Baerbock ist überall

Es ist inzwischen müßig, darauf hinzuweisen, dass alleine China und Indien pro Monat mehr Kohlekraftwerke in Betrieb nehmen als in Deutschland überhaupt stillgelegt werden können. Das logische Verständnis scheint inzwischen so entwickelt zu sein, dass im Supermarkt auf dem Kassenzettel statt der echten Summe auch eine beliebige Zufallzahl ausgedruckt werden könnte und trotzdem fast jeder den Betrag akzeptieren würde.

Besonders ausgeprägt scheint die Fähigkeit, auch die letzten Möglichkeiten, den Anschluss nicht zu verlieren, nicht zu nutzen, im Bereich der deutschen Unternehmensführer zu sein sein. Die Dieselmotoren von VW, Mercedes oder BMW liegen beim direkten Vergleich mit den ausländischen Wettbewerbern vorn, was auch mit dem kostenmäßigen Innovationsdruck bei hiesiger Produktion zusammen hängt. Statt auf ihre Ingenieure zu hören ließen die höchst überbezahlten Pfeifen auf den Chefsesseln völlig irre Bürokraten in Brüssel machen, bis es zu spät war, und leisten immer noch keinen Widerstand. Und ein Joe Kaeser, CEO von Siemens, gibt bei 1400 konventionellen Kraftwerken im Bau oder in der Planung die Kraftwerkssparte komplett auf, vermutlich unter dem Eindruck des „Erfolges“ der EE-Sparte, die allerdings zunehmend einen Negativerfolg hinlegt, weil sich die Technik außer in den Köpfen von Grünen als ungeeignet zur Versorgung einer Industrienation und nicht gerade als umweltfreundlich herausgestellt hat.

Während hier eine neue Steuer nach der anderen erfunden wird, um „CO2 zu bepreisen“, und Unternehmen wie Staat sämtliche F+E-Gebiete – konventionelle Technik, Chemie, Medizin, Biotechnologie, IT-Technik – kampflos preisgeben, zeigen andere, wie es wirklich geht. Zum Beispiel auf dem Gebiet der gerade so großzügig aufgegeben konventionellen Kraftwerkstechnik, die nach Kaeser „keine Zukunft mehr hat“. Ein experimentelles Gaskraftwerk (50 MW) in den USA arbeitet nach folgendem innovativen Prinzip:

https://www.netpower.com/

Reiner Sauerstoff in einem CO2-Gemisch wird zur Verbrennung von Erdgas verwendet und das Verbrennungsprodukt ähnlich einem Automotor ohne den sonst üblichen Wärmetauscher direkt zum Antrieb einer Turbine und zum Vorheizen des Trägergases CO2 verwendet. Außer CO2 und Wasser entstehen keine sonstigen Stoffe, also auch keine Stickoxide usw. Das Wasser wird entsorgt, das CO2 kostengünstig als überkritische Flüssigkeit aufgefangen und technisch verwertet oder zum Auspressen des Erdgases aus Bohrlöchern verwendet. Trotz allem Brimborium wie Herstellung reinen Sauerstoffes kommt ein Wirkungsgrad von über 50% zu Stande.

Um mal den Vergleich mit dem deutschen Unfug zu führen:

  • CO2 entsteht hier nicht als Abfall, der irgendwie „bepreist“ werden müsste, sondern als wertvoller Rohstoff, den man an verschiedene Abnehmer in der Chemie oder der Ölindustrie gewinnbringend verkaufen kann.
  • CCS (Carbon Capture and Storage) führt zur ebenfalls gewinnbringenden (Gas/Ölförderung) oder schlimmstenfalls halbwegs neutralen Entsorgung von CO2, wäre also voll im Sinne der Klimaideologie. Hier müsste CO2 so bepreist werden, dass sich CSS wirtschaftlich lohnt, was aber bei konventioneller Einfallslosigkeit bedeutet, dass pro 3 Kraftwerke ein viertes für die Bereitstellung der CSS-Energie benötigt wird und konsequenterweise der Wirkungsgrad in gleicher Weise in den Keller geht wie der Preis nach oben.

Die Technik ist ebenfalls in der Lage, Kohle zu verwerten, die zuvor vergast werden muss, was man aber schon im 1. Weltkrieg in Deutschland entwickelt hat, oder Dank billigem CSS die riesigen Methanhydratvorkommen auf dem Meeresgrund zu nutzen, für die man von Fördertechnik – natürlich ohne deutsche Beteiligung – entwickeln müsste.

Statt auf den aktuellen CO2-Hype zu scheißen und es dem technischen Fortschritt zu überlassen, in wenigen Jahren die technischen Lösungen zu entwickeln, stellt man hier F+E sowie die Produktion ein. Im Ausland scheißt man lieber zu Recht auf die deutsche Vorreiterrolle in Sachen Klimarettung.

Vielleicht ist man bis 2050 tatsächlich klimaneutral, auch wenn es inzwischen wahrscheinlicher wird, dass man bis dahin den CO2-Unfug entsorgt hat. Im Ausland, indem man es sich Dank modernster Technik gut gehen lässt. In Deutschland auf dem technischen Niveau des Mittelalters, weil man es vorgezogen hat, sich selbst einzuscheißen.

Ein Gedanke zu „Baerbock ist überall

  1. Wieder ein sehr lesenswerter Artikel. Ich bewundere Ihre Geduld diesen ganzen Schwachsinn immer wieder mit logischen und naturwissenschaftlich gesicherten Argumenten zu entkräften. Wenn ich mir die Wahlergebnisse ansehe scheint die Volksverdummung schon irreparabel fortgeschritten zu sein. Machen Sie bitte weiter, einen aufmerksamen Leser haben Sie sicher.

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