Der Wahnsinn beginnt gerade erst

Wer meint, mit dem aktuellen Dieselwahnsinn sei die Spitze des Eisbergs bereits erreicht, der irrt. 80% eines Eisbergs befinden sich bekannlich unter Wasser, und genau betrachtet sind wir noch weit unter der Wasseroberfläche, wenn man sich anschaut, was noch nicht gewählten weltfernen Autokraten in Brüssel veranstaltet und teilweise bereits in den Ländern umgesetzt wird – ohne jegliche Beteiligung der Parlamente.

Nach den Plänen soll bis 2050 vollständige CO2-Emissionsfreiheit erreicht werden. Das sind 32 Jahre von jetzt an. So ziemlich alles soll über Strom betrieben werden, was schon ziemlich irre ist, den Strom stellt nur einen relativ kleinen Anteil am Gesamtverbrauch  dar:

Alles, was Prozesswärme heißt, müsste erst einmal auf Strom umgestellt werden (so weit das überhaupt geht), und der muss dann irgendwo herkommen. Strom aus so genannten erneuerbaren Energien reicht beim besten Willen nicht für mehr als 50% des heutigen Strombedarfs, also müsste der Rest aus Atomkraft kommen, und die ist in Deutschland beispielsweise derzeit für alle Ewigkeiten abgeschafft. Selbst wenn man das ändern wollte, genügen 30 Jahre bei den heutigen Problemen, auch nur eine Umgehungsstraße genehmigt zu bekommen, keinesfalls.

Großes Potential wird bei der Heizung gesehen, was im Falle von Neubauten von 1-2 Familienhäusern als Passiv- oder Niedrigenergiehaus auch realisierbar ist. Häuser haben allerdings eine Nutzungsdauer von 70-100 Jahren, und die meisten lassen sich definitiv nicht in dem Umfang sanieren, wie sich das die Gehirnakrobaten in Brüssel ausdenken. Alles abreißen und neubauen? Viel Spaß! Abgesehen davon, dass die meisten neuen Häuser nicht nach diesem Standard gebaut werden bzw. überhaupt baubar sind:

Bei einigen Prozessen wie der Stahlerzeugung geben die Spinner aus Brüssel sogar zu, dass es ohne CO2-Ausstoß nicht geht. Im gleichen Maße soll CO2 abgeschieden und gespeichert werden. Was gleich in zweifacher Hinsicht mehr als lachhaft ist: (1) wird ca. 20-25% mehr Energie für den Abscheidungsprozess benötigt,  und (2) weiß niemand, wohin mit dem Zeug, da so ziemlich sämtliche Projekte wieder eingestellt worden sind bzw. bekanntermaßen unabsehbare Folgeschäden verursachen. Gar nicht berücksichtigt in den Märchenvorstellungen sind die vielen Produkte, die auf Öl als Grundstoff basieren und von denen die meisten voraussichtlich nicht durch etwas anderes substituiert werden können, zumindest nichts, was nicht woanders ebenfalls wieder Ärger verursacht.

Dafür taucht nach wie vor die Landwirtschaft als CO2-Quelle auf. Die produziert aber nur in Form von Treckern und Erntemaschinen CO2, und ein gewisser Teil entfällt auch auf die Düngemittelproduktion. Düngemittel sollen wegfallen. Wie dann die Felder genügend Nahrung produzieren sollen, verschweigen die Hirntoten (bereits jetzt ist D ein Nahrungsmittelimportland). Dafür wird die Tierwirtschaft als CO2-Quelle identifiziert, was wir schon an anderer Stelle in diesem Blog als Unfug geoutet haben. Durch eine glatte Lüge und Verleugnung der Wissenschaft sollen die Bürger anscheinend mal wieder zum Allheilmittel veganer Ernährung gezwungen werden.

Das ist 2050 und noch ein paar Jahre hin. Schneller kommt der Knall in Sachen Verkehr, bei dem EU-Kommissar Canete sogar von Schiffen und Flugzeugen mit batterielektrischem Antrieb faselt. Man kann solchen Leute vorrechnen, was man will, sie nehmen das nicht zur Kenntnis (liefern für ihre Hirngespinste natürlich ebenso wenig Rechnungen), d.h. diese Leute sind eindeutig geisteskrank. Kurzfristig sollen ab 2020 oder 2021 keine Autos mehr verkauft werden dürfen, die mehr als 95 g CO2/km ausstoßen. Das bedeutet, dass so ziemlich alle heute verkauften Fahrzeuge dann nicht mehr verkauft werden dürfen, sondern nur noch Kleinwagen, in der Regel mit Dieselmotor, der auf dem besten Weg ist, abgeschafft zu werden. Von 68 Fahrzeugen unter 100 g CO2 schaffen den Wert derzeit gerade einmal 19.

