Polizeibericht aus Berlin

Zu einem gewalttätigen Vorgang liest sich der offizielle berliner Polizeibericht folgendermaßen:

„Ein bislang Unbekannter hat gestern Abend drei Obdachlose auf einem U-Bahnhof in Schöneberg attackiert und verletzt. Derzeit unklar sind die Gründe, die dazu führten, dass der Schläger auf dem Bahnsteig des U-Bahnhofs Yorckstraße gegen 19 Uhr zunächst dem 50-jährigen Mann ins Gesicht trat und seinem 36-jährigen Begleiter mehrmals mit der Faust in das Gesicht schlug. Eine Zeugin teilte der Polizei später mit, dass der Unbekannte im Anschluss einen Gegenstand hervorholte und damit einem weiteren, derzeit noch unbekannten Obdachlosen in das Bein stach. Der Täter flüchtete danach mit einem Begleiter über den Ausgang Yorckstraße/ Bautzener Straße in unbekannte Richtung. “

Formulierungen wie „…einen Gegenstand hervorholte und damit … ins Bein stach“ sind irgendwie faszinierend, oder?

Wenn man etwas weniger Nichtssagendes lesen will, kann man zum Tagesspiegel greifen:

Die Zeugin beschrieb den Täter als etwa 20 bis 25 Jahre alten Araber

Erstaunlich viel Klartext für ein linkes Blättchen. Das geht doch nicht! Politisch korrekter ist da schon der Berliner Kurier:

Der Amoklauf eines Obdachlosenhassers. Mann mit Hipster-Bart schlägt, tritt und sticht auf drei Opfer ein.

Man stelle sich dagegen mal einen Bericht vor, in dem ein mutmaßlich Deutscher im Suff an die Wand des jüdischen Museums gepinkelt hat. Die Täterbeschreibung wäre mindestens drei Seiten lang, um dieses rechtsextremistische und eindeutig antisemitische Schwein zu erwischen. Irgendwie wartet man doch eigentlich auf Meldungen wie: „Polizei nahm deutschen Rechtsextremisten fest, der sich in eindeutig fremdenfeindlicher Weise gegen einen Messerangriff eines Asylbewerbers zur Wehr setzte.“

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