Vorschau auf die Wahl

Morgen wird in Sachsen und Brandenburg gewählt. Was darf man erwarten? Meiner Ansicht nach nichts Gutes.

Auffallend ist die (angebliche) Zunahme der Stimmen für die bisherigen Regierungsparteien CDU und SPD. Auffallend, weil es der Mainstream-Presse in der letzten Zeit nicht mehr gelungen ist, weitere Lügen oder Scheinskandale über die AfD zu verbreiten. Eine einzelne Meldung, der AfD-Spitzenkandidat sei zusammen mit NPD-Leuten irgendwo aufgetreten, ist schon ein ziemlich müder Versuch, wenn sich man den Anlass und das Datum (so um 2010) anschaut und berücksichtigt, dass „durch intensiven investigativen Journalismus“ eine solche alte Kamelle genau 3 Tage vor der Wahl erscheint. Auffallend auch, weil gerade die CDU und die SPD in den letzten Wochen ausschließlich für Negativmeldungen gesorgt haben, und zwar jede Partei für sich in einer Anzahl, dass ein ganzer Artikel bei der Aufzählung heraus käme. Woher der angebliche Aufwind in den Umfragen? Ich vermute sehr viel eher eine gezielte Manipulation der Daten, um durch einen daher gelogenen Aufwind ein paar Wähler zurück zu holen.

Nichts Gutes darf man auch erwarten, wenn eine Landeswahlleiterin, natürlich von der SPD, vorsätzliche Rechtsbeugung bei der Zulassung von Kandidaten begeht. Mutmaßlich auf Veranlassung der derzeitigen Regierung, die damit bis zum Hals in der Affaire drinsteckt. Und amtlich beglaubigt durch ein Urteil des Sächsischen Verfassungsgerichtshofs, der vermutlich noch nicht das letzte Wort in der Sache gesprochen hat. Noch weniger Gutes kann man sich erhoffen, wenn eine überführte Rechtsbrecherin noch nicht mal von ihrem Amt entbunden wird. Jeder andere Beamte wird suspendiert, wenn er ohne Genehmigung einen Kugelschreiber annimmt, eine überführte Rechtsbrecherin bleibt im Amt und darf weiter Recht brechen.

Das setzt sich nach unten fort. Diverse Abgeordnete der Linken sind bei anderen Wahlen bereits beim Wahlbetrug aufgefallen und mussten ihr Amt abgeben. Ein Wahlhelfer hat „aus linker Gesinnung“ bei einer anderen Wahl Stimmen für die AfD als Stimmen für eine der linken Parteien ausgegeben und würde das nach eigenem Bekunden wieder machen. Nichts Gutes darf man sich erwarten, wenn die Wahlfälschung ausgerechnet durch eine streng linke Zeitung aufgedeckt wird und erst nach zweimaligem Nachbohren der gleichen Zeitung herauskommt, dass die zuständigen Ermittlungsbehörden den Fall nach Aufnahme zur Seite gelegt haben, statt ein Verfahren wegen Wahlfälschung einzuleiten. Ein linkes Blättchen führt damit gegen seine eigenen politischen Interessen den so genannten Rechtsstaat vor. Man stelle sich mal vor, es würde heraus kommen, dass nur eine einzelne Stimme für die AfD zu viel gezählt worden wäre. Der Verantwortliche würde vermutlich der Antifa zum Tottreten überantwortet. Vermutlich bleibt aber dieses Verfahren bis zum Ablauf der Verjährung unbearbeitet und der Wahlfälscher darf weiterhin sein Unwesen als Wahlhelfer treiben – mit Ansage!

