Gestapo- oder StaSi-Staat ?

Man darf wohl inzwischen mit Recht fragen, wie weit wir noch von einem diktatorischen Unterdrückungsstaat entfernt sind. Nicht von einem im klassischen Sinn – zumindest noch nicht. Aber schon sehr ähnlich.

Lassen wir dabei einmal außen vor, dass die etablierten Parteien jeden schmutzigen Trick angewandt haben, um einen ordentlichen Parteitag der AfD zu verhindern. Immerhin ist die Durchführung eines Parteitags gesetzlich vorgeschrieben, d.h. die Verhinderungsaktionen sind durchaus als vorsätzliche kriminelle Gesetzesverstöße zu interpretieren. Und immerhin ist die AfD eine demokratische Partei mit einem ähnlichen Anteil an Homosexuellen und anderen Minderheiten wie in den anderen Parteien, die gerne das Bild in den Medien entwerfen, diese Leute würden sofort ins KZ gesteckt und vergast, wenn die AfD die Wahl gewinnt. Nein, wir sind schon viel weiter und auf einer sehr persönlichen Ebene angelangt.

Für verschiedene Aufgaben werden oft händeringend ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht, und tatsächlich gibt es die auch noch. Für die Ausübung eines Ehrenamtes ist lediglich Voraussetzung, dass keine kriminellen Machenschaften damit verbunden sind. Speziell die politische oder religiöse Einstellung DARF laut Gesetz keine Rolle spielen. Die Schirmherren der Ehrenämtler DÜRFEN danach gar nicht erst fragen. In Berlin ist nun allerdings der Fall aufgetreten, dass ein ehrenamtlicher Mitarbeiter, der seine Funktion bereits seit 15 Jahren ausübt, nun vom zuständigen Bezirksamt rausgeschmissen wurde. Grund: er ist in die AfD eingetreten. Nicht nur, dass das Bezirksamt hier Kriterien anwendet, die gesetzlich verboten sind, offenbar spioniert es verbotenerweise den Menschen auch noch hinterher. Google und Facebook sind harmlos, die (verbotene!!) Gesinnungsschnüffelei der Behörden hat inzwischen wohl wieder die Ausmaße von Gestapo und StaSi erreicht (Quelle, Die ZEIT).

Und noch ein zweiter Fall aus der gleichen Gegend. Ein Mitglied eines Kleingärtnervereins, dessen Tätigkeit u.a. darin bestand, Kompost für die anderen Mitglieder aufzubereiten, ist nun auf Antrag eines anderen Mitglieds vor den Vorstand zwecks eines Ausschlusses aus dem Verein zitiert worden. Grund auch hier: der Betreffende ist Mitglied der AfD, was die geistigen Schrebergärtner offenbar zu der Befürchtung veranlasst, zwischen ihren Kohlköpfchen demnächst Kompost mit rechtsradikalen Regenwürmern zu verteilen. Schritt 2 der Gesinnungsschnüffelei – beobachten seiner Nachbarn und Angehörigen und denunzieren beim Politkomitee – ist wohl auch schon ziemlich erfolgreich angelaufen.

Wer noch unentschlossen ist, wie man am Besten unangenehm auffällt, für den dürfte es in Zukunft noch schwerer werden, denn immerhin dürften sich die Optionen „AfD-Mitglied werden“ und auf dem Marktplatz „der Holocaust hat nie stattgefunden“ schreien in Zukunft in ihren Auswirkungen nur noch differentiell unterscheiden.

Ein Gedanke zu „Gestapo- oder StaSi-Staat ?

  1. Zum Thema AfD gibt es halt auch unterschiedliche Ansichten von Systemkritikern. Einigen ist die AfD schon zu sehr System, da Alice Weidel (früher Goldman Sachs), Gauland (früher CDU) und viele andere eben sehr systemnah waren oder es immer noch sind. Man muss davon ausgehen, wer im Staatsdienst oder einem Konzern arbeitet und in der AfD Einfluss hat, wird entweder vom Staat oder den allgegenwärtigen Parteienvertretern (Rotary, Lions) gemobbt oder zum V-Mann (Spalter) gemacht, ich erinnere an Leute wie Anke Domscheit-Berg (ehemals MS) und viele andere, die die Piratenpartei gespalten und an die Wand gefahren haben, z.B. ein Bernd Schlömer, der die ganze Zeit über einen Job im Verteidigungsministerium hatte und massiv das Betriebsklima bei den Piraten vergiftet hatte.

    Ich bin immer noch nicht 100% von der Deutschen Mitte überzeugt, aber wenn man schon eine ganz andere Partei wählen möchte, dann noch am ehesten die, eventuell noch „Die PARTEI“, wenn man stilvoll Protest wählen möchte. Ich halte den Hörstel für einigermassen authentisch, wenn er auch ein kleiner Egoist und Egomane sein mag, aber so ist er halt, war ja nicht umsonst lange Zeit als Berichterstatter tätig. Einige seiner prominenteren Mitstreiter sind auf jeden Fall echte Systemkritiker und keine V-Leute, ich halte einen Glöckner für einen echten Helden, er hatte eine langwierige Auseinandersetztung mit Monsanto geführt, nachdem intensiver Genmaiskonsum ihm seine Herde dezimiert hatte, er hatte hunderte grusliger Bilder von zerfressenen Mägen etc. Er hatte dann umfangreiches Beweismaterial in China und Russland präsentiert, was dazu führte oder zumindest massiv dazu beigetragen hat, daß diese Länder jeglichen Import von GMOs verboten. Dafür hat er heftig bezahlt, kam einige Jahre später sogar unter sehr fragwürdigen Umständen in den Knast, ähnliche Geschichte wie beim Mollath, allerdings ohne Psychiatrisierung, die Vorwürfe haben sich später in Luft aufgelöst, bis auf eine minimale körperliche Rempelei ist da nichts gewesen, das hat dem System aber schon ausgereicht. Das klingt jetzt vielleicht alles zu negativ, mir geht es aber um das Gesamtbild, und wer sich mit dem System anlegt, muss mit allem rechnen, da werden auch ganz normale Menschen aufgrund von irrsinnigen Anschuldigungen kriminalisiert.

    Falls sich jemand, der bisher unpolitisch war, tatsächlich mal politisch engagieren möchte, empfehle ich die Deutsche Mitte. Man sollte sich allerdings das Parteiprogramm vorher ansehen, das ist nämlich mehr oder weniger festgezurrt, auch um zu verhindern, daß bezahlte Spalter und sonstige Spinner die selben unsäglichen Diskussionen und Genderspielchen wie bei den Piraten aufziehen.

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