Sprache und Unterbewusstsein

Das Wesentliche an der Klimadiskussion ist, dass sie nicht stattfindet. Das Gleiche gilt für andere Streitpunkte wie Stickoxide, Feinstaub, Bildung, Ausländer und so manches andere.

Teilweise mag das verständlich sein, sind doch einige Argumente der Kritiker der Mehrheitsmeinung (den Begriff brauchen wir noch) kaum weniger krude als die allein selig machenden Modelle oder so komplex, dass der Normalleser vor einer genaueren Inspektion zunächst zurück schreckt, unverständlich ist es aber, wenn trotz Fakten, zu deren Verständnis keinerlei Mathematik notwendig ist, oder einer immanenten Unlogik in den Modellen, die bereits jeder Alltagslogik Hohn spricht, nichts passiert. Was bringt Leute in einer Zeit, in der fast alles optimal läuft, dazu, um einer völlig virtuellen und sich nirgendwo abzeichnenden Katastrophenhypothese willen sogar gegen die eigenen Interessen zu verstoßen und die eigene Lebensqualität grundlos abschaffen zu wollen?

Das Ausbleiben jeglicher Diskussionsbereitschaft unter solchen Umständen ist irrational, was durch Blockaden im Unterbewusstsein hervorgerufen wird. Die werden durch eine Reihe vorzugsweise sprachlicher Mittel ausgelöst.

  • Propaganda. Medial prasselt permanent eine Mischung aus Propaganda und Hetze auf die Bürger ein. Nur bestimmte Informationen werden verbreitet, diese in das Unterbewusstsein ansprechenden Formen verpackt (siehe Link) und darüber hinaus auch ganz bewusst eine Hetze betrieben, die stellenweise kaum noch hinter den Formen des Streicherschen Stürmers zurückbleibt. Selbst größtmöglicher Blödsinn wird, oft genug in diesen Formen wiederholt, schließlich vom Gehirn als Realität wahrgenommen.
  • Unglaubwürdigkeit. Kritiker werden völlig unabhängig vom Inhalt ihrer Aussage und ihrer Fachexpertise als Leugner oder Schlimmeres bezeichnet. Leugnung besteht in der Kenntnis der Wahrheit und der Verbreitung von etwas anderem, also Lügen. Der Begriff Leugner (andere kann man ähnlich analysieren) beinhaltet also die Unterstellung, der Kontrahend wisse, dass die eigene Position der Wahrheit entspricht und würde aus Prinzip dagegen anlügen. Jemanden, der tatsächlich begründet eine andere Ansicht hat, benennt man anders (Kritiker, Gegner), Leugner blockiert aber von der Bedeutung her direkt im Unterbewusstsein eine weitere Beschäftigung mit der Sache.
  • Prinzipienfälschung. Bereits oben haben wir den Begriff „Mehrheitsmeinung“ verwendet. Die Modelle kommen im Mantel der Naturwissenschaftlichkeit daher (mathematische Modelle), werden aber im Mantel der Geistesmeinungsschaftlichkeit verkauft. In den Natur- und Ingenieurwissenschaften existieren jedoch keine Meinungen, wie etwas funktionieren könnte, sondern Wissen, was geschehen wird. In den Sozial- und Politikmeinungsschaften sind hingegen Mehrheitsmeinungen an der Tagesordnung, und die können sich jederzeit nach Bedarf ändern. „Sie ignorieren die Meinung der jungen Generation“ konnte ich hier in Kommentaren häufig lesen, was zeigt, dass die Verfälschung einer exakten Wissenschaft zu einer diffusen und jederzeit variablen Meinungsschaft gelungen ist.
  • Political Correct Sprech. So vorsätzlich beleidigend die Verführer mit ihren Bezeichnungen der Kritiker auch umgehen, so mimosenhaft reagieren sie auf alles, was sie sprachlich selbst ins rechte Licht („rechte“ in mehreren Bedeutungsumfeldern des Wortes). Leider ist festzustellen, dass die Gegenseite dem vorgeschobenen Mimosentum zu sehr nachgibt, anstatt selbst mit sprachlichen Mitteln die Verführen zu enttarnen.

