Deutschland – Bilanz einer Finanzpleite

„Deutschland, das Land, in dem wir gut und gerne leben.“ Wobei mit „wir“ allerdings nicht diejenigen gemeint sind, die „schon länger hier leben“. Für die sieht die Realität änders aus.

Deutschland ist wirtschaftlich erfolgreich. Deutschland ist Exportweltmeister. Um fast 300 Mrd. € übersteigen die Exporte die Importe. Was allerdings im Klartext bedeutet, dass das Geld nicht in der BRD landet, denn dann könnten die Leute sich von dem Geld Sachen kaufen, die woanders produziert werden, und die Bilanz wäre wieder ausgeglichen. Oder man hätte schon alles und könnte ein wenig slow motion machen. Beides läuft nicht. Im Gegenteil haben immer mehr Leute 2 oder mehr Jobs, um über die Runden zu kommen.

Das Geld aus den Exportüberschüssen bleibt nahezu quantitativ im Ausland und wird dort, hauptsächlich aus steuerlichen Gründen, „gewinnbringend“ in maroden Investitionen angelegt. Z.B. in US-Papieren. Die USA haben ein Defizit von 450 Mrd. €, Jahr für Jahr. Das führt dazu, dass es ab und zu kracht. Dann sind Privatinvestoren wieder ruiniert, ein anderer Teil der Verluste wird sozialisiert. Die Bundesbank sitzt inzwischen auf ca. 1 Billion € geplatzter Papiere, wozu allerdings nicht nur US-Papiere, sondern auch die der EU-Genossen gehören. Sie bringen weder Zinsen ein (selbst wenn die Herausgeber wieder zahlungsfähig sein sollten oder der Nullzingssatz der EZB verlassen wird) noch es besteht Aussicht, später auch nur einen Cent des Kapitals selbst zurück zu bekommen. 300 Mrd. €, die in Form von Arbeit aus dem Land wandern, und 1 Billion €, die nicht aus den Büchern gestrichen werden – Deutschland ist ein reiches Land!

Hinzu kommen Forderungen aus der EU über eine Schuldenunion, was deutsche Politiker durch die Lüge, Deutschland würde vom Euro profitieren, zusätzlich befeuern. Laute Rufer sind Frankreich sowie etwas subtiler Italien, weiter befördert durch die durch absolut nichts demokratisch legitimierte, aber sich immer mehr als europäische Regierung aufspielende EU-Kommission. Soll nun das EU-Parlament „gestärkt“ werden, wird es absehbar noch schlimmer. im EU-Parlament ist Deutschland maßlos unterrepräsentiert: im Verhältnis der Wählerzahlen müsste Deutschland alleine im Verhältnis zu Litauen über 300 Abgeordnete ins EU-Parlament schicken, wird jedoch nur durch 83 vertreten. Die meisten EU-Länder warten nur darauf, das sich selbst als reich bezeichnende Deutschland auszuplündern.

Weitere Forderungen werden durch die deutsche wir-sind-an-allem-Schuld-Mentalität befördert, die großzügig Rückgabeforderungen aus Kolonialzeiten bis zurück ins 19. Jahrhundert erfüllt und Entschädigungsforderungen nur noch schwachen Widerstand entgegen setzt. Das setzt Präzedenzfälle, und schon stehen eine Reihe von Staaten in den Startlöchern, dann mit um so mehr Berechtigung Reparationen aus dem 2. Weltkrieg zu fordern. Alleine EU-Staaten haben bislang Forderungen von über 2 Billionen € angemeldet.

Für den Bürger sieht die Bilanz bereits jetzt so aus: bezüglich der Staatsquote liegt Deutschland im Mittelfeld der EU, wobei die Statistiken oft geschönt sind. Bis in den August hinein arbeitet der durchschnittliche Arbeitnehmer inzwischen, bis er den ersten Euro für sich verdient. Beim durchschnittlichen Vermögen belegt das reiche Deutschland einen der hinteren Plätze. Die Deutschen sind im EU-Vergleich, die östlichen Länder einmal ausgeklammert, die ärmsten, die PIG-Staaten eingeschlossen. Dafür hat Deutschland eines der höchsten Renteneintrittsalter, im Gegenzug allerdings auch eines der niedrigsten Rentenniveaus. Die Lohnsteigerungen seit dem Jahr 2000 sind in Deutschland EU-weit am geringsten. Selbst im gebeutelten Frankreich ist die Steigerung mehr als doppelt so hoch, und auch im hoch verschuldeten Griechenland sind die vergleichsweise überzogenen Löhne immer noch nicht auf das deutsche Niveau gefallen. Das hilft den Arbeitslosen natürlich wenig, denn deren Zahl ist in anderen Ländern höher, ändert aber nichts daran, dass man durch Arbeit im Verhältnis nirgendwo so wenig verdient wie in Deutschland (wobei natürlich auch die Lebenshaltungskosten eingerechnet werden müssen, was direkte Vergleiche erschwert).

Aus den Rentenzahlungen fließen trotz des mickrigen Niveaus zusätzlich noch immense Summen aufgrund des Umlagesystems in andere Länder ab. Ca. 1/3 der Wohnungen in Deutschland gehören Pensionsfonds anderer Länder (vorzugsweise USA, Kanada, Australien), die kein Umlage- sondern vernünftiger Weise ein Ansparsystem praktizieren. Statt aus der angesparten Rente zumindest das preiswerte Wohnen im Alter zu finanzieren führen deutsche Rentner aus ihren mageren Einkünften große Beträge zur Finanzierung ausländischer Pensionäre ab.

Zusätzlich findet eine ungeheure und peinlichst verschwiegene Geldverschwendung statt. Alleine 2015 hat eine Dauereinwanderung in die Sozialsysteme stattgefunden, die eine Stadt der Größe von Köln alleine zur Unterbringung erfordert, und in den Folgejahren bis 2018 sind weitere 4-5 Städte der Größe von Kassel notwendig. Hinzu kommen Altlasten integrationsunwilliger, aber bestens versorgter Wirtschaftsflüchtlinge. Fasst man Sozialhilfe, Wohnungshilfen, Verwaltungsaufwand, Sonderaufwand für Anwälte und Dolmetscher (auch in der 3. Generation sind Deutschkenntnisse oft nicht vorhanden) zusammen, dürften Kosten von ca. 25.000 €/Jahr und Kopf wohl nicht fehlkalkuliert sein. Angesichts der Zahlen bedeutet das einen Aufwand von ca. 60-100 Mrd. €/Jahr, die an Leute gehen, die nichts, absolut nichts zur Wertschöpfung beitragen.

Deutschland ein reiches Land? In Verbindung mit der Wirtschafts- und Bildungspleite ist ein totaler Crash eher wahrscheinlich. Man kann jedem, der über etwas Vermögen verfügt, nur raten, eine weitere deutsche Tugend – für später zu sorgen – möglichst schnell zu vergessen und zu leben, bevor der rot-grüne Einheitsstaat alles enteignet.

Ein Gedanke zu „Deutschland – Bilanz einer Finanzpleite

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.