2001

Wer mitgezählt hat: eigentlich müsste da 1000 stehen, also ein rundes Beitragsjubiläum. Es ist mir allerdings gelungen, den bald arbeitslosen Mario Draghi als Überschriftentexter zu gewinnen, und der meinte, man könne das ruhig auch etwas aufpeppen.

Jeszcze Polska nie zginęła

heißt es in der polnischen Nationalhymne. Deutland aber schon, und die auf Deutschland umgemünzte Version der ursprünlichen Fassung

Wkrótce Niemcy umarła

dürfte deutlich besser passen [damit keiner nachschauen muss: „Niemcy“ dürfte klar sein, die Negation „nicht“ fällt weg, „verloren“ ist durch das ursprüngliche „gestorben“ ersetzt und „noch“ durch „bald“ substituiert].

Einige meiner Leser haben wiederholt bemerkt, dass sie es bewundernswert finden, wenn einer wie ich hier auf einem verlorenen Posten mein Liedchen singe und nichts bewegt sich:

Ich sehe das viel zynischer. In Deutschland ist nichts zu bewegen. Ein Hans Werner Sinn rechnet seit 7 Jahren vor, dass EE nicht funktioniert, achgut und TE bringen einen Artikel nach dem anderen, auf EIKE und anderen Blogs schreibt man sich die Finger wund und Prof. Döhler hat vermutlich inzwischen mehr Briefe an alle möglichen Leute geschrieben als Geschäftsbriefe für sein Pharma-Unternehmen. Zugejubelt wird Scharlatanen wie Lesch oder Schellnhuber und seinen Nachfolgern, Ernst genommen werden ingenieurtechnische Dumpfbacken wie Baerbock oder Flasbarth, geheiligt werden geistig Behinderte wie Greta und einer Lisa Neubauer, vermutlich dümmer als Brot, folgt man in den Kreuzzug, an dessen Ende wie im Mittelalter die totale Vernichtung stehen wird.

Sich zu bemühen nützt absolut nichts, so sehe ich das. Ich könnte genauso gut versuchen, den Schwarzbunten zwei Wiesen weiter die Quantenfeldtheorie zu erklären, vermutlich sogar mit mehr Aussicht auf Erfolg. Das hier ist reines Abreagieren. Dampf ablassen. Ohne jede Absicht, damit irgendetwas erreichen zu wollen.

Beispielsweise melden sich hier fallweise Leute zu Wort, die sich als ehemalige Studenten von mir bezeichnen. Neben der Angabe von Fake-Email-Accounts und diversen Pöbeleien [hinreichend für das Löschen des Kommentars, siehe Impressum] kommt auch regelmäßig der Satz, ich sei nicht in der Lage gewesen, sie für das Fach zu begeistern und ihnen etwas beizubringen. Diese Lemuren haben noch nicht mal begriffen, dass sie als Studenten zu uns gekommen sind, um etwas zu lernen, und sich kein Prof einer Hochschule ihnen aufdrängt. Wenn sie in den Lehrveranstaltungen etwas nicht begriffen haben, dann durch eigene Kompetenz und nicht durch die Schuld anderer. Das ist inzwischen der deutsche Standard: zu blöd, sich mit etwas zu beschäftigen, bis man es kapiert hat, und die Schuld stets bei anderen zu suchen.

Politisch haben wir eine Partei der bürgerlichen Mitte, die AfD, die einem linken SED-Einheitsblock gegenüber steht, der erfolgreich mauert. In der CDU und der FDP mag es ein paar weitere Bürgerliche geben, beispielsweise in Gestalt der Werte-Union, denen aber selbst die Rauswurffantasien der noch CDU-Chefin AKK nichts zu denken geben und die sich nicht durchsetzen (können). Schaut man auf die Wahlen, so unterstützen 9 von 10 Wählern weiterhin diesen linken Plebs, egal was er bereits angerichtet hat, und selbst im Osten sind es immer noch 8 von 10.

