Oh! Fein! Staub!

Was Stickoxide nicht hinbekommen, wird demnächst der Feinstaub übernehmen. Auch da sind ab 2021 oder so die EU-Grenzwerte so niedrig, dass auch die Benziner von der Straße müssen. Nebenbei bemerkt sind die Werte genauso beliebig wie beim Stickoxid. Und nebenbei wird bereits die gleiche unzutreffende Hysteriespirale mit x Hunderttausend Toten in Gang gesetzt.

Feinstaub kann sich in den Lungen und, wenn er vom Epithelgewebe nicht abtransportiert wird, im Gewebe absetzen und unter ungünstigen Bedingungen zu Erkrankungen und Krebs führen. Aber Feinstaub ist nicht gleich Feinstaub. Ein einmaliges Aussetzen in Asbeststaub kann noch nach Jahrzehnten zu schweren Lungenerkrankungen führen und wird sogar als Berufserkrankung mit entsprechenden Leistungen anerkannt. Andererseits inhalieren Raucher in einer Stunde ein Vielfaches dessen an Feinstaub, den ein Nichtraucher in einer Woche einathmet, erkranken jedoch i.d.R. nicht an auf den Aschefeinstaub zurückzuführenden Erkrankungen. An der See oder in Bädern mit Salinen setzen sich Menschen gar Feinstäuben mit hohen Salzgehalten aus, um zu gesunden. Die Sache ist also kompliziert, gemessen wird jedoch nur der Partikelgehalt, also nicht das, was die Luft an Stoffen enthält.

Schaut man sich den Verkehr an, um den es wieder geht, findet man je nach Wetterlage Stäube natürlichen Ursprungs aus der näheren und weiteren Umgebung. Man kann es in Deutschland ohne Weiteres mit Saharastaub zu tun bekommen, wenn das Wetter mitspielt, und auch die Landwirtschaft staubt nicht schlecht. In Städten hat man es mit Staub aus Verwitterungsprozessen der Baumaterialien, Baustaub, Abrieb des Straßenbelages durch Befahren, Abrieb der Reifen aus dem gleichen Grund, Abrieb von Bremsen und schließlich Rückständen aus der Verbrennung in den Motoren zu tun. Zusätzlich pusten natürlich Heizungen und Klimaanlage ihren Teil in die Luft, und wer im Büro viel mit Papier zu tun oder zu Hause Haustiere und Teppiche hat, muss sich um sehr hohe Feinstaubkonzentrationen keine Gedanken machen; sie sind da. Bei hohen Konzentrationen über längere Zeit sind Allergien möglich, beispielsweise Pollenallergie, Hausstauballergie oder Holzstauballergie als anerkannte Berufskrankheit bei Schreinern oder Tischlern. Arbeiter und Handwerker werden tagtäglich höheren Konzentrationen aller möglichen Stäube ausgesetzt, denn die Schutzmasken dienen eher dem Abfangen der Extremspitzen als einer normalen Staubbelastung. Zudem wechselt alles schnell mit Wind und Wetter, wie die Grafiken zeigen.

 

 

 

 

 

 

 

Gemessen wird die Summe über alles, festgesetzt wird ein oberer Grenzwert für diese Summe, und reguliert bis hin zum Fahrverbot wird der Ausstoß von Motoren, obwohl der aufgrund der bereits heute eingesetzten Techniken einen Anteil deutlich kleiner als 5% hat. Da Benziner in der Kategorie vor den Dieseln liegen, ist zu erwarten, dass man nach entsprechenden Klagen der DUH Fahrverbote für Benziner ausspricht, Diesel noch nicht fahren dürfen, da keine technische Umrüstung vorliegt, und somit nur noch E-Autos in die Innenstädte dürfen. Wobei – das ist jetzt schon jedem Fachmann klar – die Werte sinken werden, weil ganz einfach nur wenige E-Autos überhaupt fahren, das E-Auto aber als solchen überhaupt nichts damit zu tun hat, sondern die gleichen Werte auch mit der gleichen Anzahl an Dieseln oder Benzinern gemessen würden, da der Abrieb aus Straßenbelag, Reifen und Bremsen so deutlich über den Motorabgasen liegt, dass deren Anteil im Rauschen verschwindet. Da Unsinn aber weder Grüne noch Gerichte daran hindern, diesen umzusetzen, werden trotzdem irgendwelche Fahrverbote kommen.

Dabei klagen wir mal wieder auf extrem hohen Niveau. Solche Bilder

wie dieses aus Indonesien gibt es bei uns schon seit den 1980er-Jahren nicht mehr, und selbst der Stuttgarter Talkessel, der bei Inversionswetterlagen nicht entlüftet wird und alles an Abgasen ansammelt, also mehr ein Wetter- als ein systematisches Schmutzproblem ist, ist im Vergleich noch relativ harmlos:

Die Panikmacher sollten auch einmal bekannt geben, wo denn die Reise bei einer Lebenserwartung von inzwischen deutlich über 80 Jahren eigentlich hin gehen soll.

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