Wahlbetrug ist eine Sache, die offiziell nicht vorkommt, aber schon seit Jahren immer wieder in Blogs berichtet wird. Durchaus glaubhaft. Da ist die unkontrollierte Auszählung, die nun aufgefallen ist. Aber auch bei kontrollierter Auszählung wird kann betrogen werden, wenn ein Wahlhelfer in der Runde einen Wahlzettel kurzerhand als „ungültig“ aussortiert. Zwar keine Stimme für die Roten, aber eine Stimme weniger für die Blauen. Das Auszählungsergebnis wird vom örtlichen Wahlleiter per Telefon an die Zentrale gemeldet. Meist aus einem Nebenraum, damit keine Störgeräusche die Verbindung stören. Und nach Aussagen von Leuten auch, damit die anderen Wahlhelfer nicht mitbekommen, dass er möglicherweise andere Zahlen durchgibt. Oder andere Zahlen aufgeschrieben werden. Die schriftlichen Ergebnisse werden i.d.R. nicht nochmals verglichen, sondern nur abgelegt, wie wiederum eine Menge potentieller Insider behaupten. Kontrollierbar ist das nicht, denn an die gesamten Unterlagen kommt man nur mit richterlicher Genehmigung heran, und um die zu bekommen, benötigt man schon ein paar gute Argumente

Also nichts Gutes, wenn nachgewiesener Maßen die komplette Kette vom Wahlhelfer bis hin zum Landeswahlleiter Rechtsbrecher oder Kriminelle sein können oder gar sind, ohne dass sie von ihren Ämtern entfernt werden.

Wenn das Endergebnis feststeht, kann man nach Lage der Dinge von Folgendem ausgehen:

  • Die Angaben zur Wahlbeteiligung werden absolut korrekt sein, aber das wird auch die einzige korrekte Zahl sein.
  • Die Angaben zu den ungültigen Stimmen wird vermutlich zu hoch sein (natürlich könnten auch ungültige Stimmen [Kreuz bei CDU und AfD] zu Gunsten einer Partei für gültig erklärt werden).
  • Die offizielle Anzahl der Stimmen für die AfD wird vermutlich niedriger sein als die tatsächlichen Stimmen für diese Partei.
  • Die offizielle Anzahl der Stimmen für CDU oder SPD wird vermutlich höher ausfallen als die tatsächlichen Stimmen für diese Parteien.

Bleibt jetzt erst mal abzuwarten, was morgen bei den Wahlen herauskommt. Wenn es für bestimmte Koalitionen ein knappes positives Ergebnis wird, ist ein mulmiges Gefühl angesagt.


Mal theoretisch nachgefragt: wären solche möglichen und damit auch wahrscheinlichen Manipulationen von Wahlen verhinderbar? Meiner Ansicht nach schon. Das Internet bietet technisch die Möglichkeit, eine Wahl unter demokratischen Regeln (geheim, gleich, 1 Stimme) durchzuführen, Manipulationen während der Wahl auszuschließen und eine Überprüfung des Endergebnisses durch jeden Wähler zu ermöglichen. Das Modell habe ich in diesem Buch beschrieben. Dass so etwas möglich wäre, ist aber auch die Garantie dafür, dass so etwas nie umgesetzt wird.


Update 2.9.: Auch bei diesem Beitrag fühlten sich wieder einige bemüßigt, Kommentare zu verfassen, die nicht die Freischaltgrenze überwinden konnten. Wenn das auch darauf hinweist, dass der Leserkreis größer ist als ich geglaubt habe, zeigt sich doch wieder die Unmöglichkeit von Diskussionen. Wenn Meinungen auseinander driften, ist wenig dazu zu sagen, aber auch über technische Daten und Vorgänge ist nach wie vor eine Diskussion nicht möglich, weil nichts zur Kenntnis genommen wird, was dem Weltbild widerspricht.

Zum angesprochenen Büchlein über die Möglichkeit von Internetwahlen kamen auch prompt Unterstellungen, es handele sich um ein AfD-Propaganda-Pamphlet. Weit gefehlt:

  • Es ist ein populärwissenschaftliches technisches Buch. Populärwissenschaftliche Bücher enthalten traditionell nicht nur technische Angaben in reduzierter Darstellung, sondern auch Kommentare zum Anwendungsumfeld, um das Verständnis zu fördern.
  • Die Grundkonzepte, die auch in den Kommentaren wieder gegeben werden, stammen nicht von der AfD, sondern aus dem entgegen gesetzten politischen Spektrum, nämlich der Piraten-Partei.

Noch ein Update

16 Gedanken zu „Vorschau auf die Wahl

  1. Moin,

    die aktuellen Wahlen sind öffentlich und damit transparent und verifizierbar. Natürlich sind hier Fehler oder Manipulationen nicht ausgeschlossen aber jeder kann sich als Wahlbeobachter melden und die Vorgänge einer Wahl überprüfen. Die AFD hat auch stark solche Kontrollen beworben und nach meinem Stand keine Manipulationen aufdecken können.