Zynischer Schluss: jeder, der aufgrund des derzeitigen Wahnsinns seinen Arbeitsplatz verliert, dessen Auto stillgelegt wird oder dessen Eigenheim zwangsversteigert wird, ohne dass seine Schuldenlast sinkt, hat es nicht besser verdient. Jeder, der zusammengeschlagen, ausgeraubt, abgestochen oder vergewaltigt wird, hat es sich selbst zuzuschreiben. „Selbst in Schuld“, wie es in der Regionalsprache heißt, und von den 1-2, die es unverdient trifft, heißt es schon in den Albigenser-Massakern des Mittelalters „Bringt sie alle um! Der Herr wird die seinen schon erkennen.“

Machen könnte man schon etwas, auch außerhalb der Wahlkabine. Aber das erfordert Organisation. Die findet man lediglich, wenn es um Windmühlen vor dem eigenen Haus geht – im nächsten Dorf ist das schon wieder eine andere Baustelle. Um das zu koordinieren, brauchte man etwas wie die DUH: die Presse lügt ständig wie gedruckt, was zum Abmahnen geradezu einlädt. Ein paar Profis drangesetzt könnte sich so etwas nach einiger Zeit selbst finanzieren. Noch besser: die großen Lügenmedien wie ARD und ZDF verstoßen täglich gegen die Rundfunkstaatsverträge durch Parteilichkeit und Fake-News-Verbreitung. Denen könnte man wirksam den Hals abschnüren und die GEZ-Gebühren streichen. Gebühren unter Vorbehalt zahlen oder auf ein Sperrkonto überweisen und die Sache vor die Gerichte bringen. Man braucht bloß ein paar Fachleute und Juristen. Unterstützung zum Kippen des Zwangsbeitrags dürfte man problemlos bei großen Teilen der Bevölkerung bekommen.

Auch FFF ließe sich vermutlich leicht knacken: in die Schulen gehen, auf den Behauptungen von FFF aufsetzen und interessierte Kids schlau machen. Die wirken mit ziemlicher Sicherheit wie ein Katalysator: gruppendynamisch hängen die altersbedingt zusammen, und bei schlau trifft dumm ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass sich schlau und schlau anschließend wieder trennen.

Einfache Sachen. Wenn man so was „Aktivisten“, die hektisch durch die Gegend laufen und jammern „wir müssen jetzt was tun“ vorschlägt, bekommt man unmittelbar darauf einen Eindruck von der Stille im Weltall.

Nee, ich will mit meinen Beiträgen nichts bewirken. Das ist völlig unmöglich. Dieses Land wird vor die Hunde gehen, und das hat es sich redlich verdient.

5 Gedanken zu „2001

  1. Das Problem ist nicht das achgut, TE und EIKE, die zu den mehrgelesenen Blogs zählen, nicht genug Artikel zur Volksaufklärung schreiben, sondern dass gemessen an der Gesamtbevölkerung nur ein kleiner Teil diese Seiten überhaupt kennt. Sogar große Portale, wie RT-Deutsch oder EpochTimes, sind bei vielen immer noch unbekannt. Der Durchschnittsbürger verbringt seine Zeit mit Arbeit, Hobby und Familie, für Information bleibt wenig Zeit. Geschaut wird das Staats- und Werbefernsehen, gelesen die örtliche Presse oder/und die Bild-Zeitung. Das Internet wird genutzt um sich über das Hobby zu informieren und ansonsten zur Kommunikation mit Freunden/Verwandten bei Facebook und Co. Hier wird gepostet wie der Hund gerade hüpft oder wie die Biersorte schmeckt. Dazu kommt Gedankenlosigkeit; die Vorstellungskraft eines Stromausfalles oder über ein Ende des Individualverkehrs ist nicht gegeben. Viele Menschen glauben tatsächlich, dass Windkraft und Solar die Stromverfügbarkeit ausreichend herstellt und sogar genug Strom zur Elektrifizierung des Verkehrs bereitstellt. So wird es in den bekannten Massenmedien dargestellt und so wird es überwiegend geglaubt. So sieht es leider aus und deshalb sind 9 von 10 für die Altparteien.

