Es gibt inzwischen mehrere dokumentierte Fälle in den baltischen Staaten (Lettland, Estland und Litauen), in denen Personen – oft ethnische Russen oder russischsprachige Aktivisten – zu Haftstrafen verurteilt wurden, weil sie sich für die Rechte russischer Minderheiten einsetzten. Diese Verurteilungen werden häufig unter dem Vorwand „prorussischer Aktivitäten“, „Anstiftung zu ethnischem Hass“ oder „Unterstützung eines fremden Staates“ (meist Russland) begründet. Die russischen Minderheiten in diesen Ländern machen etwa 25-30 % der Bevölkerung aus und berichten von Diskriminierung in Bereichen wie Sprache, Bildung und Staatsbürgerschaft, was durch Sprachgesetze verstärkt wird, die Lettisch, Estnisch oder Litauisch als alleinige Amtssprache vorschreiben und Russisch einschränken.
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