitigt werden konnte. Was die Religion über das Jenseits sagt ist halt vor dem Tod nicht kontrollierbar. Zwang ist die eine Seite, aber inbrünstiges Folgen entsteht aus dem festen Glauben an das, was die Kirche von sich gab. Eigentlich hätte jedem klar sein müssen, dass Bischöfe und Priester die Menschen zwar mit Gewalt zu etwas zwingen können, aber nichts besser wissen können als man selbst, da sie ebenfalls nur Menschen waren, die den gleichen Gesetzen des Lebens unterworfen waren.

Kurz: die damaligen Zeitgenossen waren zu blöd, einfache Schlüsse zu ziehen, und hatten keine Möglichkeit, an echte Informationen zu gelangen.

Adolf

Aus heutiger Sicht hätte jeder sehen müssen, was sich im NS-Staat bezüglich der Juden und anderer abspielte, und hätte Widerstand leisten müssen. „Wissen müssen“, weil die Informationslage wesentlich besser war als in den Zeiten religiöser Katastrophen. Zwar war die zugängliche Information beschränkt, aber auch in gewisser Hinsicht kontrollierbar und entzog sich nicht im Jenseitigen. Die Ausrede, trotzdem nichts zu tun, bestand im Zwang. Schaut man jedoch genauer hin, stellt man fest, dass auch hier der größte Teil der Menschen willige bis teilweise sogar begeisterte Mitläufer waren. Es ging ihnen gut, warum soll man allzu viele Fragen stellen, statt die Situation zu genießen?

Kurz: die damaligen Zeitgenossen waren zu blöd, trotz verbesserter Informationslage die richtigen Schlüsse zu ziehen. Man kann sie aus diesem Grund auch durchaus als blöder als ihre Vorgänger bezeichnen, oder anders herum: die tatsächliche Blödheit wurde anscheinend unterschätzt.

Heute

In der heutigen Zeit rennt insbesondere die deutsche Gesellschaft in eine durch die Klimareligion ausgelöste Katastrophe. Die Inbrunst, mit der das geschieht, steht in Nichts der der anderen Perioden nach, und FFF-Kids sind mental kaum anders gepolt als die Kreuzzügler des Mittelalters, die auf den Spruch „Deus le vult“ alles stehen und liegen ließen und sofort in den Untergang marschierten.

Es existieren allerdings wesentliche Unterschiede zu den vorhergehenden Perioden:

  1. Der Zwang, der Sache zu folgen, ist (bislang) nur sehr schwach ausgeprägt. Es gibt zwar gewisse gesellschaftliche Zwänge, aber die sind alles andere als lebensbedrohend wie früher.
  2. Durch das Internet sind sämtliche (!) Informationen zur Überprüfung aller möglichen Behauptungen frei zugänglich und die schulische Ausbildung sollte in den meisten Fällen sogar genügen, sich ein schlüssiges Bild zu machen.

Trotzdem muss man feststellen, dass die weitaus meisten Menschen dem Wahn völlig kritik- und überlegungsfrei folgen. Bereits mit den logischen Fähigkeiten, die man dem mittelalterlichen Menschen unterstellen möchte, sollte klar sein, dass man sich selbst kastriert, wenn man in einer Autofirma schafft und Fahrverbote fordert. Die Unterstellung ist in Bezug auf den heutigen Menschen jedenfalls völlig falsch.

Man kann noch nicht einmal unterstellen, dass die Leute überfordert sind und ab einem bestimmten Punkt eben durch Glauben einer der Vorstellungen folgen, denn die meisten Leute wissen absolut nichts, wie in Gesprächen immer wieder festgestellt werden kann. CO2 ist DER Bösewicht! – IPCC? – Was ist das? – Wieviel CO2 ist in der Atmosphäre? – Keine Ahnung, 4%? – Was ist noch in der Atmosphäre? – Keine Ahnung, Luft? … Und das sind so die Antworten, die man auch von Leuten bekommt, die irgendwann mal studiert haben!

Die heutige Situation ist eine nochmalige und äußerst heftige Steigerung der Blödheit gegenüber den anderen Perioden. Die Schlussfolgerung daraus ist allerdings ernüchternd. Weder Zwang noch Bildung/Information spielen die Hauptrolle, wenn es darum geht, ob die Gesellschaft in eine bestimmte Richtung läuft. Der Antriebsgrund ist eine grundsätzliche Blödheit, die anscheinend maßgeblicher Charakterzug der meisten Menschen ist.

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