Nachspielzeit

Zum Thema Özil ist ja schon eine Menge gesagt worden, so dass es eigentlich genug sein sollte. Aber immer noch beschweren sich irgendwelche Leute, „da gibt man sich alle Mühe, sich zu integrieren, und beim ersten Fehler ist man doch wieder der Türke“. Auch Özil trompete so, habe er sich doch an der passenden Stelle für Deutschland und nicht für die Türkei entschieden.

Alles Quark! Özil hat sich für Özil entschieden, ansonsten war er immer Türke und nie Deutscher. Im entscheidenden Moment hat er sich nicht für Deutschland entschieden, sondern für die deutsche Fußballnationalmannschaft, und zwar sehr rational, auch wenn das anders dargestellt wird. Was ist wohl karrierefördernder? In einer Mannschaft zu spielen, die letztlich sogar den Weltmeistertitel geholt hat? Oder in einer Mannschaft, die bereits im Vorfeld abgewatscht wird? Der Weltmeistertitel hat sich für Özil in Millionen auf dem Konto ausgezahlt. Und auch das Anbiedern an Erdogan drückt vermutlich nicht nur seine Liebe zu seiner Heimat Türkei aus, sondern hat auch eine geschäftliche Komponente. Ällmählich doch zu alt, um in einer deutschen Nationalmannschaft weiter vorne mitmischen zu können, dürfte es für die türkische Mannschaft allemal genügen. Und so paart sich Heimatliebe und Geschäft zu einem harmonischen Ganzen.

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