Strafe wegen Einhaltung der Vorschriften gefordert

VW hat nun richtig betrogen – oder doch nicht ganz so richtig, denn für eine Strafverfolgung oder eine Entschädigung der Betrogenen gibt es in Deutschland keine Rechtsgrundlage. Wohl aber für die Bestrafung der Betrogenen, die nun per Androhung der Zwangsstillegung in die Werkstatt müssen.

Aber gut, Rechtsstaat ist Rechtsstaat, auch wenn Hundehaufen im Hausflur angenehmer wären. Kaum ist nu klar geworden, dass es VW trotz des inzwischen erfolgten Hinauswurfs sämtlicher Leiharbeiter und der Kündigung vieler Zuliefervertäge schwer fallen wird, die reduzierten Manager-Millionen an Boni aufzubringen, kommt man auf die Idee, auch andere Hersteller zu prüfen. Toll, ist ja auch erst 1,5 Jahre her, dass VW aufgefallen ist.

Nun gut, man prüft. Da gibt es detaillierte EU-Vorschriften, wie geprüft werden soll: man nehme ein Auto, tune es sorgfältig und statte es mit allen Sondereinrichtungen aus, die es gibt, und stelle es dann unter optimalen Bedinungen auf einen Prüfstand mit den drei Knöpfen „Landstraße“, „Autobahn“ und „Stadt“ und messe. Aber was machen die Blödel vom Bundesverkehrsministerium? Nehmen ein Auto aus der Produktion und fahren damit auf einer echten Landstraße, einer echten Autobahn und in der falschen Stadt herum und stellen fest: es kommen andere Wert heraus! NEIN!

Und schon meldet sich die Journaille und die grüne Kifferecke zu Wort und fordert Bestrafung der Automobilhersteller, weil die sich an die EU-Vorschriften gehalten haben und nicht freiwillig noch viel mehr dazu gelegt haben. Die sollen nun die Käufer entschädigen, Strafzahlungen leisten, und und und. Das ist ungefähr so, als würde das Finanzamt Ende September eine Bußgeldbescheid für das letzte Jahr herumschicken, weil man versäumt hat, auf die zu zahlenden Steuern noch 10% Trinkgeld draufzulegen. Haken wir diese Mischpoke mal bei der Suche nach intelligentem Leben auf der Erde als Fehlanzeige ab.

Um die Sache rund zu machen, ist anzumerken, dass das noch nicht alles ist, was die nicht begriffen haben. VW hat es geschafft, dass Made in Germany schon mehr als wurmstichig ist und man sich weltweit überlegt, ob es unbedingt ein maßlos überteuertes deutsches Auto sein muss oder es ein Koreaner oder so für 2/3 des Preises nicht auch tut. Und genau in diese Überlegungen hauen nun Journaille und grüne Monosynaptiker hinein und verkünden: „Wir Deutsche Scheiße-Wältmeister! Nicht nur VW Scheiße, auch BMW, Benz und andere deutsche Autos Scheiße!“ Tolle Sache, gute Idee. Wenn die so weitermachen, müssen in 15 Jahren nicht 2 Jüngere für einen Rentner arbeiten, sondern gar keiner! Weil keine Arbeit mehr da ist!

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