    Im Gegensatz dazu sind Wahlcomputer intransparent und auf verschiedenen Ebenen manipulierbar. Dazu gehört die Hardware oder die Software. Eine Aussage, dass Manipulationen bei Wahlcomputern auszuschließen seien, halte ich in diesem Kontext für unprofessionell. Klar gibt es technische Möglichkeiten verschiedene Manipulationsversuche zu verhindern. Aber am Ende ist es einfach nicht möglich zu sagen, ob irgendein Chip aus China, Amerika,… genau das tut was er soll.

    Für mich ist die Demokratie zu wertvoll, um Sie irgendeinem PC zu überlassen.

    Und wenn wir schon beim Thema IT-Sicherheit und Wahlen sind, fällt mir auch gleich noch Andreas Kalbitz ein, der ein Studium der Informatik angibt und damit eigentlich sowas meint: „Ich war aber mal dort und habe auch mit einer Professorin gesprochen“

    Eventuell ist die AFD auch selber Schuld an dem Wahlergebnis und keine Wahlmanipulationen.

    MfG

    1. Vielleicht erst mal das Wahlmodell für eine elektronische Wahl studieren, bevor man solche Worte wie „unprofessionell“ in den Mund nimmt? Es ist nämlich verifizierbar:

      1) Kann jeder Wähler jederzeit (während und nach der Wahl) prüfen, ob sein Votum in der Urne liegt und verifizieren, dass es unverfälscht ist.
      2) Kann jeder nach Freigabe des Private Keys die komplette Wahl auswerten.
      3) Kann jeder prüfen, wer gewählt hat und wer nicht und dass jeder Wähler nur ein Votum abgegeben hat.
      4) Kann ein Votum nicht gefälscht werden, weil dazu private Schlüssel der Wähler notwendig sind.

      Da steckt schon ein wenig mehr Überlegung drin als in dem, was allgemein unter „Internetwahl“ verstanden wird.

      Das Modell (Version 1.0) hat eine meiner Arbeitsgruppen bereits 2005 realisiert und ausgiebig getestet.

      Fakt ist, dass Wahlen manipuliert worden sind und Abgeordnete bereits ihr Mandat verloren haben. Ansonsten gibt es immer wieder Berichte von Insidern, die ich zugegebenermaßen nicht kontrollieren kann.

      Zum Thema Kalbitz: wenn dem so ist, ist er ja in guter Gesellschaft. Abgebrochenes Studium gehört ja bei vielen Parteien zum Standard.

      1. Hallo,

        ich glaube es spielt keine große Rolle wie Ihr Wahlmodell im Detail aussieht. Wahrscheinlich ist ihr Modell auch in der Theorie fehlerfrei.

        Aber für mich sind solche komplexen IT-Systeme per Definition nie 100% sicher. Sind in der Praxis z.B. die Zufallszahlen zur Generierung der privaten Keys sicher? Wenn es um sowas wie eine Internetwahl geht, bei der jeder von zu Hause wählen kann, habe ich auch schon mal meine Zweifel, da alle möglichen Geheimdienste für die gängigen Betriebssysteme Sicherheitslücken sammeln. Länder wie Russland haben sich nachweisbar in Wahlen anderer Länder eingemischt und würden dies wahrscheinlich auch wieder tun. Und wenn ich meinem eigenen PC nicht mehr trauen kann, hilft ihr sicheres Wahlmodell auch nicht weiter.

        Natürlich haben Sie Recht, dass Wahlen manipuliert worden sind. Auch in der AFD gab es schon bei der NRW Landesliste manipulierte Wahlen. Aber mir sind einfach keine Manipulationen bekannt, die über ein Wahllokal hinaus gegangen sind. Auch würden Ausreißer in den Wahlbezirken sehr schnell auffallen.

        Im Zweifel hat man bei den aktuellen Wahlen vielleicht manipulierte Wahlergebnisse bei einer Hand voll von Wahllokalen. Mit einer Sicherheitslücke in Ihrer Internetwahl regiert morgen die NPD oder die KPD.