    Um das Volk zu bewegen, müssten erst mal die Fehlleistungen der Politik bei der Masse voll durchschlagen. Das wiederum bedeut ähnliche Zustände wie einst in der Weimarer Republik, die wir uns aber alle nicht herbeiwünschen sollten. Vorher geschieht von Seiten des Volks gar nichts. Wer soll denn in die Schulen gehen? Alle Schulen sind fest in linksgrüner Hand und die sozialen Medien ebenfalls. Hier würden Andersdenkende keinen Zutritt und somit keinen Zugriff bekommen. Eine NGO, ähnlich der DUH, als Interessenvertreter der Andersdenkenden, wäre zwar schön, doch bewirken würde auch diese wenig. Sie würde im Klageverfahren ebenfalls einer linksgrünen Justiz gegenüberstehen und wie die Urteile dann ausfallen ist selbsterklärend…

    1. In Kleinstädten und im ländlichen Bereich könnte man durchaus auf Schulen stoßen, in denen man auch etwas anderes erzählen kann. Voraussetzung ist eine Organisation, die dem Ganzen einen offiziellen Anstrich verpasst und die Schulleiter oder Lehrer bequatscht. In die Klassen gehen könnten z.B. Leute wie ich. Ob es für so etwas nicht längst zu spät ist und was dann hinten raus kommt, ist eine andere Frage, aber so was ist auf jeden Fall sinnvoller als das ewige Rumgenöhnle und Briefgeschreibe von vielen Leuten.

      Nur wird das sowieso nichts, weil alle „Aktivisten“, wenn man sie zusammenbringt, um so etwas wie eine Organisation zu schaffen, erst mal schauen müssen, wer höher an den Baum pinkeln kann, wonach sie sich gegenseitig die Schädel einschlagen. Das ist ewig das gleiche Spielchen: jeder ist sich selbst der beste Feind. Weshalb ich Aktionen auch allenfalls vorschlage, aber bei Gründungsversuchen von solchen NGOs gar nicht erst mitmache.

      1. Ja, es wäre löblich Zutritt in den Schulen zu bekommen um den Kids die Problematik der Stromerzeugung, der Speicherung und ständigen Verfügbarkeit darzulegen. Ich bin überzeugt das diese Probleme vollkommen unbekannt sind. Für viele ist Strom einfach da, nicht nur bei Kindern auch bei so einigen Erwachsenen. Wenn man es schafft den Schülern beizubringen das in einer modernen Industrienation ohne Strom kein Leben möglich ist, dann müssen die komplizierten Klimamodelle, die kaum einer versteht, gar nicht zur Anwendung gelangen. Vielleicht würde ein Aufladeverbot für Handys schon die erste Erleuchtung bringen.

        Vor 20 Jahren war ich in einer Arbeitsgruppe die aus Mitarbeitern mehrerer Verkehrsunternehmen bestand. Es sollte ein Konzept der flächendeckenden Information an Haltestellen entstehen. Schon damals verwies ich als Praktiker auf die enormen Kosten, die hauptsächlich durch den weiträumigen und aufwändigen Tiefbau zur Kabelverlegung, sowie teilweiser Flächenbeschaffung entstanden. Die Theoretiker sahen nicht die Probleme, nur die elektronische Ausstattung vor Ort. Das kilometerweit Strom- und Datenkabel, inkl. Schächte, zu verlegen waren, natürlich alles unterirdisch, war denen gar nicht bewusst. Heute sind zwar an den großen Knotenpunkten alle Informationen elektronisch, aber keineswegs flächendeckend im gesamten Gebiet. Es war schlichtweg nicht finanzierbar, die Fördermittel nicht ausreichend. Damit will ich nur sagen, dass im relativ Kleinen schon vieles an den Kosten scheitert. Wenn heute die Politiker erzählen in 10 Jahren nur noch Elektrofahrzeuge zuzulassen, dann frage ich mich als Praktiker wieder, wie innerhalb dieser Zeit bundesweit für zig Millionen Fahrzeuge eine Ladeinfrastruktur zu realisieren ist. Es ist weder kostenmäßig noch zeitlich zu stemmen. Wenn dann noch der benötigte Strombedarf zu Grunde gelegt wird, nur aus Wind- und Solarenergie gewonnen (Experten sollen ja schon die siebenfache Strommenge errechnet haben), dann ist das für mich ein Science-Fiction Roman, aber keine seriöse Politik.

        Es ist erstaunlich wie wenige die Komponenten Technik/Aufwand/Kosten verstehen und politische Ammenmärchen glauben. Es müsste den Menschen, nicht nur den Kids, verdeutlicht werden das der ganze politische Energieblödsinn überhaupt nicht realisierbar ist. Vielleicht wäre das dann verständlicher als die komplizierten Klimamodelle.

