Deutschland – Bilanz eines Wirtschaftsverfalls

„Made in Germany“ war einmal ein Versuch der britischen Wirtschaft, Verbraucher vor „billigen und minderwertigen deutschen Produkten“ zu warnen. Der Schuss ging nach hinten los, wie man weiß, denn deutsche Produkte waren nicht nur preiswerter, sondern qualitativ wesentlich besser als die heimische Produktion. „Made in China“ genoss einmal den gleichen Ruf – und inzwischen beherrschen chinesische Produkte den Markt, während in der deutschen Wirtschaft buchstäblich die Made drinsitzt. Schauen wir einmal auf Details:

  • Deutschland war einmal der führende Anbieter von Bergbau- und Fördertechnik. Gerade die problematischen Förderbedingungen führten zu technisch sehr fortschrittlichen Maschinen. Inzwischen ist der Bergbau bis auf Reste still gelegt, der Maschinenbau wurde großenteils bereits vor 25 Jahren an japanische Unternehmen verkauft. Bis auf einzelne Unternehmen (z.B. Liebherr) ist das Know-How aus Deutschland verschwunden.
  • Die Stahlindustrie gehörte zu den modernsten der Welt, wurde aber im Rahmen der damaligen EG zu Gunsten veralteter französischer und belgischer Produzenten beschränkt, bis schließlich die Ostasiaten das Ruder übernahmen. Die Unternehmen fusioniert und schlossen reihenweise Betriebe. Mit Thyssen-Krupp, die nun mit dem indischen Produzenten Tata fusionierten und den Geschäftssitz in die Niederlande verlegen, droht dem letzten Standort das Aus. Auch dieses Know-How wird in Deutschland nicht gepflegt.
  • In der modernen Mikro-Elektronik und Computertechnik war ohnehin wenig los, Rest bereits vor mehr als 10 Jahren aufgegeben. Siemens und Bosch bauen noch ein wenig Industrie-Elektronik, SAP ist als einziger wirklicher Global-Player bei der Software zu nennen. Die wirkliche Innovation läuft woanders. Know-How gibt es hier, von wenigen Ausnahmen abgesehen, nicht.
  • Die deutsche Kerntechnik gehörte zum Besten, was man auf der Welt bekommen konnte. Die AKW sind vom Netz genommen, in diesen Jahren laufen die letzten Universitäts-Lehrstühle wegen Pensionierung aus. Das Know-How ist unwiederbringlich verschwunden.
  • Die Automobiltechnik kann aufgrund der Produktionskosten nur durch Qualität weltweit Punkten. Derzeit wird aber genau diese Technik geschlachtet: technisch hervorragende Diesel- und Benzinfahrzeuge (CO2-Ausstoß um die 110-120 g/km) werden zu Gunsten von E-Fahrzeugen (CO2-Ausstoß aufgrund des Kohlstroms 180-220 g/km) mit der Begründung „klimagünstiger weil weniger CO2“ verteufelt. Bei E-Fahrzeugen sind die Asiaten allerdings mindestens 10 Jahre weiter, bei der Batterietechnik mindestens 20. Know-How ist nicht vorhanden, eine Batteriefertigung wurde aufgegeben.
  • Die deutschen mittelständischen Familienunternehmen sind immer noch technische Spitze im Maschinenbau. Allerdings werden die Produktionsbedingungen durch die Bürokratie und die Energiekosten immer schlechter, Märkte brechen wegen unsinniger Sanktionen gegen Abnehmerländer weg. In die Bresche springen inzwischen die Chinesen, an die nicht wenige Mittelständler inzwischen ihre Unternehmen verkaufen, weil es sich hier nicht mehr lohnt. Auch hier bricht das Know-How langsam aber sicher weg.

Die Deutschen sind immer gründlich. Die technikfeindlichen Grünen wollen die meisten Techniken hier nicht mehr in Anwendung sehen und rotten sie samt dem vorhandenen Know-How gleich komplett aus. Was sich nicht bremsen lassen will, scheitert an der Bürokratie. Deutschland ist ein Land, in dem man nichts bewirken, aber alles (wirklich alles!) verhindern kann. „Wir wollen ein neues Werk bauen“ heißt in der deutschen Praxis, dass mit dem Bau begonnen werden kann, wenn das Produkt, das im Werk produziert werden soll, schon längst wieder vom Markt verschwunden ist. Genehmigungsverfahren, Prüfverfahren über die Umweltverträglichkeit, Einsprüche wegen des Vorkommens der gewöhnlichen Schmeissfliege auf dem Gelände, Auflagen über gendergerechte Parkplätze und Toiletten usw. – das dauert in Deutschland 10 oder mehr Jahre, abgesehen von den Kosten. Während in anderen Ländern Innovationen entwickelt werden, erstickt die deutsche Gesellschaft an der Befürchtung, dass die Innovation funktionieren könnte.

Innovation im Bereich Informationstechnik? Natürlich, aber bitte beachten Sie die Datenschutzgrundverordnung und das Urheberrecht, und wenn Sie das tatsächlich machen, gibt es noch die Political Correctness. Ein Zuchtbetrieb für eine bessere Sorte von Mohrrüben? NAZI!! NAZI!! Neger könnten sich durch das Wort „Mohr“ diskriminiert fühlen (dazu müssten sie allerdings erst mal Lesen können).

Fazit: was in Deutschland einmal an Know-How vorhanden war, ist bis auf Reste verschwunden. Völlig unnötiger Weise. Nun will man im Bereich KI mitmischen. Es ist abzusehen, dass auch das wieder ein Flop wird. Schon jetzt wird nach Ethikkommissionen gerufen, die Vorgaben für die Maschinen machen sollen, und letztlich versinkt wieder alles in bürokratischer Aufsicht. So funktioniert Forschung nicht – wenn sie angesichts des Bildungsdesasters überhaupt noch funktionieren kann. Gefördert werden sollen auch Unternehmensgründungen. Wie das funktioniert, kann sich jeder leicht vorstellen: beamtete oder fest angestellte „Projektbegleiter“ treffen auf Leute mit Ideen und zerpflücken die Pläne so lange, bis nichts mehr davon übrig ist oder die Leute so pleite sind, dass sie inzwischen Taxi fahren. Und falls man doch anfängt, stehen auch hier alsbald alle möglichen Parasiten in Form von IHK und Aufsichtsbehörden auf der Matte, die mit Geldforderungen und Vorschriften zu verhindern wissen, dass die Gründung funktioniert.

Verschenktes Know-How, verpasste Anschlüsse, bürokratische Hemnisse in Hülle und Fülle und Bedenken aller Art – auch im Bereich Wirtschaft geht es mit diesem Land in Richtung Drittweltland.

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