zur Stromerzeugung:
(1) Braunkohle:
- Wirkungsgrad der Kaftwerke ca. 42%.
- Bedarf 0,9 to/MWh.
- Emission ca. 1 to CO2
- Kosten pro MWh (ohne CO2): 70 €/MWh
(2) Steinkohle:
- Wirkungsgrad der Kraftwerke ca. 46%
- Bedarf 0,32 to/MWh
- Emission ca. 750 kg CO2
- Kosten pro MWh (ohne CO2): ca. 100 €/MWh
(3) Gas:
- Wirkungsgrad ca. 60%
- Bedarf ca. 0,12 to/MWh
- Emission ca. 420 kg CO2
- Kosten ca. 90 € / MWh
Braunkohle hat mit Abstand die höchsten Emissionen und wird mit Zusatzkosten von 90 €/MWh beaufschlagt (CO2-Abgabe).
Steinkohle wird mit ca. 70€/MWh beaufschlagt.
Gas wird mit 32 €/MWh beaufschlagt.
Eigentlich wäre Braunkohle die preiswerteste Option, weil sie in D direkt aus der Grube in den Ofen wandert, also keine sonstigen Nebenkosten verursacht.
Gas ist etwa so teuer wie Importkohle. wird aber nur halb so hoch mit CO2 belastet und wird dadurch günstiger.
Die Mogelpackung besteht darin, dass zwar LNG verwendet wird, aber die Daten für Pipelinegas zugrunde gelegt werden. Man tut also so, als wäre LNG Erdgas aus der Pipeline und alles andere drum herum, was vor der Regasifizierung passiert, geht uns nichts an. Macht man eine echte Rechnung auf und berücksichtigt
- Frackingkosten (das meiste Gas kommt derzeit aus den USA und ist Frackinggas)
- Verflüssigungskosten (flüssiges Erdgas hat etwa -162°C).
- Transportverluste (mit dem Tanker über den Ozean; auch bei anderen Quellen wie Katar sind die Wege enorm; lediglich russisches LNG ist günstiger, aber das soll ja verboten werden.
- Aufwand für Regasifizierung und Einspeisung ins Netz
hat LNG trotz günstigerer Wirkungsgrade die gleichen Emissionswerte wie Steinkohle, unter Berücksichtigung der Methanemissionen sogar teilweise mehr.