Deutschland kann noch nicht mal Rüstung

Welche Firma ist DAS Unternehmen des Jahrtausends? Das als einziges Unternehmen riesige Wachstumszahlen hat und ganze Automobilfabriken für seine Produktion aufkauft? Na? Na? – Richtig ! Rheinmetall ! Wenn Deutschland schon sonst nichts kann, dann wenigstens Panzer bauen.

Die Auftragsbestände liegen bei über 80 Mrd. €. Ein gutes Argument für Investoren. Die Aktie lag in ihrem Höhenflug bei fast 2000 €. Ja, richtig gelesen, Präteritum, „lag“, und zwar vor etwa weniger als einem Jahr. Inzwischen hat sich der Kurs trotz des erklärten Ziels der Bundesregierung, die Bundeswehr mittels Sondervermögen ohne Ende so aufzurüsten, dass selbst Dschinghis Khan die Waffen streckt, mehr oder weniger halbiert.

Der Grund ist einfach. Rüstungsgüter von heute sind der Schrott von morgen, da ihr einziger Sinn in der Zerstörung liegt. Die bahnbrechende Erkenntnis im Rheinmetall-Management: wenn wir ohnehin Schrott produzieren, dann doch besser gleich ab Werk. Dann ist der Profit noch größer. Als Dienstleistung könnte man zusätzlich anbieten, den Schrott gleich zur Verwertung zu fahren und dem Kunden (der Bummelwehr) die Umstände ersparen. Angepeilt waren aufgrund dieser innovativen Kreativität Aktienkurse um 4000 €.

Dummerweise hat CEO Pappkopferger die Rechnung ohne die Bummelwehr gemacht. Die wollten doch tatsächlich funktionierendes Gerät sehen. Wodurch sich zwei größere Rüstungsaufträge, die bereits Ende 2025 ausgeliefert werden sollten, um mindestens elf Monate verzögern, weil man zunächst den Schrott entschrotten muss:

(1) „Gründe für Verzögerungen: ungenügende Reife und Qualität„, zitiert aus einem entsprechenden Aktenvermerk des Beschaffungsamtes der Bundeswehr zu der Beschaffung von 123 Radpanzern des Typs „Schwerer Waffenträger Infanterie“ für insgesamt 2,7 Milliarden Euro.

(2) Der Flakpanzer Skyranger 30 sollte Mitte 2026 geliefert werden, wird voraussichtlich aber erst ab Mitte 2027 geliefert. Ob das Luftabwehrgeschütz dann auch die Erwartungen erfüllt, ist noch nicht klar. Auch hier gibt es einen entsprechenden Vermerk des Beschaffungsamtes: „Die Performance des Auftragnehmers ist stark verbesserungswürdig.

(3) Schutzwesten, die 2017 an die Polizei Berlin geliefert wurden und für die eine Garantie von zehn Jahren gegeben wurde, hatten bei Beschusstests versagt. Sprich, sie wurden durchlöchert. Die betroffenen Keramikplatten gehören zur Schutzklasse vier, sollen also auch Beschuss durch Sturmgewehre auffangen können. Sie wiegen zwei bis drei Kilogramm und werden nur dann in die Schutzweste gesteckt, wenn entsprechende Angriffe befürchtet werden (die mutmaßlich noch nicht stattgefunden haben). Die vorhandenen 5.200 Platten wurden eingezogen. Das Land Berlin hat 2.000 neue Platten für 1,2 Millionen Euro bestellt, will aber die Verluste ersetzt bekommen.

Rheinmetall wird am 5. November seine nächsten Quartalszahlen veröffentlichen. Die oben erwähnten Meldungen könnten, sollte es Hinweise auf weitere Probleme geben, die Bewertung des Rüstungsunternehmens weiter beeinträchtigen. Immerhin wurden im Rahmen der betriebenen Aufrüstung nach den oben erwähnten Aufträgen noch weit größere Aufträge vergeben. Die bereits bekannten Verzögerungen dürften Zweifel daran wecken, ob Rheinmetall überhaupt imstande ist, die Menge an zusätzlichen Aufträgen zu bewältigen. Börse Online, das über diese Vorfälle berichtete, kommentiert: „Börse Online rät bei den Aktien von Rheinmetall aktuell nicht zum Kauf.“ Das war am 20. August.

Den übrigen Rüstungskonzernen ging es nicht besser – auch Renk, Hensoldt und TKMS gaben nach. Denn auch bei ihnen wird mit Verzögerungen gerechnet.

