Schiffe versenken II

Eigentlich wollte ich zu dem Thema nichts schreiben, aber diese ständige Lügerei der Medien und der Politiker geht mir nun allmählich doch auf den Sack. Russland ist – natürlich – mal wieder alleine Schuld. Was schon den wenigen ermittelbaren Fakten widerspricht.

(1) Zunächst einmal wird behauptet, der Zwischenfall habe im Asowschen Meer stattgefunden. Nach russischer Darstellung fand das Ganze aber im Schwarzmeer, also vor der Meerenge von Kertsch, statt. Nach allem, was im Internet recherchierbar ist, stimmt die russische Darstellung. Die deutsche Qualitätspolitik und die Qualitätsmedien haben die Begegnung nach Norden verlegt, aber warum nicht gleich in die Ostsee, wenn Geografie ohnehin egal ist?

(2) Deutsche Politik und Medien behaupten, die Schiffe seien rechtswidrig auf hoher See aufgebracht worden, Russland spricht von einer Verletzung seiner Hoheitsgewässer. In Bezug auf die Gewässer vor der Krim kann man in der Tat geteilter Meinung sein, was nun russisches Hoheitsgewässer ist und was nicht. Die Recherche fällt hier schwerer, da sich bislang keiner bemüßigt fühlt, den genauen Kurs der ukrainischen Schiffe darzustellen, wenn jedoch die Karte auf n-tv stimmt,

fand das Ganze östlich der Straße von Kertsch statt, d.h. in alten unstrittig russischen Gewässern, womit die Russen erneut Recht hätten.

(3) Deutsche Politik und Medien behaupten, Russland würde die Verträge über die ukrainischen Durchfahrtsrechte verschweigen. Das ist eine glatte Lüge. Die offizielle russische Darstellung, die hier natürlich nicht erscheint, verweist ausdrücklich darauf, dass keine Probleme eingetreten wären, wenn die Ukrainer sich an diese Vereinbarung gehalten hätten.

(4) Deutsche Politiker behaupten, die Bewohner der Krim wollten wieder an die Ukraine angeschlossen werden. Wenn man verschiedene Quellen auswertet, dürfte deren Anzahl jedoch in der Größenordnung der Reichsbürger hier liegen. Die meisten Leute sind mit dem Anschluss an die russische Föderation zufrieden. Der Westen negiert einen zentralen Punkt der UNO-Charta, das Selbstbestimmungsrecht der Völker, und unterstützt die ukrainischen Ultranationalisten, statt sich für eine Lösung in der Ostukraine einzusetzen. Wenn man sich genauer anschaut, wer da unterstützt sind, kann man sich auch leicht ausmalen, was den Russen in den abtrünnigen Gebieten passiert, wenn sie wieder „angeschlossen“ würden. Wer es nicht weiß, kann unter Winnyzia nachschauen.

(5) Deutsche Geistesgrößen, nach Deutschlandfunk auch wieder IQ-Wunder Annalena Baerbock, fordern als Sanktionen gegen Russland das Ende des Gas- und Ölbezugs aus Russland oder zumindest das Ende von Northstream-II. Es gibt Blogs, auf denen behauptet wird, Annalena Baerbock sei dümmer als eine halbe Scheibe Brot, während sie sich selbst als Energie-Expertin bezeichnet. Allerdings scheint diese Expertin nicht zu wissen, dass in den Speichern nur ca. 1/6 des Jahresbedarf liegt, d.h. jetzt im Winter wären die Gasspeicher nach ca. 4 Wochen leer, wenn Russland nicht mehr liefern darf. Auch scheint sie nicht zu wissen, dass Northstream-II allenfalls den Mehrbedarf ausgleicht, der durch Abschalten anderer Kraftwerke (Kohle, AKW) entsteht, und auch das nur, wenn die vorhandene Pipeline durch die Ukraine saniert wird. 2:0 für die Blogger.

Ein Gedanke zu „Schiffe versenken II

  1. Ergänzung: gerne wird auch die Brücke bei Kertsch als Punkt gegen Russland angeführt. Die Russen kontrollieren sehr genau, wer die Passage benutzt, und begründen das mit der Gefahr eines terroristischen Anschlags, womit sie bei der Einstellung der Ukraine und der „westlichen Wertegemeinschaft“ wohl nicht ganz Unrecht haben. Der CIA, die in ihrer Geschichte wenig mit Intelligence=Nachrichtenbeschaffung zu tun hatte und korrekterweise eigentlich CTA (Central Terrorism Agency) heißen müßte, ist es jedenfalls zuzutrauen, ein Schiff mit ein paar hundert Tonnen Sprengstoff unter der Brücke explodieren zu lassen.

    Weiter wird argumentiert, dass die begrenzte Durchfahrthöhe (30m) zur Behinderung der Ukraine geschaffen wurde. Ein kurzer Blick auf die Karte zeigt, dass auch dies größtmöglicher Blodsinn ist: durch die Brücke wird auch der Schiffsverkehr zur Millionenstadt Rostow am Don, etwa 2,5x so groß wie die ukrainische Stadt Mariupol und zehntgrößte Stadt Russlands, eingeschränkt.

    Zur CTA siehe auch https://www.freitag.de/autoren/hans-springstein/obama-bestaetigt-us-gefuehrten-putsch-in-kiew

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.