Aller guten Dinge sind Drei. In diesem Fall allerdings aller schlechten Dinge. Auch diese Parole gehört zum israelischen Wahlkampf. Frei übersetzt so harmlos wie möglich:
„Keine Gutmenschen / Schöngeister mehr“
Damit wird dem israelische Justizsystem und der Armeeführung unterstellt, dass Generäle und Richter durch das Völkerrecht „gehemmt“ seien und man „die Handschuhe ausziehen“ müsse, um ohne Rücksicht auf zivile Opfer oder internationales Recht durchzugreifen. Als ob Israel das nicht seit je her so gemacht hat.
Beispielsweise wurde eine Flotte internationaler Aktivisten, die humanitäre Hilfgüter nach Gaza bringen wollten, in internationalen Gewässern, möglicherweise sogar in Hoheitsgewässern eines EU-Landes, von der israelischen Marine aufgebracht (nach interationalem Recht: Seeräuberei), nach Israel verbracht (nach internationalem Recht: Entführung) und die Schiffe (zumindest teilweise) beschlagnahmt (nach internationalem Recht: Diebstahl) und die Entführten gefoltert (wenn auch vergleichsweise Milde) und speziell durch eine Gestalt Ben Gvir persönlich und vor laufender Kamera ihrer Menschenwürde beraubt (nach internationalem Recht: schwere Vergehen gegen das Völkerrecht).
Beschwert hat sich übrigens keiner der Herkunftsstaaten der israelischen Opfer.
Ich habe bewusst das Beispiel genommen, weil hier brutale Bombenangriff auf Zivilisten nicht als „Selbstverteidigung“ getarnt werden können.
Es sollte sich jeder mal Gedanken darüber machen, was die Regierung als Staatsräson ausgibt.