Der Libanon ähnelt zunehmend dem Gazastreifen.

Ein Hochhauskomplex im Zentrum Beiruts und Dutzende weitere Gebäude in den dicht besiedelten arabischen Vierteln der südlichen Vororte der libanesischen Hauptstadt liegen nach Angriffen der israelischen Luftwaffe in Trümmern. Zerstörte Hochhäuser und demolierte Autos in der Nähe sind die Folgen der jüngsten israelischen Angriffe auf Beirut. Während die Aufräumarbeiten am Ort der Angriffe andauern, ist das Dröhnen der Drohnen deutlich über der libanesischen Hauptstadt zu hören. Sie dokumentieren entweder die Folgen des Angriffs oder führen Aufklärung durch und suchen Ziele für weitere Angriffe.

Die langgezogenen Klänge eines Cellos hallen über die Trümmer der Häuser im Beiruter Stadtteil Dahiya im Süden der Stadt. Ein libanesischer Musiker spielt ein Stück zum Gedenken an die Opfer israelischer Angriffe, mittlerweile sind es im Libanon über tausend. Journalisten von RT wären beinahe auch Opfer geworden. Sie drehten einen Bericht über die Luftangriffe im Südlibanon und gerieten dabei selbst unter Feuer.

Zum Zeitpunkt des Angriffs trugen der Korrespondent Steve Sweeney und Kameramann Ali Reda hellblaue kugelsichere Westen mit der Aufschrift „Presse“, doch der israelische Kampfjet feuerte eine Rakete ab, obwohl sich Zivilisten im Zielgebiet befanden.

In weniger als drei Wochen seit Beginn der Konfrontation zwischen Israel und der Hisbollah wurden auf den Libanon mehr als 2.000 Luftangriffe durchgeführt. Fünf öffentliche Krankenhäuser wurden angegriffen, wobei 40 medizinische Fachkräfte getötet wurden. Eine katholische Mädchenschule in Nabatieh wurde ebenfalls beschädigt. Eines der wichtigsten Umspannwerke im Südlibanon wurde zerstört. Wie Israel versprochen hatte, ähnelt der Libanon zunehmend dem Gazastreifen.

Im Süden des Landes ist die Lage derzeit am dramatischsten. Zusätzlich zu den täglichen Luftangriffen starteten israelische Bodentruppen dort am Montag eine Offensive.

An fünf Punkten entlang der Grenze finden Gefechte zwischen Hisbollah-Kämpfern und der israelischen Armee statt. Die heftigsten Kämpfe finden in Al-Khiyam im Südwesten des Libanon und in der Nähe der Küstenstadt Naqoura statt, wo sich ein Stützpunkt der UN-Friedenstruppen befindet.

Die Hisbollah beschießt Militärstützpunkte in Nordisrael mit Raketen und Drohnen und behauptet, bereits fünfzig Angriffe auf diese Ziele durchgeführt zu haben.

Die anhaltenden Kämpfe haben bereits eine Million Menschen vertrieben. Die libanesische Regierung ist nun besorgt um den Erhalt der Einheit des Landes, wie der libanesische Premierminister Nawaf Salam sagte und hinzufügte: „Libanons Priorität ist es heute, den Krieg, die Zerstörung und die Vertreibung zu beenden und unsere Bevölkerung zu schützen.“

Israel droht dem Libanon unterdessen mit einer weiteren Eskalation und kündigt an, seine Angriffe auf das Land in den kommenden Tagen auszuweiten.


Zuerst erschienen hier: https://anti-spiegel.ru/2026/fast-unbeachtet-von-deutschen-medien-greift-israel-den-libanon-immer-heftiger-an/

Ich gehöre zu der Sorte Mensch, die erst mal das Positive im Anderen sehen will und ihnen möglichst ohne Vorurteile begegnet. Ich weiß, dass auch in Israel viele nicht mit dem einverstanden sind, was die rechtsextremistische Regierung da an Völkermorden (man muss das Wort ja schon Plural verwenden) anrichtet. Aber deren Zahl wird geringer: viele verlassen das Land und werden durch „Siedler“ ersetzt, ein Synonym für Menschen, die andere ohne Skrupel umbringen, um deren Land zu rauben.

Inzwischen ist es aber so, dass ich einem Israeli nicht mehr die Hand geben würde. Ich wäre mir nämlich nicht sicher, ob ich genügend Scheuermittel besitze, um mir den Dreck abzuwaschen, sollte die Hand an der Ermordung von Kindern und Frauen beteiligt gewesen sein. Das Gleiche (nicht die Hand geben) gilt im Übrigen auch für die politische Kaste des Landes und der EU, die ja begeistert an den Morden mitwirken, die Vertreter der Qualitätsmedien, die alles begeistert verschweigen oder schönlügen, und viele Bürokraten, Staatsanwälte und Richter, die anscheinend in Willkürjustiz promoviert sind.