Ramadan und Fastenzeit

Pünktlich zum Verarschermittwoch hat die christliche Fastenzeit begonnen, begleitet diesmal vom islamischen Fastenmonat Ramadan. Während ersteres konsequent ignoriert wird, weist die woke Landschaft auf die Wichtigkeit des Ramadan hin und dass man die Gefühle der Muslime nicht verletzen solle. Letzteres tatsächlich ein gut gemeinter Rat, den ein Verletzen der Gefühle könnte leicht zu physischen Verletzungen beim Gefühlsverletzer ausarten. Das ist bewusst gewollt, denn der Ramadan ist einer von Mohammeds Tricks zur Radikalisierung seiner Anhänger, und wie die Geschichte lehrt, sogar ein recht erfolgreicher.

Um das zu verstehen, muss man etwas tiefer in die allgemeine religiöse Praxis abtauchen. Etwas despektierlich kann man Religion auch als „professionelle Spinnerei“ bezeichnen. Manche erreichen durch professionelles Spinnen etwas für sich, aber in der Regel geht es um die Ausübung von Macht über andere mit sehr subtilen Methoden: die Machtausübung soll nämlich gar nicht als solche begriffen werden, sondern man folgt dem Guru freiwillig (bis in den Tod).

Mehr oder weniger zu allen Religionen gehört das Brechen von Naturgesetzen in der einen oder anderen Form. Was in der Realität natürlich nie passiert ist und auch nie passieren wird und auch jeweils nur von Einzelnen wahrgenommen wird, nie allgemein. Die Erlebenden schwören allerdings Stein und Bein, tatsächlich (nur als Beispiel) eine fliegende Kuh wahrgenommen zu haben, die eine Arie aus Lohengrin schmetterte. Nun ist es kein Problem, eine Kuh das tatsächlich in der Fantasie machen zu lassen, allerdings käme auch niemand auf die Idee, das Fantasieprodukt als Wunder zu bezeichnen. Fantasie ist nämlich ein bewusster Vorgang und der Fantasierende ist sich dem auch jeweils bewusst, weil er genau diese Vorstellung bewusst hervor ruft. Ins Wundersame schlägt das erst um, wenn aus der Fantasie eine Halluzination wird, als eine Vorstellung, die nicht bewusst hervorgerufen wurde und deshalb Chancen hat, mit der eigentlichen Realität verwechselt zu werden.

Religionen arbeiten bewusst mit Halluzinationen. Das Problem besteht allerdings darin, eine solche hervor zu rufen. Eine Möglichkeit ist die Verwendung von Drogen, die schon im Schamanentum verwendet wurden, allerdings kontrolliert durch die Schamanen selbst, weil unkontrollierter Drogenkonsum schnell in physische Abhängigkeit umschlägt und dann weniger die gewünschten Effekte aufweist. Im religiösen Kontext spricht man oft von „Trennung von Körper und Geist“, und das lässt sich auch auf andere Art erreichen und ist im religiösen Kontext effektiver, da das im allgemeinen unter Anleitung erfolgt und den zum Halluzinieren Angeleiteten direkt an den Anführer bindet.

Der Trick besteht darin, den Körper auf verschiedene Arten zu ermüden, was dieser damit belohnt, dass Endorphine freigesetzt werden, die eigentlich einen Schutzmechanismus darstellen und zu Halluzinationen, also unbewusst und vom der Physis abgetrennten Fantasien führen. Um mal ein paar Methoden aufzuführen:

  • Askese. Durch Nahrungs- oder Flüssigkeitsentzug wird der Körper belastet und wehrt sich schließlich in Form von Halluzinationen. Askese findet sich in vielen Religionen: Christentum, Islam, Hinduismus, … aber auch natürlich, beispielsweise im Rahmen so mancher Fata Morgana.
  • Anstrengung. Durch fortgesetzte Anstrengung wird der Körper an die Grenzen der Belastbarkeit getrieben. Beispiele: rituelle Läufe über 100 km und mehr in alten südamerikanischen Religionen, Teile des Zen-Buddhismus und andere fernöstliche Religionen, Teile des Hinduismus … Kung Fu als Kampfart ist mehr oder weniger nur eine auch für andere Sachen verwendbare Nebenwirkung der ursprünglichen Religionsübungen und nicht etwa primäres Ziel, wenn es unter dem religiösen Aspekt betrieben wird. Man findet die Wirkungen auch im Extremsport, bei dem es aber um persönliche Erfahrung mit dem Endorphinrausch geht und nicht um Beherrschung anderer.
  • Monotonie: auch hier wieder die üblichen Verdächtigen mit langen Perioden des Stillsitzens (teilweise unter verschärften Bedingungen), des Rezitierens immer der gleichen Verse oder stundenlangen monotonen Bewegungen (Gebetsmühle). Eine milde Form ist der in manchen katholischen Gegenden noch verbreitete Brauch des Rosenkranzbetens, der aus mehreren Hundert Wiederholungen immer des gleichen Spruchs besteht.

Das Problem: um mit diesen Mitteln sicher in den Genuss einer Halluzination zu kommen, bedarf es einer Disziplin, die nicht alle haben. Der religiöse Anführer möchte jedoch seine gesamte Gemeinde beherrschen. Psychologisch muss er die Übungen also so konfigurieren, dass sie jeder ohne größere Probleme durchführen kann, dabei aber seiner Anleitung bedarf und der eine oder andere auch in die Nähe von Halluzinationen gerät. Und damit sind wir beim Ramadan.

Das religiöse Fasten erfordert eine Verweigerung der Nahrungsaufnahme und der Flüssigkeitsaufnahme von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Das ist für jeden gesunden Menschen problemlos machbar, insbesondere wenn es in Gemeinschaft erfolgt und man nicht damit alleine gelassen wird. In der halluzinogenen Gegenden führt der Wassermangel. Von Sonnenunter- bis Sonnenaufgang gibt es keine Regeln und ein wesentlicher Teil der Moslems frisst sich nach Sonnenuntergang oft derart voll, dass er nach dem Ende der Fastenzeit ein paar Kilo mehr auf die Waage bringt. Der psychologische Erfolg: man macht es unter Anleitung des Anführers, man macht es gemeinsam (und hält dadurch durch), der eine oder andere gerät in Verzückung und der Anführer wird in seiner spirituellen und auch physischen Führungsrolle bestätigt. Er herrscht nicht durch Gewalt, sondern durch spirituelle Überzeugung.

Mohammed nutzte diesen Trick, um seine Scharen auf die nächste Schlacht vorzubereiten, die sie dann um so kompromissloser antraten, je näher sie an eine Halluzination geraten waren. Verlieren konnten sie ohnehin nicht: gewannen sie die Schlacht, konnten sie sich bei den Frauen und Mädchen der Besiegten nach Belieben bedienen, verloren sie das Leben, waren ihnen 72 Jungfrauen im Paradies gewiss. Wer sich dabei an die Zustände hier und heute erinnert fühlt, dem sollte man das nicht ausreden.