Das Messer

Die Messerstechereien ebben nicht ab. In der Qualitätspresse ist fast nichts zu finden, und wenn doch, muss man den Bericht lesen wie ein Arbeitszeugnis. Keine Angabe zum Täter bedeutet Asylant, Täter mit deutschem Pass südländischer Neubürger, deutschstämmig tatsächlich mal einen mit einem Vornamen wir Michael, und dazwischen gibt es noch ein paar Formulierungen, bei denen man raten kann.

In alternativen Medien findet man natürlich um so mehr, und obwohl man manchmal auf die Idee kommen könnte, Ausländer hätten einen Totschlag frei, sind die Gefängnisse verhältnismäßig gut gefüllt. Nun wollen die Innenminister etwas dagegen tun!

Das Mitführen von Waffen=Messern in der Öffentlichkeit soll weitgehend verboten werden.

Das ist mal wieder größtmöglicher Blödsinn. Messer sind in erster Linie Werkzeuge. Das merkte auch ein AfD-MdB an, der am Eingang des Bummeltags ein Taschenmesser aus der Tasche zog, was die linken Esel im Parlament allerdings nicht hinderte, ein großes Gezeter wegen des Mitführens einer Waffe zu veranstalten. Natürlich können Messer auch als Waffe verwendet werden, aber das ist mit der Person verknüpft, die das Messer in der Hand hat, nicht mit einem Messer als Werkzeug. Genauso kann man einen Regenschirm oder einen Schraubendreher als gefährliche Waffe einsetzen. Wenn man ein richtig ekliges Blutbad anrichten will, kann man auch zum Teppichmesser greifen. Das wird aber kaum als Waffe angesehen. Geht es um eine Auseinandersetzung, ist man mit einem Schlagstock oft besser bedient als mit einem Messer, ein wenig Übung vorausgesetzt. Ein Verbot würde also ein Werkzeug betreffen, aber eigentlich den Träger meinen.

Wenn man sich den handelsüblichen Trägerkreis, der Messer als Waffe einsetzt, anschaut, interessiert den irgendein Verbot ohnehin nicht. Schusswaffen sind bei Ausländern trotz Verbot sehr beliebt, wenn auch vielleicht nicht gerade bei Asylanten, die zu wenig Möglichkeiten haben, in den Besitz einer Wumme zu kommen. Kommt ein solches Messerverbot, finden sich möglicherweise sogar Polizisten, die vielleicht eine deutsche Oma oder einen deutschen Jugendlichen filzen würden, aber mit ziemlicher Sicherheit keiner, der einen Südländer auffordert, die Taschen zu leeren. Dabei würde das Messer zwar auftauchen, aber der Beamte müsste auch hoffen, dass es in der Schutzweste hängen bleibt und nicht woanders ins Weiche trifft. Was natürlich geht, ist denjenigen hops zu nehmen, der im Park eben mal seinen Apfel schält. Angriff mit gefährlichem Schneidwerkzeug auf Insektenlarve.

Neue Gesetze sind auch nicht notwendig. Wenn etwa beim tödlichen Messerangriff in Chemnitz herauskommt, dass der Messerstecher schon vorher jemanden mit dem Messer bedroht und verletzt, die Polizei aber lediglich einen Platzverweis erteilt hat, ohne das Messer einzukassieren, ist das eindeutiges Behördenversagen. Aber vielleicht kannten die Polizisten ja auch den örtlichen Staatsanwalt. Von denen gibt es anscheinend auch nicht wenige, die im Zweifelsfall eher die Polizei belangen als die eigentlichen Straftäter. Und Richter, die nach Vorfällen mit mehreren Verletzten lediglich Bewährungsstrafen verhängen oder gar einen Todschlagsfall einstellen, weil die Gerichtsferien vor der Strafverfolgung rangieren, feuern nicht nur die ausländischen Täter an sondern verspielen auch das letzte Ansehen der Justiz bei den Bürgern.

Letztlich wird mal wieder die gesamte Härte des Gesetzes aufgeboten- gegen die Opfer.