        Kann man sich Ihr Modell (Version 1.0) irgendwo angucken?

        Viele Grüße

        1. „Glauben heißt: nicht wissen. Und nicht wissen heißt: doof sein.“ – so hieß es früher. Zur Kryptologie (inkl. Zufallzahlen) siehe https://www.amazon.de/Kompendium-Kryptologie-Gilbert-Brands-ebook/dp/B06XDLV98T/

          Die Unsicherheit der IT-Systeme wird gerne übertrieben dargestellt, um von eigenen Fehlern abzulenken. Verschlüsselung wird nicht angewandt, weil das einen zusätzlichen Mausclick bedeuten würde (was zu anstrengend ist), bei Kennworten werden die einfachsten Regeln nicht angewandt, ebenso beim Öffnen irgendwelcher Dateien usw. Mehr als 99,9% aller Dateneinbrüche erfolgen auf diesen Wegen und nicht aufgrund irgendeiner Unsicherheit in den Systemen oder der Verschlüsselung. Außerdem gibt es Mittel und Wege, so etwas wie eine Internetwahl zeitlich so zu organisieren, dass ein Systemeinbruch, sollte er tatsächlich möglich sein (d.h. der Programmierer befürchtet, er könne u.U. etwas übersehen haben, hat aber keine Idee, was), erst Tage oder Wochen nach dem Ende der Wahl gelingt. Ich habe da eher den Eindruck, dass du mit deinen Zweifeln der Propaganda erlegen bist.

          Die Wahlmanipulation von Russland wird immer behauptet, aber wo sind Beweise? Auf jeden Fall nicht via IT-Technik, allenfalls durch Propaganda. Aber mit der nudeln uns ZEIT, SPIEGEL & Co ohnehin im Gegensatz zur Aufgabe des Journalismus bis zum Erbrechen zu.

          Wie effektiv gemogelt wird oder werden kann, weiß ich nicht. Vermutlich in der Regel tatsächlich recht wenig. Allerdings geht den Altparteien inzwischen „der Arsch auf Grundeis“. Da könnte schon die Versuchung groß sein, etwas mehr nachzuhelfen. Was eine Lücke bei dem Internetwahlmodell angeht: genau deshalb ist das Ding öffentlich (im Gegensatz zu IT-Wahlmaschinen von Diebold in den USA). Dann kann man drüber diskutieren. Setzt aber voraus, dass man sich damit beschäftigt und nicht einfach nur Zweifel äußert, ohne sich das Zeug anzuschauen.

          Version 1.0: Die gibt es nicht mehr (einige wenige Kleinprojekte stehen noch im Bereich „Artikel und Projekte“). Die Studis hatten sich damals durchgesetzt, das Zeug Java zu programmieren, obwohl die damalige Java-Version genau die genannten Vorurteile der kryptologischen Manipulierbarkeit erfüllte. Als Zusatzaufgabe sollten sie dann genau das nachweisen, was ihnen auch gelungen war. Auf Resonanz ist das Projekt leider nie gestoßen, weshalb die Software auch irgendwann im Papierkorb verschwunden ist. Das Modell im Buch ist außerdem in vielen Beziehungen ausgereifter.

          P.S.: Der Mailserver meint, die Email-Adresse existiere nicht. Bitte die richtige Adresse angeben oder, wenn das nicht gewünscht wird, gar keine Email-Adresse.

          1. Hallo,

            ja Glauben ist nicht Wissen. Aber es gibt keinen Grund mich hier zu beleidigen. Ich kenne ihr Wahlmodell einfach nicht, weil Sie es nicht frei zugänglich gemacht haben. Und ich habe einfach keine Lust Geld für ihr Buch auszugeben, dass mir nach der Beschreibung doch eher nach einem Wutbürger Buch aussieht. Menschen können einfach eine andere Meinung aufgrund von gemachten Erfahrungen oder anderem Wissen haben, ohne gleich doof oder von irgendeiner Propaganda beeinflusst worden zu sein

            Aus meiner Sicht wird die Unsicherheit von IT-Systemen nicht übertrieben. Es geht bei der Bewertung ja nicht nur um die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ereignis eintritt sondern auch um die Schadenshöhe. Und die wäre bei einer Wahl extrem hoch.

