Der Begriff „Verteidigungsministerium“ …

… ist einer der ekelhaftesten politischen Lügenbegriffe, die in Umlauf sind. Selbst die alte Bezeichnung „Kriegsministerium“ ist eine Verharmlosung sonder Gleichen. Eher treffen würden die Bezeichnungen „Ministerium für organisierten Überfall“ oder „Ministerium für organisierten Totschlag“.

Das ist leicht nachzuvollziehen, wenn man sich beispielsweise das DoD der USA anschaut. Seit Ende des 2. Weltkriegs überfallen die Amerikaner eine Nation nach der anderen ohne Kriegserklärung. Manchmal langsam wie in Vietnam, wo „Militärberater“ den schleichenden Kriegseintritt bewerkstelligten, manchmal durch Einmarschieren wie in Afghanistan oder dem Irak, manchmal einfach mit Bombardements aus heiterem Himmel, wie mehrfach in Libyen, Syrien, Serbien und anderswo. Perfide der Trick mit den Militärberatern, die normalerweise als Verbindungsstabsoffiziere zwischen den Armeekommandos aufgestellt werden, vielleicht noch ein paar untere Chargen als Ausbilder. Die USA schicken jedoch i.d.R. komplette Kommandotruppen in Bataillons- oder Regimentsstärke, die in Kämpfe eingreifen und so automatisch verstärkt werden können. Perfide auch der Trick mit so genannten Luftschlägen: gerade in Bürgerkriegsgebieten gibt es, wie der Wortteil „Bürger“ schon sagt, keine Unbeteiligten und festen Fronten, und wer reinbombt, begeht im Grunde vorsätzlichen Mord an Zivilisten. Für die USA nichts Neues: am D-Day starben während der Invasion ca. 10.000 Soldaten auf deutscher und aliierter Seite, aber mindestens 20.000 französische Zivilisten bei den Flächenbombardements der USAAF und der RAF.

Würden die USA die Rechtsgrundsätze, die sie während der nürnberger Siegerjustiz aufgestellt haben, auf sich selbst anwenden, hätte vermutlich fast jeder Präsident seit 1945 samt seines Generalstabs am Galgen geendet. Da sie das nicht tun, mutiert die „gerechte Bestrafung“ der nationalsozialistischen Führung rechtlich schlicht zum „Rachemord“. Im Vergleich mit Hitler kann man diesem zumindest noch halbwegs national-verständliche Gründe unterstellen: immerhin wurden die Deutschen in Polen tatsächlich massiv unterdrückt bis hin zu Pogromen mit tötlichem Ausgang, auch wenn das die Gutpresse heute nicht mehr wahr haben will. Die USA marschieren ohne Verhandlung irgendwo ein, weil die Profiterwartungen von United Fruit oder Exxon nicht erfüllt werden oder Lockheed-Martin irgendwo mit seiner Produktion hin muss. Der Vorstand lässt die Präsidentenmarionette tanzen, und das US-Volk schreit „Hurra“.

Die Europäer sind im Übrigen kaum besser. Die Briten hängen stets am Rockschoß der Amerikaner und Bomben fleißig mit, und selbst den Fanzosen passt das hin und wieder in der Kram wie in Libyen. In Deutschland wird der Krieg hinter Lügenfloskeln versteckt: die Armee kämpft in Afghanistan für die deutsche Demokratie, und es ist eine geschützte zivile Friedensmission. Eine Friedensmission, bei der ausschließlich Militärs das Sagen haben? Es ist Krieg, und jeder weiß dass. Aber um der Verschleierung willen müssen die Soldaten zusätzlich verarscht werden. Sie ziehen in den Krieg und stehen unter Zivilrecht. Wenn sie bei der Verteidigung einen Schuss abgeben, stehen sie vor deutschen Zivilgerichten, nicht vor Militärgerichten. Wie pervers kann man als deutscher Politiker eigenlich sein?

Natürlich ist immer alles rechtlich abgesegnet durch einen Scheisshaufen namens UNO. Die USA will Krieg. Hat jemand Einwände? Nein? Ok, los geht’s! Die Betroffenen haben dabei keine Mitsprache. Die UNO dient nur der Absicherung, dass eine andere starke Nation wie etwa Russland oder China sich nicht einmischen und die Kosten zu hoch treiben. Und selbst dann: wenn die Kosten beherrschbar scheinen, schreckt das „westliche Wertegemeinschaft“ nicht ab, wieder über jemanden herzufallen. Schließlich muss die Wirtschaft laufen, sprich der Amerikaner muss verbrauchen. Nur dass er das, was er verbraucht, gar nicht selbst schafft, sondern seit Jahrzehnten andere Völker ausplündern muss, um den Standard beizubehalten. Lassen sich die anderen nicht so leicht ausplündern, springt das Verteidigungsministerium ein und schickt ein paar Bomber oder Marodeure hin. Und schon tritt der „Verteidigungsfall“ ein, und die Wirtschaft läuft wieder, und wenn es nur die Sargindustrie ist.

 

Ein Gedanke zu „Der Begriff „Verteidigungsministerium“ …

  1. Ich dachte die Bundeswehr schickte harmlose Aufklärungstornados nach Syrien.
    Damit die Invasion der nicht indentifizierbaren Mobiltelefoninvasoren gerechtfertigt werden kann.
    Für unsere Verhältnisse wohl typisch.

    80% zu uns und 20% zur Abschreckung für Resteuropa, so Merkels These.

    Für unsere Verhältnisse wohl typisch.

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