In wenigen Jahren will die Deutsche Bundesregierung die Bundeswehr in Russland einmarschieren lassen. Aktuell wird die Leipziger Drohnenfarce (hier das Modell, dass nach Angaben des MAD non-stop aus Perm/Ural bis nach Leipzig geflogen ist, um den Angriff durchzuführen) und das Waffendepot (2 Walther P22 Schreckschusspistolen auf Selbstfahrlafette) zu einen russischen Angriff auf Deutschland aufgeblasen. Konkrete Beweise benennt die Regierung dafür nicht; es handele sich vielmehr um das Ergebnis einer Gesamtbetrachtung, so der Innenminister. Deutsche Geheimdienste würden „schon länger“ hybride Aktionen gegen die Unterstützung der Ukraine beobachten. Im Leipziger Fall würden „Drohnenkonfiguration, diverse Bauteile, Sprengstoff und Zündtechnik“ verwendet, die „aus anderen hybriden Operationen Russlands und dessen Krieg gegen die Ukraine“ bekannt seien. Die Drohne und die Planung bezeichnete Innenminister Dobrindt als „professionell“, während er die abschließende Tatausführung „Low-Level-Agenten“ zuordnete.

Die Bundesregierung habe daher eine Reaktion beschlossen, die Dobrindt als „verhältnismäßig“ bezeichnete. Außenminister Wadephul verkündete daraufhin die Kernpunkte der beschlossenen Maßnahmen: Unter anderem wird das einzige noch außerhalb Berlins verbliebene Generalkonsulat der Russischen Föderation in Bonn zum 18. September geschlossen und das Russische Haus der Kultur und der Wissenschaften in Berlin gekündigt. Das Haus selbst gehört der russischen Föderation, das Grundstück dafür durch einen langfristigen Pachtvertrag gesichert.

Es ist zur Zeit völlig unklar, wie lächerlich sich Clownsnummer aus intellektueller Sicht noch entwickelt. Klar ist lediglich, dass der Einmarsch mit nicht vorhandenen Soldaten erfolgen wird, die die Russen mit nicht vorhandenen oder nicht funktionierenden Waffen überrennen werden.


Noch eine Kostprobe gefällig? Am 1. Juli 2026 in Deutschland waren 170.667 Fahndungen zu offenen Haftbefehlen erfasst. Insgesamt sucht die Polizei nach 148.311 Menschen – die Differenz erklärt sich dadurch, dass gegen einzelne Personen oft mehrere Verfahren parallel laufen. Dazu berichtet ein Strafverteidiger „Ich habe viele Mandanten erlebt, die ihre Flucht vor einem offenen Haftbefehl durch fortlaufende Bezüge von Bürgergeld, heute Grundsicherung, – teils über Jahre – finanziert haben. Das ist in meinen Augen grotesk: Einerseits möchte der Staat einen Haftbefehl vollstrecken, andererseits finanziert genau er die Flucht. Symbolisch gesprochen ist das in meinen Augen ,Beihilfe zur Flucht’“. Konkreter Fall: „Ich hatte kürzlich einen Mandanten in der Kanzlei, der seit 2022, also mittlerweile seit vier Jahren, wegen eines offenen Haftbefehls vom Staat gesucht wird. Tatsächlich kassiert diese Person Monat für Monat Bürgergeld und macht sich selbst schon darüber lustig, wie „blind“ der Staat ist. Der Mandant erzählte mir, dass er anfangs nur telefonisch mit dem Jobcenter in Kontakt getreten sei. Auch zum Geldabheben am Bankautomaten habe er wegen der Kameraüberwachung zunächst einen Freund geschickt, weil er Sorge hatte, verhaftet zu werden. Seit Jahren trifft er diese Sicherheitsvorkehrungen nicht mehr. Nach eigenen Worten lacht er sich innerlich schlapp, dass ihn weder Jobcenter noch Bank auf dem Schirm haben.

Grund ist anscheinend der Datenschutz, der es der Polizei verunmöglicht, anderen Behörden die Haftbefehle zur Kenntnis zu bringen. Man wartet halt darauf, dass einem ein Gesuchter zufällig bei einer Verkehrskontrolle ins Netz geht.

Um mit Pipi Langstrumpf zu sprechen: selbst der Negerkönig von Taka-Tuka-Land lacht sich inzwischen schlapp über das Deutsche Wunderland der völlig abgehobenen Verblödung.