Verteidigungsminister Boris Bäcker (vornehm: Pistorius) ruft in Vorbereitung auf einen möglichen Krieg die Bundesländer zur Stärkung des „gesellschaftlichen Zusammenhalt[s]“
auf. Die sogenannte „Zivile Verteidigung“ müsse mit dem Militär „Schritt halten“, forderte Pistorius Ende vergangener Woche auf der Innenministerkonferenz. Staat und Gesellschaft müssten hinter der Armee stehen; die deutsche Gesellschaft als Ganzes müsse sich auf einen Krieg gegen Russland vorbereiten. Deutschland sei so stark bedroht, „wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr“.
Während man vorne laut tönt „Boris! Die Russen kommen! Ich will nach Hause!„, stellt man hinten fest, dass offenbar keiner Lust hab, mitzumachen. Weshalb man sich darüber Gedanken macht, wie man ein Mitmachen erzwingen kann:
Liest man sich das Papier durch, muss man Herrn Bäcker (vornehm Pistorius) tatsächlich Recht geben. Dummland ist so bedroht wie noch nie, allerdings nur sekundär vom Russen. Wenn man nämlich mal drauf achtet, wird nirgendwo erwähnt, dass Russland in EU-Gebiet eingefallen ist. Nein, alles marschiert zu Ostfront, um dort zu kämpfen, und die befürchteten Proteste betreffen nicht die eingefallene russische Armee, sondern die nach Osten verlegten EU-Streitkräfte.Rein logisch würde wohl niemand auf die Idee kommen, eine Armee, die gegen angreifende russische Soldaten kämpft, seinerseits zu behindern; bei einer aktiv nach Osten angreifenden Armee, die keinem Eindringling gegenüber steht, sondern selbst der Eindringlich ist, ist ein Protestverhalten eher zu erwarten. Auch die fehlenden Hinweise darauf, was hier alles kaputt gehen würde, würde Russland angreifen, deutet nicht auf eine Angriff von Osten, sondern einen Angriff nach Osten hin.
Auch wenn es genau anders herum ausgedrückt und verstanden werden will, die dem Papier inne liegende Logik sagt klipp und klar, dass grundgesetz- und UN-chartamäßig verboten ein veritabler Angriffskrieg in Szene gesetzt werden soll und die Bevölkerung getäuscht werden muss. Und genau in solchen Gestalten, die diese Lügengeschichten vebreiten, liegt die eigentliche Gefährdung des Landes.