5 Gedanken zu „Das Messer

  1. Ich durfte eine Kampfkunst erlernen, die „biomechanisches Schneiden“ gegen einen Messerkämpfer einsetzt.
    Die angreifenden Körperteile werden zerschnitten/funktionsunfähig gemacht; vitale Ziele am Hals/Torso werden nicht angegriffen.
    Obwohl die Verteidigung mit einem Messer aufgrund etwaiger Verletzungen und des juristischen Nachspiels riskant ist, finde ich sie sehr effektiv und abschreckend für den Gegner.
    Ein (Teleskop)Schlagstock würde sich in der Hand eines geübten Anwenders auch zur Abwehr eignen, gilt aber als Hiebwaffe und unterliegt damit dem Verbot des Führens nach § 42a WaffG.
    Nach § 42a WaffG ist es verboten, Hieb- und Stoßwaffen und Messer mit einhändig feststellbarer Klinge (Einhandmesser) oder feststehende Messer mit einer Klingenlänge über 12 cm zu führen.
    Ein Verstoß führt hier zur Beschlagnahmung (Sicherstellung) des Messers und zu einer Geldbuße (Ordnungswidrigkeit nach § 53 WaffG).
    Auch ein Führen von Waffen bei öffentlichen Veranstaltungen ist verboten (§ 42 WaffG).
    § 42 WaffG stellt auf den Waffenbegriff des § 1 Abs. 2 WaffG ab.
    Das sind tragbare Gegenstände,
    – die ihrem Wesen nach dazu bestimmt sind, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen zu beseitigen oder herabzusetzen, insbesondere Hieb- und Stoßwaffen;
    – die, ohne dazu bestimmt zu sein, insbesondere wegen ihrer Beschaffenheit, Handhabung oder Wirkungsweise geeignet sind, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen zu beseitigen oder herabzusetzen, und die in diesem Gesetz genannt sind.
    Es kommt also auf die Bestimmung des Messers an.
    So sind Küchenmesser und Taschenmesser nicht dazu bestimmt, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen zu beseitigen oder herabzusetzen.
    Auch ein Wurfmesser ist erstmal ein Sportgerät. Es ist zudem gut ausbalanciert und als Integralmesser stabil (typische Agentenwaffe).
    Fazit: Es wäre legal, z.B. ein Küchenmesser mit einer Klingenlänge unter 120 mm in der Öffentlichkeit zu führen.
    Natürlich kann ein Hausrechtsinhaber in seinem Herrschaftsbereich das Führen von nach dem WaffG „erlaubten“ Messern untersagen.
    Vorsicht: Bei der Verteidigung mit einem nach dem WaffG „erlaubten Messer“ kann es zu einer Strafbarkeit wegen gefährlicher Körperverletzung nach § 224 StGB kommen,
    wenn die Körperverletzung mittels einer Waffe oder eines anderen gefährlichen Werkzeugs begangen wurde.
    Sogar ein fester Schuh am Fuß des Täters kann ein Werkzeug sein, solange der Tritt heftig genug (vgl. dazu BGH NStZ 1999, 616 f.)
    Also auch wenn man weder Messer noch Schlagstock mit sich führt und sich „nur“ mit einem Aluminiumkugelschreiber wehrt, könnte es zu einer solchen Anzeige kommen.
    Was also tun? Die andere Wange hinhalten und hoffen dass der Angreifer einen verschont?