Als Beispiel für die Propagandawirkung mag der Islam herhalten. Bereits im Kindesalter auf religiöse Inhalte geprägt setzen sich diese so fest, dass sie kaum noch richtig zu stellen sind. Aus diesem Grund ist die bereits in der Grundschule ansetzende FFF-Bewegung äußerst gefährlich, weil sie (völlig absichtlich in Hitlerscher Manier) in der Entwicklungsphase die Ausprägung der Hirnfunktionen in eine bestimmte, kaum noch umkehrbare Richtung zwingt. Bei islamischen Studenten der Natur- und Ingenieurwissenschaften prallen dann religiöse Dogmen frontal auf die physikalische Realität, was im guten Fall zu einer Transzendierung der Glaubenssätze führt, was im Christentum die Jesuiten recht gut hinbekommen. Im schlechten Fall entwickelt sich eine dissoziative Störung (Schizophrenie), die von Fall zu Fall zwischen Wissenschaft und Religion hin und her schaltet, extrem beispielsweise bei den 9/11-Attentätern.

Als Beispiel für die unterbewusste Wirkung der Sprache mag die Transformation „Lehrling -> Auszubildender“ dienen. Die beinhaltet nämlich eine Inversion der Bringschuldrichtung, wenn man sich die Begriffe näher zu Gemüte führt. Was der Lehrling gehalten, alle Anstrengungen zu unternehmen, die Lehren seines Meisters zu verstehen, und eben ein Versager, wenn er es nicht brachte, so ist es heute die Bringschuld des Meisters/Lehrers, die Lehre so zu beschränken, dass der Azubi keine Probleme bekommt, und ist der Versager, wenn der Azubi versagt. Dieses umgekehrte Prinzip durchdringt heute selbst die Hochschulen: es ist durchaus legitim, die Studenten zu befragen, ob der Prof seine Lehre vernünftig rüberbringt (auch wenn ich gar nichts von der Anonymität halte, die heute damit verbunden ist, weil damit keinerlei Diskussion entstehen kann), es ist aber absoluter Quatsch, den Lehrling, der erst noch die Zusammenhänge lernen muss, zu befragen, ob der Meister, der über Jahrzehnte Erfahrung verfügt, den richtigen Lehrstoff ausgewählt hat. Ähnlich in der Begriffsinterpretation geht es zu, wenn aus Sozialhilfeempfängern „sozial Benachteiligte“ konstruiert werden. Der Leser wird sicher noch weitere Beispiele finden können, in denen die Richtung der Bringschuld sprachlich umgekehrt wird.

Einen sprachlichen Konter habe ich oben schon erwähnt, nämlich die Begriffstransformation „Sozialwissenschaft -> Sozialmeinungsschaft“, um zu differenzieren zwischen Wissen, also Fakten und festen Regeln, und Meinungen, die Mehrheitsentscheidungen zugänglich sind. Oft kursieren in der Auseinandersetzung Begriffe wie „Geschwätzwissenschaften“, „Micky-Maus-Studiengänge“ oder „Pille-Palle-Abschlüsse“, was aus (natur-)wissenschaftlicher Sicht völlig korrekt ist, aber leider dem Unfug nicht den Begriff Wissenschaftlichkeit entzieht und damit weiter Tür und Tor für die Aufweichung des Wissensbegriffs offen hält. Ich halte inzwischen Politikmeinungsschaft, Religionsfantasieschaft oder Kunstselbstverwirklichungsschaft für sprachlich angemessener und für die richtige Kategorienbildung im Unterbewusstsein auch hilfreicher.

Was uns in Sachen Klima vorgesetzt wird, ist korrekt betrachtet ein Misch-Masch aus Klimawissenschaft (exakte Daten verschiedenster Art) und Klimameinungsschaft („korrigierte“ Daten und sämtliche für die Zukunftshysterie verwendeten Klimamodelle). Damit das ehrlich und für den Empfänger gut einzuordnen rüberkommt, müssen die „Leugner“ allerdings nicht nur die Hysteriemodelle als Klimameinungsschaft bezeichnen, sondern ihre eigenen Teile, die ebenso zweifelhaft sind, ebenfalls. Wenn eine Seite (Hysteriker) den Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebt, die andere Seite aber sauber zwischen Wissen und Fiktion unterscheidet, ist bereits das eine Weichenstellung im Unterbewusstsein zu Gunsten der Kritiker. Sie erlaubt, sich von den Begriffen Kritiker oder Leugner zu trennen und sich als (Klima)Wissenschaftler zu bezeichnen, die offen an bestimmten Stellen als Meinungsschaftler aufzutreten, um dann zu zeigen, in wie großem Maße die Gegenseite als Meinungsschaftler auftritt und eigentlich unglaubwürdig ist.

