VW = Volksverarschung-Wagen

VW geht es schlecht. Nicht, weil man falsche Entscheidungen im Management getroffen hätte. Nein! Die Entscheidungen waren goldrichtig. Die falschen Entscheidungen wurden an anderer Stelle getroffen. Insbesonder bei den Autofahrern, die sich weiterhin weigern, die Genialität der E-Mobilität ohne Strom und Ladesäulen anzuerkennen und lieber Benziner oder Diesel fahren – wenn sie es sich überhaupt leisten können.

Folglich schreibt VW Verluste. Fabriken werden stillgelegt, Mitarbeiter entlassen (Wolfsburg hat noch nie so viele Arbeitslose zu verzeichnen gehabt) und Mitarbeiterprämien – seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der Lohnstruktur – werden auf Jahre hinweg gestrichen. Das Unternehmen muss sparen.

Andererseit: Verluste sind eigentlich nur Ausdruck einer dilettantischen Buchhaltung. Bei einer kreativen Buchhaltung passiert das nicht. Und so hat sich die Buchhaltung besonnen und aus dem Verlust einen Gewinn von sechs Milliarden Euro heraus gerechnet. Tatsächlich: 6.000.000.000 € Gewinn zusätzlich dank kreativer Buchhaltung.

Nicht, dass es dem Unternehmen dadurch auch nur einen Deut besser ginge. Oder den Mitarbeitern. Die müssen weiterhin verzichten und bangen, dass sie nicht gefeuert werden. Aber dafür geht es dem Vorstand, der immer die richtigen Entscheidungen getroffen hat, deutlich besser. Da der kreative Gewinnnachweis gerade rechtzeitig kam, werden nun pro Vorstandsmitglied bis zu 1,75 Mio € als Bonus gezahlt. Vermutlich ein Bonus für einen erfolgreichen Betrug der Mitarbeiter. Wirtschaftlich passt das, denn ein Großteil von VW gehört dem Staat, und da ist so ein Betrug eher ein Befähigungsnachweis als eine kriminelle Handlung.