Und wofür das Ganze? Für das Hirngespinst (es ist definitiv ein Hirngespinst), dass Änderungen des Klimas ausschließlich (!) von menschenproduziertem fossilen CO2 verursacht wird. Eigentlich sollte man Europa komplett überdachen und zur geschlossenen Irrenanstalt erklären.

 

5 Gedanken zu „Der Wahnsinn beginnt gerade erst

  1. Egal von welcher Warte man das Problem auch betrachtet. Offensichtlich gelingt es doch ganz besonders einer Automobilmarke durch konsequente Verfolgung der Hybridtechnologie die geforderten Vorgaben immer wieder zu erfüllen. Das mag bitter für die Mitbewerber sein, die jahrzehntelang diese Technik ignorierten.
    Und die Vorgaben aus Brüssel hierzu kommen ja nicht von ungefähr. Es gibt weltweit eine Klimaveränderung, über deren Ursachen wir uns gesellschaftlich vielleicht nicht einigen können. Das berechtigt uns aber nicht dazu, diese Veränderungen zu leugnen und hier ein Grünenbashing zu betreiben. Der Erfolg dieser Partei hat auch etwas damit zu tun, daß sie Themen in der Politik besetzt. Das tun die großen Volksparteien nicht mehr, weshalb ihnen die Wähler abhanden kommen. Und Klimawandel ist ein solches Thema, deren Auswirkungen jeder erleben kann. Da nützt auch Ihr ganzes Zahlenwerk nichts mehr.
    Wenn ich Ihnen als Mediziner gesundheitliche Zusammenhänge aufzeige, können Sie mir glauben oder nicht. Kennen Sie sich in der Materie nicht aus, können Sie es entweder annehmen, oder auch nicht. Ich bin mir aber sicher, daß Sie den ärztlichen Rat strikt befolgen, sollten sich hieraus Konsequenzen für ihr Überleben ergeben können. In dubio, pro CO2 Reduzierung!

    1. Mal durchnummeriert:

      (1) Es geht nicht darum, etwas zu glauben oder nicht (der Glaube ist ja gerade der heutige Fehler). Es geht darum, ob die Behauptung nach sehr allgemeinen Kriterien konsistent ist. Vereinfacht: können Sie alle Fragen der Art „Haben Sie folgendes berücksichtigt: … ?“ positiv beantworten, ist Ihr Modell für mich konsistent. Sich zurückziehen auf „Sie kennen sich da nicht aus!“ und die Frage ansonsten ignorieren ist hingegen ein deutlicher Minuspunkt.

      (2) „Klimaleugner“ ist die übliche Weise des Herausredens, wenn man zur gängigen Klimatheorie Fragen stellt. Es gibt sehr gute Gründe, die Theorie in Frage zu stellen, weil sie eben alles andere als konsistent ist. Mit der Behauptung, Änderungen existierten nicht, haben diese Fragen überhaupt nichts zu tun.
      Etwas ausführlicher dazu in dieser Artikelserie: https://gilbertbrands.de/blog/2018/10/10/die-vergiftung-des-klimas/
      Unter Bezug auf (1): ich bin mehr oder weniger Physiker und nehme mir daher das Recht, Leute, die völlig unbelehrbar (!) physikalische Gesetze und mathematische Zusammenhänge ignorieren (also auch, wenn man es ihnen nachweist), als hirnlose Idioten zu bezeichnen. Ich nehme an, dass tun Sie mit Ignoranten auf Ihrem Fachgebiet auch. Dass diese Kritik vorzugsweise Grüne trifft, ist wohl weniger mein Verdienst.

      (3) CO2-Reduzierung d’accord. Aber bitte durchdacht und nicht mit dem Kopf durch die Wand. Die meisten Schüsse gehen nach hinten los und verhindern/verzögern letztendlich zielführende Aktionen. Ob nun Hybrid ein Renner wird oder eher Brennstoffzellentechnologie oder gar konventionelle Motoren, aber dafür biotechnologisch erzeugter Kraftstoff, bleibt abzuwarten. Zunächst müssen aber die Denkverbote weg.
      Siehe auch https://gilbertbrands.de/blog/2018/12/05/kohlekraftwerke-stilllegen-sofort-2/
      Siehe auch https://gilbertbrands.de/blog/2018/03/07/ein-bisschen-dreisatz-ueber-e-autos/

  2. Ich fürchte, werter Gilbert Brands, Sie legen das Wort „Glaube“ hier im religiösen Sinne aus. Das war aber gar nicht mein Anliegen. Vielmehr ging es mir deutlich zu machen, daß wir nicht alle auf allen Wissensgebieten Meister sein können.

