Der Diesel und die Diesela

Ich würde ja auch jederzeit die Videos anderer Parteien zu dem Thema einstellen, aber die sind noch damit beschäftigt, herauszubekommen, wieso das mit den Kobolden in den E-Autos nicht so richtig funzt, obwohl doch die Iren in der EU sind, und von was man nach einer Steuererhöhung eigentlich 19 pro Cent bekommt.

5 Gedanken zu „Der Diesel und die Diesela

  1. Vielleicht sind auch ein bisschen die Autokonzerne an den Verboten Schuld, die Betrogen haben und auch Autos produzieren, die niemand haben will. Für die Deutschen Autohersteller ist es auch fast egal, wer in Deutschland einen Diesel fährt, da der Größte Umsatz im Ausland gemacht wird.

    1. Definitiv betrogen hat VW, bei den anderen kann man das auch bezweifeln, ob wirklich Betrug im Spiel war. Auffallend ist aber, dass kein einziger ausländischer Hersteller in die Schusslinie geraten ist, angefangen bei den Franzosen. Warum sind nur deutsche Konzerne, die hier produzieren, in die Schusslinie geraten (Anmerkung: selbst die im Ausland produzierenden VW-Töchter sind nicht betroffen)?
      Autos, die nach den überall erhobenen Statistiken niemand haben will, sind E-Autos. Da die deutschen Hersteller ausgerechnet die produzieren wollen, stimmt deine Aussage.
      Das Problem ist weniger der Umsatz als der Produktionsort. Ein Auto, das im Produktionsland nicht herumfährt, aus welchen Gründen auch immer, dürfte woanders auch Misstrauen auslösen. Also wird die Produktion abwandern (tut sie schon), die Zulieferer eingeschlossen (falls die nicht in Insolvenz gehen). E-Autos benötigen ca. 1/5 der Arbeitskräfte, taugen kaum für den Export, weil keiner so was will, werden auch hier nicht der Renner werden und spezielle Zulieferer gibt es auch nur wenige.
      Die Kernbranche „Auto“ stirbt ab, Chemie und Schwerindustrie sind schon lange mit Umzugskartons unterwegs, Bergleute werden rausgeschmissen, die Windindustrie hat mit Pleiten, Pech und Pannen im letzten Jahr die meisten Leute auf die Straße gesetzt (ca. 30.000), weil es weder hier noch im Ausland noch läuft und IT hat hier noch nie funktioniert. Also wohin mit den Leuten? Von Auftritten in der Karaoke-Bar wird man langfristig nicht leben können und zu den Vorstellungen der Grünen vom riesigen Potential im EE-Bereich siehe Windkraft. Also rein praktisch: wo soll es lang gehen? Und zwar kurzfristig.

      1. Ja, ich denke auch, dass es die Autoindustrie in den nächsten Jahren schwer haben wird. Als Grund sehe ich allerdings nicht die Dieselverbote, sondern ein Versagen der Unternehmen und größere Konkurrenz aus China.

        In vielen Bereichen haben die Unternehmen ihre Führungsrolle abgegeben und keinerlei Innovationen auf den Mark gebracht. Beim autonomen Fahren muss man versuchen auf das Level von Tesla zu kommen. Auch bei der Software wie z. B. bei Navis oder der Integration von Mobiltelefonen oder Sprachassistenten hat man sich um 10 Jahre in die Vergangenheit zurückversetzt gefühlt.

        Und der Staat hat diese Unternehmen auch noch durch Subventionen, wie z.B Abwrackprämien, Pendlerpauschale, Besteuerung von Dienstwagen, Weggucken bei den Dieselskandalen, … mit großen Summen subventioniert.

        Und wenn Deutsche Autohersteller nicht Dinge ausprobieren wie z.B Elektroautos, Hybridautos, Wasserstoffautos haben diese Unternehmen ihre Berechtigung vielleicht verloren. Auch falls Sie Recht haben und sich bestimmte Technologien nicht durchsetzen sollten, kann man doch erwarten, dass diese Unternehmen in Zeiten mit viel Gewinn, auch Dinge ausprobieren, die sich eventuell in der Zukunft durchsetzen werden. Aber so wird es wahrscheinlich dazu kommen, dass die Unternehmen nach staatlichen Subventionen schreien werden, da ja so viele Arbeitsplätze dran hängen.

        1. Das ist korrekt und trifft leider nicht nur auf die Autoindustrie zu. Wenn ein Jo Kaeser sämtliche Bemühungen im Bereich Kraftwerkstechnik an den Nagel hängt, während gleichzeitig derzeit 1.400 Kohlekraftwerke und mehr als 2.000 bis 2050 gebaut werden und neueste Entwicklungen im konventionellen Kraftwerksbereich vollständig verschlafen werden (siehe https://www.netpower.com/ ), dann sagt das schon etwas über die Pfeifen aus, die heute in der deutschen Wirtschaft das Sagen haben. Das hat schon Baerbocksche Qualität.

          DAS Paradestück der deutschen Autoindustrie ist eben der Dieselmotor. Wenn man Daten nebeneinander legt, erreichen die ausländischen Hersteller bislang nicht das, was VW, Mercedes und BMW auf die Beine gestellt haben. Dummerweise haben sich die CEO nicht an ihren Ingenieuren orientiert und irren Bürokraten in Brüssel die Stirn geboten, sondern diese einfach machen lassen, bis jede Gegenwehr (die bis heute ausbleibt) zu spät war. Zu Zahlen haben die Zeche die Arbeitnehmer und damit die gesamte Gesellschaft. Statt sich einmal klar zu machen, wo die Zukunft wirklich verspielt wird, fällt die junge Generation leider auch auf die Blender rein.

  2. Der Diesel für Pkw ist eine exzellente Entwicklung deutscher Ingenieure, weil es der Motor mit dem höchsten Wirkungsgrad ist und daher Ressourcenschonend. Aus dieser Technik steigen die Deutschen freiwillig aus, getrieben von Angst.

    Genauso ist es mit der Kernenergie, Deutschland war da ganz vorn, hatten schon 2 Reaktoren der Generation 4 (Kalkar und Hamm-Uentrop). Das haben die Deutschen längst auf den Müll geworfen, aus Kalkar wurde ein Vergnügungspark. Und auch dieser Ausstieg geschah freiwillig, getrieben vor Angst vor Gespenstern.

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