Zoll für Zoll verarscht

DER BREXIT! .. DER BREXIT! .. Man könnte meinen, Freddy Krueger wetzt seine Fingerklingen und wird am 1. April über jeden herfallen, die in die Nähe der Grenze zu Großbritannien kommt.

Zum Horrorszenario gehören auch Meldungen der Lügenpresse (so muss man sie wohl wieder mal bezeichnen), die Regierungen der EU-Staaten hätten hunderte von Zöllnern eingestellt, um den Warenverkehr mit Großbritannien abwickeln zu können. 1. April? Für so einen Scherz sind solche Meldungen wohl etwas zu früh, oder?

Zöllner haben genau einen Arbeitgeber – die Zollbehörde, und zwar die nationale Zollbehörde. Und Zöllner haben genau einen Lehrherren – die Zollbehörde, und zwar die nationale Zollbehörde. Und die Zollabfertigung wird von genau einer Gruppe der Zollbediensteten durchgeführt – von den Zöllnern. Nicht dass es auch andere Leute beim Zoll geben würde, aber die haben nicht die Aufgabe, Frachtkontrollen durchzuführen.

Die Ausbildung zum Zollbeamten dauert im mittleren Dienst 2 Jahre, in den höheren Diensten länger, weil es sich um ein Studium handelt. Wenn also jetzt – wie bei der Polizei auch – neue Stellen geschaffen werden, dann sind die Leute mit allem Drum und Dran – Bewerbungs- und Auswahlverfahren, Ausbildung – in frühestens 3 Jahren am Kontrollpunkt. Und die Lügenpresse verkauft uns jetzt, dass die schon in 3 Monaten da sind? Weil jeder mit dem harten Brexit gerechnet hat? Und weil auch hunderte von ausgebildeten Zollbeamten arbeitslos sind und Hartz IV kassieren? Lügenpresse!

Nichts davon dürfte wahr sein. Alles nur Panikmache, um wieder mal ein demokratisches Spielchen in Gang zu setzen. Da haben die Briten gewählt, aber leider das Falsche, nämlich den Austritt. Die Wahl wie in Irland wiederholen, wo ja auch so lange gewählt wurde, bis das EU-Ergebnis stimmte, wollte man nicht wiederholen. Was tun?

Man schickt eine Gegnerin des Brexit (May) zu den Gegnern des Brexit (Brüssel) und lässt die über zwei Jahre einen „Vertrag“ nach einen genau 100 Jahre alten Muster ausarbeiten: der Vertrag entspricht dem Waffenstillstandsvertrag mit Deutschland im Novemer 1918, und das war kein Vertrag, sondern eine bedingungslose Kapitulation (man hat es nur nicht so genannt, weil man dann Deutschland hätte besetzen können, aber alle wollten nur noch nach Hause). Und der Brexit tritt 2019 in Kraft und ähnelt auch sonst dem Versailler Diktafrieden, denn zu verhandeln gab es dort für die Mittelmächte auch nichts. Also ein nicht annehmbarer EU-Diktat-Brexit-Vertrag, die in absehbarer Zeit zu irgendeiner Art wirtschaflicher NSDAP führen muss.

Jetzt wird noch mal kräftig Panik gemacht, um dann vermutlich irgendwann im März das Volk so weit zu haben, um noch mal abstimmen lassen zu können. Die Weichen sind ja schon gestellt: der EU-Gerichtshof hat schon alles abgesegnet, was auf eine Aussetzung des Brexit-Vertrages bis zum nächsten Referendum hinausläuft, und dann wird in gut demokratischer Manier so lange abgestimmt, bis der Wähler den richtigen Willen bekundet.

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