Wird Trump nun zur endgültigen Lachnummer?

Das legendäre „rein in die Kartoffeln – raus aus den Kartoffeln“ ist ja längst bekannt. Und wie seine Hörigen in der EU hat Trump den USA oft mehr geschadet als genutzt. Zumindest hat er den Ruf der USA in 85% der UNO-Mitglieder als ultimativer Schurkenstaat, Mörder- und Kriegsverbrecherstaat und sich an keinerlei Vereinbarungen handelnder Staat befestigt (die Titel teilen die USA mit Israel noch vor der EU und ihren Staaten).

In Memoriam „Lindsay Graham“ (wem auch immer sei für das „Memoriam“ gedankt) hat der US-Senat ein Gesetz beschlossen, nach dem Präsident frei Schnauze Sekundär-Zölle bis zu 100% auch gegen Staaten verhängen kann, die nur mit Russland handeln. Weder Kongress noch – man höre – das Weiße Haus sind mit diesem Entwurf besonders glücklich. Kommt es durch, wird Trump wohl Presidential Waivers (präsidentielle Ausnahmegenehmigungen bzw. Aussetzungsbefugnisse) einsetzen müssen, um das Gesetz für eine bestimmte Zeit auszusetzen. Sie sind oft der einzige Kompromiss, wenn der Kongress außenpolitische Stärke demonstrieren will, die Exekutive aber eine Eskalation mit Handelspartnern oder Verbündeten vermeiden möchte. Ein Beispiel ist der Helm-Burton-Act: Bill Clinton, George W. Bush und Barack Obama unterzeichneten über 23 Jahre lang pünktlich alle sechs Monate die Verlängerung dieser Aussetzung. Das Gesetz stand auf dem Papier, war aber faktisch ein Vierteljahrhundert lang totes Recht – bis die Trump-Administration die Aussetzung im Jahr 2019 auslaufen ließ und damit im internationalen Ansehen einen großen Schritt in Richtung Schurkenstaat machte.

Inzwischen zeigen sich die Auswirkungen: Trump poltert mit dem ultimativen Bomben des Iran in die Steinzeit, um Tags darauf seine Generälen über fehlenden Waffen in der Presse schwadronieren zu sehen und notgedrungen kleinere Brötchen backen muss, bis ihm der nächste verbale Ausfall entgleitet. Verlässlichkeit: NULL.

Tatsächlich in Richtung Lachnummer geht folgende Meldung: es gibt anscheinend Morddrohungen gegen Trump (es wäre eher erstaunlich, wenn es keine Morddrohungen gegen fast alle Staatschefs geben würde), was ihn veranlasste die „Air Force One“ zur „Eier Furz Eins“ zu machen: aus Angst vor der Drohung ließ er sich nach dem obligatem Winken heimlich in einem Catering-Container zu einem etwas unauffälligerem anderen Flugzeug (eine alte Version der Air Force One) bringen, während alle anderen als Lockvögel im echten Flugzeug sitzen durften (was im übrigen militärisch besser geschützt ist als ein Flugzeugträgerverband). Trump als Schisshase – ob das wirklich sein Idee war?

Und noch was: nach der Einigung mit dem Iran (12:30 Uhr – der Iran wird bombardiert, 13:01 Uhr – der Iran gibt nach, 14:02 Uhr die Schifffahrt fährt ungehindert unter US-Schutz, 14:37 Uhr – kein Schiff wird vom Iran durchgelassen, …) hat sich Trump auch mit den Palästinensern geeinigt: schrittweise Entwaffnung und Kontrolle durch palästinensiche Behörden, kompletter Rückzug der Israelis, Ziel ein Palästinenserstaat. Dazu das passende Statement von SatanNetanyahu: „Die Vereinbarungen der USA mit den … interessieren uns einen Scheißdreck. Wir machen weiter wie bisher und schlagen alles kurz und klein“.

Auch die Türkei, Saudi-Arabien und Pakistan zeigen zunehmend den USA den Stinkefinger und haben eine eigene Verteidigungsgemeinschaft gegründet. Potentielle weitere Mitmacher: Ägypten und Iran. Sollte das kommen, hieße das für die USA „Stützpunkte aufgeben“ und für Israel „backt kleine Brötchen, sonst ist es aus mit guten Beziehungen“.

MAGA (Make America Great Again) mutiert unter Trump zu MALI (Make America Liliput International). Man sieht es zwar noch nicht, aber es geht dahin. Indien beispielsweise hat Sanktionsdrohungen ignoriert und kauft weiter bei den Russen, und dass die Chinsen noch härter zurückschlagen, ist inzwischen selbst den US-Boys klar.