    1. Die Eingangsbemerkung ist völlig korrekt. Die meisten werden bei einem Kampfeinsatz mit Messern versuchen, den Körper zu treffen. Dazu muss man aber nahe heran kommen und setzt sich selbst der Gefahr eines Konters aus. Viel effektiver sind Angriffe auf die Extremitäten. 1-2 Schnitte schalten einen Arm oder ein Bein in den meisten Fällen komplett aus. Dazu eignet sich auch ein Teppichmesser hervorragend, weil es durch den kleinen Hebel sehr kraftvoll geführt werden kann. Das Gleiche gilt für Schläge (Ziel: Gelenke oder Muskeln). Beim Schlagstock ist es mehr oder weniger egal, wo man trifft. Wesentlich ist eine Impulsschlagtechnik, d.h. es kommt nicht auf die Kraft, sondern auf die Geschwindigkeit an. Bei einem Schnapper aus dem Handgelenk ist das Gewebe am Aufschlagspunkt eines Schlagstocks definitiv zerstört.
      Messer leiten sich gewissermaßen vom Faustkeil ab, und das waren definitiv Werkzeuge. Das ist auch heute noch so. Die verbotenen Einhandmesser sind beispielsweise für Rettungskräfte unabdingbar, wenn sie mit der einen Hand einen Verletzen stabilisieren und mit der anderen irgendetwas durchschneiden müssen. Das gilt auch für andere Berufe und Messertypen. Diese irrsinnigen Gesetze sorgen dafür, dass der eine oder anderen auf dem Weg zur Arbeit festgenommen wird, weil er sein Handwerkszeug dabei hat.
      Messereinsatz ist in der Regel asymmetrisch, d.h. einer hat eins und der andere nicht. Waffengleichheit verhindert so manchen Kampf (zentrale Doktrin der Landesverteidigung). Verbote, an die sich der eine hält, der andere nicht, machen die Lage eher noch schlimmer. Darüber gibt es für den Schusswaffenbereich ausgedehnte Untersuchungen. Kann man im Netz finden; einer der Autoren solcher Studien heißt zwar ausgerechnet Mauser, wird aber wohl nichts mit der Waffenfirma zu tun haben.
      Zu den Schlussbemerkungen kann ich nur sagen: 1. Regel: solchen Situationen aus dem Weg gehen, d.h. sich nicht einmischen und ggf. weglaufen. 2. Regel: falls das nichts nützt, nicht abwarten, sondern als erster zuschlagen. Davon ausgehen, dass der andere besser, stärker und schneller ist (wird meist zutreffen) und nur durch Überraschung besiegt werden kann. So (lange) zuschlagen, bis der andere definitiv kampfunfähig ist. Das ist wichtig für die 3. Regel: so schnell wie möglich weglaufen und bloß nicht auf die Polizei warten. Der Staat ist immer der Feind, immer. Und der andere soll einem ja auch nicht mehr hinterher laufen können.

      1. Der Blogbetreiber hat recht – eine gelungene Flucht ist natürlich besser als etwaige Verletzungen und juristischer Ärger.
        Mit bloßen Händen kann niemand ein Messer abwehren – keine Chance, wenn der Angreifer auch nur rudimentäre Kenntnisse im Messerkampf hat!
        Polizisten brauchen im Mittel 1,5 Sekunden, um die Waffe zu ziehen und erste, ungezielte Schüsse abzugeben.
        Ein Angreifer kann in dieser Zeit rund sieben Meter Distanz überwinden und ein, zwei Mal zustechen, bevor die Pistolenkugeln wirken.

        Was aber ist, wenn man nicht mehr weglaufen kann? Nicht jeder weiß, dass Gewalt keine Lösung ist. Daher noch einige Anmerkungen/Ergänzungen:

        Einige Drills aus dem CSSD/SC System von Bram Frank (er hat die israelische Grenzpolizei darin geschult):
        https://www.youtube.com/watch?v=k7aZtYSW3og

        Ein handliches EDC-Messer, das hervorragend in der Hand liegt und sich durch seine „bauchige Klinge“ auch zur (Schneide)Verteidigung eignet:
        https://www.amazon.de/Columbia-River-Knife-Tool-2387/dp/B003L6DDHW/ref=cts_sp_4_vtp

        Im Bereich der Frauenselbstverteidigung halte ich ein kleines, scharfes Messer für den ultimativen Equalizer, das schon beim Aufblitzen der Klinge demoralisieren kann.
        Denn nicht immer trifft der von „Experten“ empfohlene Tritt ins Gemächt; auch ist der Zugriff auf Hals und Augen nicht immer gegeben.
        So ein kleines Messerchen zerschneidet sehr wirksam Sehnen, auch wenn der Angreifer alkoholisiert oder berauscht ist. Kein lebensgefährlicher Kehlkopfschlag mehr nötig.
        Es bleibt zu hoffen, dass eine solch nichttödliche Messerverteidigung für ein zartgebautes Vergewaltigungsopfer strafrechtlich glimpflich ausgeht.

        Aufgrund der unsinnigen waffenrechtlichen Regelungen würde ich mich eines stabilen Kugelschreibers und/oder einer kleinen Aluminiumtaschenlampe bedienen.
        Securitypersonal hat übrigens schon immer Aluminiumtaschenlampen eingesetzt (zuerst blenden und dann mit der Lampe zuschlagen).

        Obwohl Tactical Pens vermutlich als Kubotan eingestuft werden, könnte die militärisch-martialische Bezeichnung einige übereifrige Juristen dazu ermuntern, auch hier eine (bestimmungsgemäße) Waffeneigenschaft zu bejahen.

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