Zur Mehrheitsmeinung sei gesagt, dass auch ein 97%-ige Zustimmung, wie von den Klimameinungsschaftlern, die sich allerdings bei dieser Zahl schnell als Klimabetrüger erweisen, nicht davon entlastet, sich mit den Hintergründen auseinander zu setzen. Allen anders lautenden Beteuerungen der Nachkommen der 90.030.000 – 200.000 „Widerstandskämpfer“ im 3. Reich stimmte nach der andauernden NS-Propaganda ein Großteil der Bevölkerung im Sinne der 97% der Behauptung zu, dass die Juden das Unglück des deutschen Volkes waren (mal abgesehen von dem jüdischen Hausarzt, der eigentlich ganz nett war). Der Hinweis sollte genügen, um die Gefahr, die in eine kritiklosen Übernahme der Mehrheitsmeinung liegt, zu verdeutlichen.

Halten wir der Political Correct Speech noch ein paar Begriffe entgegen, die man ungeachtet der Mimosenhaftigkeit verwenden sollte. Da sind die Führer der NGO wie FFF und unsere politische Führung, die man mit ziemlichem Recht als Klimaabzocker bezeichnen kann: sie wissen genau, dass eine CO2-Steuer nicht zu weniger CO2-Ausstoß führt, sondern lediglich zu mehr Geld in den Taschen bestimmter Industriezweige, die sie vertreten, und ihren eigenen als Lobbyvereine. Man kann sogar überlegen, ob Klimatrickbetrüger in einigen Fällen nicht angemessener sind oder Klimakriminelle im Fall von FFF in Bezug auf den Umgang mit Greta und anderen Kindern und dem Brechen von Gesetzen. Der Rest der politischen und NGO-Landschaft gliedert sich einmal auf in Klimafanatiker, die ungeachtet der Kenntnis, dass nahezu sämtliche Argumente sachlich nicht haltbar sind und sämtliche Maßnahmen (ausnahmslos) das Gegenteil von dem bewirkt haben, was vorgeblich erreicht werden sollte, bei ihrer Marschrichtung bleiben. Klimareligionsfanatiker wäre noch treffender, ist aber auch ein längeres Wort. Große Teile der führenden Grünen kann man aber auch mit einiger Berechtigung als Klimaschwachmaten oder Klimaschwachsinnige bezeichnen, weil sie immer und immer wieder damit auffallen, Unfug zu verbreiten und nichts zu verstehen.

Klimaschwachsinniger wäre für bestimmte Gestalten allerdings auch ein Grund zu klagen, weshalb man sich da vielleicht besser nicht namentlich festlegt. So etwas könnte natürlich so ausgehen wie beim Erfinder der Klimareligion Michael Mann, der vor Gericht darauf verzichtet hat, nachzuweisen, dass die Bezeichnung Klimabetrüger nicht gerechtfertigt und damit eine Verleumdung ist. Man kann ihn also problemlos als mutmaßlichen Klimabetrüger bezeichnen, ohne juristische Konsequenzen befürchten zu müssen. Als Klimafälscher, Klimalügner oder Klimabetrüger darf man wohl auch Prof. Harald Lesch, Aushängeschild der Klimascharlatan-Organisation SFF (ironischerweise das Kürzel für Scharlatan bereits im Namen), bezeichnen, weil er nachweislich mit einem Betrug aufgefallen ist. Die Scharlatanerie ist leicht nachzuweisen und der Begriff harmlos genug, um nicht justitiabel zu sein, und die Bindung des Begriffs Klimabetrüger an den nachgewiesenen Betrugsfall dürfte bei einer Klage als Beweis (für eben diesen Fall) dienen. Schließlich ist Lesch ja nicht irgendwer, sondern Professor, was wohl das Argument „da hat mich einer reingelegt“ nicht unbedingt glaubwürdig erscheinen lässt.