        1. Da kann ich nur drauf bemerken, dass bei dir (wie bei mir) das Schulsystem gründlich versagt hat. Sie haben nicht verhindern können, dass wir in der Lage sind selbständig Sachen zu Ende zu denken. Das war aber das Ziel der ganzen Schulreformen, seit die Grünen bzw. ihre Vorgänger seit den 1970er Jahren von Innen und Außen darauf Einfluss gewonnen haben. Das Wesentliche am Kindsein ist Neugier, nämlich Neugier, wie etwas funktioniert und wie man etwas richtig macht. Die wird systematisch ab dem Kindergarten abgetötet, indem keinerlei Kritik mehr angebracht wird. Die Kids dürfen alles machen, was ihnen gerade in den Sinn gerät, alles wird gelobt statt mal zu sagen „Das ist nicht gut! Noch mal!“. Orientierung für die Neugier? NULL! Die von dir genannten Ingenieure gehören schon zur 1. oder 2. Kindgeneration dieser Mischpoke. Auch die Hochschulen geben solchen Leuten nämlich seit Anfang der 1990er Jahre ein Diplom, obwohl sie eigentlich im Grundstudium hätten ausgemustert werden können.

          Beispiel: eine Studentin mit fertiger Diplomarbeit (!) behauptete bei einer Nachprüfung einer Veranstaltung des 1. Semesters (!), ein „Word“ auf dem Computer enthalte ca. 65.000 Bit. Als ich sie rauswarf, durfte ich mir ziemlich lange Elegien meiner so genannten Kollegen über ein „Bestehen aus sozialen Gründen“ anhören. Was ich in meiner Zeit als Hochschullehrer an Prüfungsbetrug durch die Kollegen miterlebt habe, dürfte formal genügen 10-15% der Diplome per Verwaltungsgericht einzuziehen. Das Ergebnis dieser Politik kennen wir.

  2. Klage oben: „In Deutschland ist nichts zu bewegen. Ein Hans Werner Sinn rechnet seit 7 Jahren vor, dass EE nicht funktioniert, achgut und TE bringen einen Artikel nach dem anderen, auf EIKE und anderen Blogs schreibt man sich die Finger wund und Prof. Döhler hat vermutlich inzwischen mehr Briefe an alle möglichen Leute geschrieben…“

    Nicht klagen und weinen sondern weitermachen! Möglichst viele Webseiten zu diesen brennenden Angelegenheiten eröffnen und untereinander vernetzen!

    Leider verspielte H. W. Sinn ob dem großen Börsenkrach 2008 beinah jede Glaubwürdigkeit, indem er vorher solche Verfahrensweisen durchaus gut hieß, die dann gewaltig zusammenkrachten. Warnungen davor schlug er in den Wind. TE bringt wie EIKE die Dinge nicht auf den berühmten Punkt, den auch weniger mit der Angelegenheit vertraute Lesende rasch aufgreifen können. Stattdessen: Unmengen langatmige Beiträge! Die langweilen leider, wie auch ‚Achgut‘, wo man meint ‚Nachdenkseiten‘ nacheifern zu müssen, wo gleiche ‚Fehler‘ schier an der Tagesordnung.

    Prof. Döhler sollte besser für das ‚Volk‘ schreiben statt sich sinnlos mit beschränkten Akademikern, Politikern usw. herumzuschlagen. Bei denen ist Hopfen und Malz verloren, weil sie einem neuen Hexenwahn frönen. Und genau das sollte in die Breite gebracht werden. Höfliche Zurückhaltung nützt bei solchen geistigen Missgestalten nichts. Man muss denen (gemeint sind vornehmlich Klimalügner) schroff über den Mund fahren: Sie plappern Schwachsinn! Kohlensauren Schwachsinn! Wo sind die wissenschaftlich haltbaren Beweise? Es gibt keine!

    Darüber wüten diese geistigen Missgestalten zwar, doch verstehen sie dann wenigstens, dass ihnen unnachgiebig harter Widerstand entgegen gesetzt wird. Überzeugen muss unsereins den sprichwörtlichen ‚Otto Normalverbraucher‘, nicht diese Dummschwätzer von Uni, Presse, Funk und Glotze. Auseinandersetzungen mit Leuten wie Anne Will, ‚Dummja Halali‘ (Dunja Hayali) usw. sind völlige Zeitverschwendung. Mit denen redet man einfach nicht. Schlimmeres kann man solchen Gestalten nicht antun, wetten?

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