    Ich denke es ist unstrittig, daß eine künftige Energiepolitik eine deutliche CO2 Reduzierung bringen muß, um das Zusammenleben der stetig anwachsenden Erdbevölkerung überhaupt noch zu ermöglichen. Und wie ein chinesisches Sprichwort besagt, beginnt auch die längste Reise immer mit dem ersten Schritt.
    Übersetzt auf die Energiewende hieße das dann, daß der Einsichtige mit der Umsetzung eines Wandels auch dann beginnen muß, wenn er eine verschwindende Minderheit der Weltbevölkerung darstellt.
    Dem vorangehen muß selbstverständlich eine vorurteilsfreie Forschung zu den bestehenden Möglichkeiten. Unter der Abwägung aller Vorteile und Risiken. Sozusagen eine Ideenolympiade zu diesem Thema. Dazu mögen Sie als Physiker sicherlich besser aufgestellt sein als ich.

    Wenn ich als Laie also nun vor die Wahl gestellt werde, ob ich des beispielsweise von Ihnen vorgeschlagenen Lösungsweges zustimme müßte ich mich darauf verlassen können, ob ich Ihnen sozusagen den „Glauben“ schenke, daß Sie diese Lösung auch in bester Absicht vorschlagen, und nicht nur, weil Sie dadurch einen Vorteil haben.
    Umgekehrt wäre es dann im medizinischen Bereich, wo Sie mir eine gute Absicht unterstellen müssten, wenn Sie auf mein fachmännisches Urteil bauen.

    Und da ist doch schon der erste Stolperstein. Denn es gibt sowohl im wissenschaftlichen wie auch im medizinischen Bereich Interessenlobbies, die natürlich gar kein Interesse daran haben etwas zu verändern, was gut für sie läuft.
    Die Wissenschaft ist nicht mehr so interessensunabhängig wie sie sein sollte!

    Zurückbezogen auf das Beispiel aus der Automobilindustrie, die uns Autofahrer ganz arglistig getäuscht hat finde ich es daher immer noch besser auf eine sofort verfügbare technische Lösung wie die der Hybriden zu bauen, als gar nichts zu tun. Und ich stelle dazu einfach fest, daß sich ungenannter Anbieter aus dem asiatischen Raum mehr Gedanken gemacht hat, als alle anderen.

    Zusammenfassend können wir also feststellen, daß das Vertrauen in die Unabhängigkeit der Führungseliten verloren gegangen ist. Und da kommen dann auch die von Ihnen so heiß geliebten Grünen ins Spiel. Die besetzen das Thema des Klimawandels ganz geschickt als Wahlkampfthema. Aber es ist nicht ihr Verdienst, daß ihnen die Wähler zulaufen. Die politischen Mitbewerber machen diesbezüglich einfach keine Vorschläge. So sehe ich das.

    1. Der Begriff „Vertrauen“ beschreibt es in der Tat exakter als „Glauben“, zumal Vertrauen auch eine Kontrollmöglichkeit einschließt, Glauben eher weniger. Da baut man ohne Kontrolle darauf, dass das schon stimmt. Es heißt ja auch nicht umsonst „Arzt Ihres Vertrauens“ und nicht „Arzt Ihres Glaubens“, um mal bei Ihrer Zunft zu bleiben. Und auch jemand Unbekannten, der vor der Tür steht und behauptet, Kriminalkommissar zu sein und die Sicherheit meiner Fenster prüfen zu wollen, glaube ich das nicht, sondern vertraue ihm erst, wenn ich seinen Ausweis gesehen und auf der Wache rückgerufen habe.

      Kontrollen sind bei Sachen, die man Nachrechnen kann, recht einfach möglich, wenn sie natürlich auch nicht vollständig sein können, wenn es nicht das eigene Fachgebiet ist. Wenn Interessenlobbies am Werk sind, finden Sie bei einiger Suche aber meist eine Gegenrede, auch wenn heute vieles schon in einer einer Zensur nahe kommenden Weise unterdrückt wird. Damit und mit ein paar Fragen fällt in der Regel auf, was Interessenlobby ist und was eher an der Realität liegt. In der Politik finden Sie das meist schon an der Wortwahl heraus: wenn etwa von „anerkannten Wissenschaftlern“ gesprochen wird, um ein anderes Ergebnis zu diskreditieren, ist das schon recht deutlich; wenn 500 promovierte Wissenschaftler die Klimatheorie unterstützen, von denen aber 495 Geisteswissenschaftler sind, für die 1/4 + 1/5 = 2/9 sind, muss man auch nicht weiter über die Qualität dieser Expertise nachdenken. Nicht nachdenken und fragen ist allerdings für die meisten Leute heute leider sehr einfach.