            Selbst wenn Sie die Wahl irgendwie zeitlich so organisieren, dass ein Angriff bis zur Auswertung der Wahl erschwert ist, kann im Anschluss das Prinzip „Geheim“ der Wahl gefährdet sein.

            Die Schuld den dummen Menschen zuzuweisen finde ich auch zu einfach, da jeder Mensch nicht Experte sein kann. Ich selbst kenne IT-Experten, deren Passwort mehr oder weniger nur aus den Zahlen 1-9 bestand. Und wenn selbst solche Personen das Risiko nicht kennen, kann man es einem 90 jährigen Bauern aus Ostfriesland auch nicht zumuten.

            Ihr Modell ist bestimmt ein interessantes Gedankenexperiment, aber mehr auch nicht. Es ist intransparent und schließt einen Teil der Bevölkerung ohne PC aus. Und wenn Sie dann auch noch ihre Software unter IOS, Android, Windows und Mac anbieten für die jeder Geheimdienst Sicherheitslücken hortert macht es die ganze Sache neben komplex auch noch leicht angreifbar.

          2. Das Modell ist frei zugänglich, sonst wäre es nicht als Buch draußen. Es ist für Normalos geschrieben, enthält aber trotzdem jede Menge technischer Details, geht also durchaus als technisches Lastenheft durch. Wenn du keine Lust hast, es aufgrund von Vorurteilen zu lesen, ändert das nichts daran. Und wer sich nicht informiert und sich nicht mit den Sachen beschäftigt, sondern nur eine Meinung hat und Vorurteile bedient, bewegt sich zwar voll im Mainstream, ist aber im Sinne des Glaubensspruchs absichtlich doof. Ich weiß nicht, was du machst oder wie alt du bist, aber wenn du 40 Jahre auf einem Gebiet arbeitest und dann irgendwelche Leute dein Wissen aufgrund von Meinungen und Gefühlen zum Unfug erklären, ohne mal nach Details zu fragen, würdest du die wohl auch für bekloppte Idioten halten.

            Der Rest der Argumentation ist – sorry – wirklich einfach nur dumm, weil sie jeden Fortschritt ausschließt. Wer etwas nicht weiß, kann fragen. Tut nur keiner, weil man heute von Meinungen und Gefühlen und den daraus resultierenden Vorurteilen lebt. Es braucht z.B. nicht sofort jeder eine neue Methode mitmachen. Als die Autos erfunden wurden, sind auch nur wenige gefahren, und selbst heute machen nicht alle einen Führerschein. Deine Argumentation läuft darauf hinaus, das Auto zu verbieten, weil es sich nicht jeder leisten kann oder will oder zu blöd für den Führerschein ist.

            Eine Internet-Wahl hätte auch weitere Vorteile: man könnte zu einem Bruchteil der heutigen Kosten eine breite Mitbestimmung der Bevölkerung in Form von Volksabstimmungen u.ä. ermöglichen.

            Im Grunde ist das alles die übliche Leier: sich nicht mit der Sache beschäftigen, das könnte ja anstrengend werden. Dafür aber jede Menge Pseudoargumente, die nicht kommen würden, wenn man sich damit beschäftigen würde, weil nämlich genau die Sachen behandelt werden. Wer nach Details fragt, bekommt die zumindest von mir auch beantwortet, aber wenn du ohne einfach nur alles zum Unfug erklärst, habe ich auch keinen Grund, noch besonders höflich zu bleiben.

  2. Warum sollte die AfD nicht stärkste Kraft in Brandenburg und Sachsen werden? Das wäre sogar wünschenswert. Denn das ist die einzige Partei, die uns vor unkontrollierter Migration schützt , und als einzige Partei erkannt hat, dass CO2 kein Treibhausgas ist, was unsere Temperaturen auf der Erde in die Höhe treibt, sondern ein für das Pflanzenwachstum und das Überleben der Menschheit auf der Erde notwendiges Spurengas. Wenn da jetzt nicht in aller kürzester Zeit eine politische Wende eintritt, und viele Bürger nur noch den Spuren der grünen Fade folgen, dann sind nicht nur die Wirtschaft und die Industrie in Deutschland in Kürze am Ende, sondern auch die komplette Stromversorgung. Aber anscheinend haben dass die meisten noch nicht begriffen. Wenn Sie es dann begreifen, stehen sie ohnehin im Dunkeln.