Den Begriff Klimaaktivist gilt es ebenfalls zu bekämpfen. Das Demonstrationsrecht ist ein Grundrecht, und sofern sich Aktivist auf die Verteilung von Flugblättern und Ähnliches beschränkt, ist das auch völlig in Ordnung. Das Recht des einen endet aber bekanntlich dort, wo das Recht der anderen beschnitten wird, weshalb das die Grundrechte eben der Kontrolle der Behörden unterworfen sind. Demonstrationen muss man anmelden, damit überprüft werden kann, ob andere damit nicht über Gebühr behindert werden und sich darauf einstellen können. Was jedoch beispielsweise im Hambacher Forst oder vor der IAA abgelaufen ist, hat mit der Wahrnehmung von Grundrechten und friedlichen Protesten, so gerne mir das auch Leid tut, nichts mehr zu tun. Ungenehmigte Blockaden sind Landfriedensbruch und Nötigung, besteigen von Fahrzeugen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung, und wenn die Zerstörung der Ernte von Bauern im Vorübergehen noch als Klimavandalismus durch Klimamarodeure abtun kann, erfüllen solche Aktionen mit Vorankündigung alle Bedingungen für Klimaterrorismus und genau so sollte man ihn auch bezeichnen. Wobei diverse Videoaufnahmen von der IAA nahelegen, dass dort weitgehend Klimaschwachmaten am Werk waren.

Die Medienlandschaft betätigt sich weithin als Klimahetzer bzw. Klimavolksverhetzer in der Langform. Nachweisbar ist das i.d.R. ziemlich leicht, aber da die Leute recht geschickt formulieren, ist der direkte Nachweis der Volksverhetzung ähnlich problematisch wie in anderen Fällen der Hetze. Hetze gehört allerdings inzwischen leider auch zu den Worten, deren Bedeutung zu aufgeweicht ist, um wirklich noch Ernst genommen zu werden. Aus Gründen der Schalterstellung im Unterbewussten sollte man ihn trotzdem verwenden.

Die große Masse besonders der hüpfenden Bevölkerung kann man als Klimaidioten, oder, wem das zu gefährlich nahe an einer Beleidigung liegt, auch als Klimatrottel oder Klimadeppen bezeichnen. Ich sehe den Idioten dabei durchaus als positiven Begriff, denn Klimaidiot soll eigentlich nur den bezeichnen, der sich aus obigen Gründen dem Nachdenken über die Klimaproblematik, und zwar über den klimawissenschaftlichen Teil zur Abgrenzung zum klimameinungsschaftlichen Teil, verweigert. Gibt er seine Idiotie auf, kann man nämlich in eine Diskussion eintreten. Da mag man durchaus immer noch am Schluss zu anderen Ergebnissen kommen, aber immerhin hat man sich auf der Basis von Fakten ausgetauscht und nicht auf der Basis „mit Leugnern rede ich nicht“. Wenn man über Redewendungen wie „ich Idiot!“ oder „du Idiot!“ nachdenkt, bleibt vom Beleidungscharakter des Idioten auch nicht mehr viel übrig. Also, ihr Klimaidioten, Stickoxididioten, Feinstaubidioten und andere Diskussionsabkürzer, wie wär’s? Und ihr, ihr Leugner, wie wär’s mit sprachlichen Kontern?

2 Gedanken zu „Sprache und Unterbewusstsein

  1. Der staatlichen Lenkung/Meinungsmache durch Systemmedien (Tagesthemen etc.) entgeht man wohl am besten durch Medienabsenz („Medienfasten“).
    Unsinn kann sich dann auch nicht mehr im (after-work) ermüdeten Gehirn festsetzen.

    Nach Prof. Gigerenzer sind für komplexe Entscheidungen (Grippevorhersage, Aktienkurse etc.) einfache Heuristiken besser als komplexe Optimierung:
    https://www.youtube.com/watch?v=Iia0kTMZBGM

    Nötig sind also kurz & gut aufbereitete Informationen von unabhängigen Experten, wenn einem die Informationsaufbereitung selbst zu anstrengend ist.
    Fein wäre auch eine Grundausbildung im Umgang mit Zahlen und Risiken (Das Einmaleins der Skepsis).

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