Die Qual (nicht nur) der (Bundestags-) Wahl

In der Demokratie sollen ja alle unbedingt wählen gehen. Geht ja auch per Briefwahl (kost‘ ja nix), und dann macht man sein Kreuzchen (nützt ja nix). Stellt sich die Frage, warum man jemanden oder eine Partei wählen soll, denn irgendwelche Aussagen zum Programm gibt es ja inzwischen nicht mehr. Welche Motivation kann man als Wähler entwickeln?

Überzeugungswähler. Ich wähle Parteil A, weil ich möchte, dass Partei A die Regierung stellt, weil sie gut gearbeitet hat (zumindest wird das ja überall behauptet).

Cholera-statt-Pest-Wähler. Ich wähle Partei A, weil ich nicht möchte, dass Partei B die Regierung stellt, A aber möglichst auch nicht, aber wenn schon, dann besser A statt B.

Traditionswähler. Ich wähle Partei A, weil mein Großvater – meine Eltern – mein Ehepartner – der Pastor – der Imam – Recep Tayyip Erdoğan (nicht Zutreffendes bitte streichen) das so gesagt hat.

Zufallswähler. Ich wähle Partei A, weil sie zufällig an der 3. Position steht und ich nur bis drei zählen gelernt habe.

Enthaltungswähler. Warum liegen in der Wahlkabine nur Bleistifte? Bunt sehen die Männchen, die ich auf den Zettel gemalt habe, doch viel besser aus. Und warum war eine Seite des Zettels mit komischen Symbolen bedruckt?

Wahlverweigerer. Ich bin es leid, auch noch bestimmen zu sollen, wer sich an meinem mir vom Finanzamt gestohlenen Geld bereichern darf. Ich finde alle unsympathisch.

2 Gedanken zu „Die Qual (nicht nur) der (Bundestags-) Wahl

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