    1. Es ist auch die einzige Partei, in der Leute sitzen, die tatsächlich mal „in Echt“ als normale Leute für ihr Geld gearbeitet und nicht nach dem Abitur 1-3 Micky-Maus-Studiengänge abgebrochen haben, weil sie außer zu Gelaber in faktenfernen Parteien zu nichts gekommen sind (und auch zu nichts anderem fähig waren).

  3. Ich bin auch der Meinung, dass elektronische Wahlverfahren heute sicherer sein können, als von Menschen durchgeführte. Menschen sind wesentlich leichter und im größeren Umfang zu manipulieren als Maschinen, dazu reichen schon die Staats- und Massenmedien, wenn sie die Lügen nur oft genug wiederholen. Außerdem sind Menschen ichbezogen, korruptionsanfällig, unterliegen einen Herdentrieb und die Zusammensetzung der Wahlhelfer in den Wahllokalen ist oft zweifelhaft. Das liegt schon daran, dass zu wenige freiwillige Helfer zur Verfügung stehen. Hier werden Leute die im öffentlichen Dienst beschäftigt sind als Wahlhelfer verpflichtet, sie machen folge dessen ihre Aufgabe nicht freiwillig. Wenn so zusammengewürfelte, gedankengleiche Menschen eine Aufgabe verrichten, ist nicht unbedingt Objektivität vorausgesetzt.

    Allerdings müssten elektronische Wahlverfahren besonderen Sicherheitsaspekten unterliegen und hier sehe ich die Schwierigkeiten. Nicht das die Technik es nicht schaffen würde, sondern die wählenden Menschen. Es wären schon ein paar mehr Klicks durchzuführen, Texteingaben zu vollziehen und vielleicht noch mit PIN Nummern zu agieren. Auch könnte der elektronische Fingerabdruck evtl. zur Anwendung gelangen. Das Alles würde viele Menschen überfordern, zum einem die paar übriggebliebenen der ganz alten Generation, die den Umgang mit einem PC nie erlernten und zum anderen die junge Generation, die unbedacht nur einfache App’s nutzt, mit Passwörtern fahrig umgeht und im üblichen im Internet gedankenlos ihr ganzes Leben preisgibt. Auch für viele dieser Generation ist der Aufwand mit hohen Sicherheitsansprüchen zumindest viel zu umständlich, weil sie es gewohnt sind alles nur einfach und schnell zu erledigen.

    Das Problem bleibt immer der Mensch und nicht die Technik. Der richtige Umgang mit jeder Technik will gelernt sein und selbst dazu sind heute einige viel zu faul und zu bequem…

  4. jetzt bin ich aber neugierig geworden – warum war denn eine Implementierung in Java suboptimal/bedenklich? Wäre eine solche in C++ wirklich besser (Java sollte doch die fehleranfälligen direkten Speicherzugriffe entschärfen), oder hat der Blogbetreiber nur mehr Programmiererfahrung in C++ (und sein Know-how in ein Lehrbuch einfließen lassen)? Waren die kryptographischen Java-Bibliotheken fehlerbehaftet (die sind hoffentlich von Mathematikern geschrieben)? Oder die JVM?

    1. Nein, die Unsicherheit gilt für die damalige Java-Version. Mit der heutigen Java-VM gibt es keine Probleme. Die Java-eigenen internen Sicherheitsmechanismen (Verifizierung der Applets) waren damals nicht offen zugänglich. Tatsächlich wussten genau 3 Entwickler bei SUN, wie die Sicherheitsmechanismen genau aussehen, und einer verließ damals obendrein SUN im Zorn. Wir haben das damals mit Wireshark (hieß damals noch etwas anders) untersucht. Die Datenverschlüsselung war ok, aber die Kommunikation der Java-VMs auf den verschiedenen Maschinen war ein offenes Buch (da setzte vieles auf CORBA auf und war unverschlüsselt). Für einen Hacker mit genügend Zeit wäre mit ziemlicher Sicherheit alles manipulierbar gewesen. Ist aber auch 15 Jahre her.

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