Brexit

So wie es derzeit aussieht kommt es möglicherweise zu einem ungeregelten Brexit. Mal ehrlich, wenn man sich die kaputte Welt anschaut und nach den Gründen dafür fragt, erweisen sich die Briten schon als ziemliche Arschlöcher, denen man diverse Krankheiten an den Sack wünschen darf. Aber den so genannten Deal mit der EU einzugehen wäre schon ziemlich dumm.

Der liefe nämlich darauf hinaus, dass die Briten an alles gebunden sind, was die EU beschließt (einschließlich der Mitgliedsbeiträge), aber kein Mitspracherecht mehr haben. Zumindest wird es von Briten und EUten so dargestellt, also wird es vermutlich stimmen. Möglicherweise könnte die EU auch etwas beschließen, wogegen beispielsweise die Visgrad-Staaten erfolgreich auf die Barrikaden gehen, ohne dass sich die Briten wehren könnten. Ein Narr, wer auf so etwas eingeht.

Grund ist (angeblich) Nord-Irland, Bestandteil des Königreichs und nicht gewillt, davon abzuweichen. Irland gehört zur EU, Nord-Irland dann nicht, was gewissen Grenzkontrollen notwendig machen würde, die aber per Vertrag zwischen den irischen Landesteilen verboten ist. Das Problem konnte in den jahrelangen Brexit-Verhandlungen nicht gelöst werden, weshalb irgendwer auf die Idee gekommen ist, die Sache mit dem Brexit-Vertrag zu vertagen. Man hätte dann weitere 4 Jahre Zeit, das Problem zu regeln, was aber wohl eher 4 oder 8 oder 16 oder 32 oder … Jahre bedeutet, in denen die Briten politische Sklaven der EU sind. Kein Wunder, dass darauf keiner eingehen will.

Was mich an der Sache stört: während es weiterhin keine Probleme für Sozialmigranten und Scheinasylanten gibt, in EU-Länder zu gelangen und fürstlich sozial versorgt zu werden, ohne irgendwelchen Kontrollen zu unterliegen, wird man es als Europäer demnächst wohl schwer haben, zwischen GB und der Rest-EU hin und her zu reisen. Verdrehte Welt.

2 Gedanken zu „Brexit

  1. Für Großbritannien bestand wenigstens noch die Möglichkeit diese EU zu verlassen, hatte zumindest die eigene Währung behalten. Für Deutschland ist es so gut wie unmöglich diese EU zu verlassen, alleine schon wegen dem Euro. Eine Billion Euro aus den Target-2 Salden wären als Forderungen sofort fällig, die Deutschland aber nie erhalten würde. Von dem ESM und den anderen Verpflichtungen erst gar nicht zu reden. Die EU hätte eine Wirtschaftsunion bleiben sollen, ähnlich der alten EWG. Jedes Land die eigenen Währungen, ihrer Wirtschaftsstärke angeglichen, behalten und Gesamt-Europa hätte sich lediglich zu einer großen Freihandelszone entwickeln sollen. Auch mit Grenzkontrollen wären einfache Lösungen möglich, die für einen reibungslosen Handelsverkehr sorgen könnten. Übrigens sind Grenzposten wesentlich preiswerter als Millionen Sozialhilfeempfänger, die als Nebenprodukt der offenen Grenzen in einer politischen EU zwangsläufig entstehen.

    Die Eurowährung macht Deutschland erpressbar und hätte nie zur Einführung gelangen dürfen

    https://www.diefreiemeinung.de/2018/05/die-eurowaehrung-macht-deutschland-erpressbar-und-haette-nie-zur-einfuehrung-gelangen-duerfen/

    1. Wenn der Euro so behandelt worden wäre wie abgemacht, hätte es möglicherweise funktioniert. Zumindest so lange, wie nícht F, I oder ES abschmiert. Wo ist das Problem, GR einfach pleite gehen zu lassen? Dann wären ein paar Banken im Arsch gewesen, und wer das national will, hätte die auch direkt stützen können anstatt das Geld über GR zu zahlen. Die richtige Kacke ist erst mit den Haftungsfonds gekommen, die Oberlügenbold Schäuble veranstaltet hat.

      Wirtschaftsunion ok, inklusive ein paar Erweiterungen, dass man Gesetze aus anderen Ländern automatisch übernehmen kann, und zwar ohne Umwege über die brüsseler Bürokratie. Mehr als eine Wirtschaftsunion ist es auch heute eigentlich ohnehin nicht, da die wirklich wichtigen Sachen gar nicht angefasst werden.

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