Was übrig bleibt von Rechten

Heute hat jeder nur noch Rechte. Jugendliche haben das Recht, so viel Unfug wie möglich anzustellen, Moslems haben das Recht, jedem Gewalt anzudrohen, der ihren schwachsinnigen Glauben als schwachsinnigen Glauben bezeichnet, Ausländer haben das Recht, sich einen Scheiß um Rechte und Gesellschaft des parasitierten Landes zu kümmern, Großverbrecher haben ein Recht auf Millionenabfindungen nach Milliardenbetrügereien, so genannte Rechte haben das Recht, die Klappe zu halten und sich von Linken schikanieren zu lassen, usw. Kurz: egal was man sagt, schon steht ein Grüner oder ein Sozi vor dem Mikrofon und fordert Rechte ein bis hin zu einem Recht auf kostenfreien Bordellbesuch für Asylanten aus Nordafrika.

Ein ausgewogenes Gefüge aus Rechten kann aber nur bestehen, wenn den Rechten entsprechende Pflichten gegenüber stehen. Erst wenn man die Pflichten wahrnimmt, erwirbt man sich die zugehörigen Rechte – zumindest sollte es so sein. Ein Recht auf Hilfe und Asyl bewirkt eine Pflicht, sich auch wie ein Gast zu benehmen. Ein Recht auf Sozialhilfe bewirkt eine Pflicht, sich möglichst schnell wieder davon unabhängig zu machen und seinerseits anderen zu helfen. Ein Recht auf Bildung bewirkt die Pflicht, sich auch zu bilden. Ein Recht auf einen funktionierenden Staat bewirkt eine Pflicht, durch Steuern auch dazu beizutragen.

Derzeit existiert diese Abhängigkeit allerdings nicht. Alle haben nur Rechte, was letzten Endes zu einer Art Faustrecht degeneriert: wer am brutalsten draufschlägt, hat gewonnen. Siehe Moslems und ausländische Parallelgesellschaften, siehe Linksextremisten, siehe Bildungsverweigerer und Sozialschmarotzer. Wer am skrupelosesten agiert, sitzt in unserer Gesellschaft derzeit am längeren Hebel, nicht der, auf dessen Seite das Recht eigentlich stehen sollte. Pflichten gibt es im Grunde nur für eine Gruppe: wer ehrlich arbeitet, steht in der Pflicht, sich so gründlich wie möglich ausplündern zu lassen. Irgendwelche Rechte entstehen daraus nicht, und selbst das bisschen Recht, was die so genannte Verfassung garantieren soll, nämlich zumindest mal seine Meinung sagen zu dürfen, wird zunehmend in Abrede gestellt.

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