      Die mathematische Logik legt für Implikationen (wenn … dann … ; aus … folgt …) fest: W=wahre Aussage, F=falsche Aussage: W -> W : W ; W -> F : F ; F -> W : W ; F -> F : W . Im Klartext: aus einer beliebigen (oder falschen) Voraussetzung können Sie jeden beliebigen Schluss ziehen, und die Schlussfolgerung als solche ist immer richtig. Aus Vorlesungen weiß ich: ca. 2/3 der Studenten sind ob dieser Zusammenhänge erst einmal verwirrt, obwohl unsere gesamte technisierte Zivilisation darauf beruht.

      Schauen wir mal auf ein Detail der Klimatheorie: „Wegen des Klimawandels steigt der Meeresspiegel an der Nordsee, Inseln versacken im Meer.“ Kann man so glauben, kann man aber auch mal kontrollieren. Die folgende Recherche dauert vielleicht 2 Stunden, wenn man sich ungeschickt anstellt. Ergebnis: Der Pegel sinkt (nicht der Spiegel steigt), weil die Platten als Folge der Eiszeit kippen, und zwar passend zur Absenkrate, und den Inseln wird der Sand weg gebaggert, weil woanders neue Inseln aufgeschüttet werden. Diese konkrete Behauptung ist also falsch. https://gilbertbrands.de/blog/2018/12/02/nicht-das-klima/ In meiner zitierten Artikelserie habe ich noch mehr Beispiele angeführt, wo die Klimatheorie nicht stimmt.

      Gemäß den Implikationsregeln kann der Schluss „CO2-Reduzierung notwendig“ damit falsch oder richtig sein, er ist aber alles andere als unstrittig. Sie können das glauben, andere müssen das nicht. Statt ein „Zusammenleben der stetig wachsenden Weltbevölkerung“ zu ermöglichen, ist das Ziel, ein „Zusammenleben der stetig wachsenden Weltbevölkerung“, möglichst sogar in der Form einer „stetig schrumpfenden Weltbevölkerung“ wesentlich zielführender, und das erreicht man nicht über CO2.

      Was die „Umsetzung eines Wandels“ angeht, stimme ich Ihnen zu, wobei allerdings „der Einsichtige“ nach den vorliegenden Fakten schon wieder die Ignoranz ausdrückt, im Besitz der alleinigen Wahrheit zu sein, d.h. ein Merkmal fundamentalistischen Glaubens darstellt. Trotzdem kann man sich darauf einigen, etwas zu tun. Aber, wie ich schon angemerkt habe: nicht mit dem Kopf durch die Wand. Was hier die Grünen veranstalten wollen, lässt sich durchrechnen, und dieser Schuss geht nach hinten los und wird außer Kosten absolut nichts bringen. Der folgende Artikel macht das und stammt von Hanns-Werner Sinn, dem ehemaligen Chef des IfO-Instituts. Ich hoffe, dass Sie wenigstens den als Kompetenz anerkennen:
      https://gilbertbrands.de/blog/wp-content/uploads/2018/12/1-s2.0-S0014292117300995-main.pdf

      Sinn ist auch ein gutes Beispiel für den „anerkannten Fachmann“: früher wurde er in Politik und Medien an jeder beliebigen Straßenecke zu wirtschaftlichen Themen interviewt, und man berief sich gerne auf ihn. Nachdem er einen Vortrag mit dem Titel „Energiewende ins Nichts“ hielt (im Internet leicht auffindbar), wurde er von allen konsequent geschnitten. Grünen und Roten passt es offenbar nicht, wenn jemand durch einfachen Dreisatz (und viel mehr ist es im Grunde nicht) ihre ideologischen Vorstellungen als unrealistische Fantasien entlarvt.

      Autos lassen wir besser außen vor. VW hat unstrittig betrogen. In dem Umfeld kommen aber auch noch weitere Sachen hinzu, die eine Gesamtbewertung sehr kompliziert machen, angefangen bei willkürlichen Grenzwerten sowie zwei Regelgrößen (NOx-Ausstoß und Konzentration auf der Straße), über deren Verträglichkeit auch niemand Gedanken gemacht hat. Das Thema ist ohnehin noch nicht am Ende, da mit dem Feinstaub in einem Jahr vermutlich eine ähnlich wissenschaftlich wackelige zweite Katastrophe in Gang gesetzt wird.

  3. https://www.youtube.com/watch?v=MJ8dwPVLy94

    Ein sehr schönes Video von Robert Stein (Steinzeit, NuoViso), in dem er versucht, den Klimaschwindel wissenschaftlich auseinenderzunehmen. Ein paar Details sind zwar nicht ganz korrekt, z.B. Verständnis von Mol, oder reichen meiner Meinung nach nicht aus, z.B. Absorptionsspektren als Erklärung für nichtvorhandenen Treibhauseffekt. Trotzdem wirklich gut geeignet für Normalverbraucher, 99% des Vortrags kann jeder unterschreiben, der sich mit dem Thema kritisch auseinandergesetzt hat.

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