Black and Out

Einzeiler in Meldungen, vermutlich von fast allen überhört/überlesen/übersehen

Energieversorger wollen mehr als die Hälfte der Kraftwerke deutlich früher abschalten als von der Regierung geplant.

Wollen die was gegen den Klimawandel tun? Vermutlich wird so mancher Grüne bei dieser Meldung vor Begeisterung ein feuchtes Höschen bekommen haben. Aber man sollte besser mal genauer hinschauen. Der Fokus fragte im März

Ende der Energiewende?

Warum das modernste Gaskraftwerk des Landes abgeschaltet wird

und gibt die Antwort: der Betrieb verschlingt mehr Geld als durch die Einnahmen hereinkommen. Nicht, weil der Strompreis in der BRD so niedrig wäre – der ist der höchste in Europa und fast doppelt so hoch wie in den benachbarten Niederlanden. Verantwortlich ist der Ökostromwahnsinn. Wind- und Sonnenenergie haben Vorrang – wenn/falls sie vorhanden sind! Wenn der Wind weht, dürfen herkömmliche Kraftwerke keinen Strom liefern, und der Verbraucher muss den überteuerten Ökostrom abnehmen. Blöderweise laufen die Kosten bei den Kraftwerken im vollen Umfang weiter, wenn sie vom Netz gehen. Fazit:

  1. Von den geplanten neuen Kraftwerken wird so gut wie keines derzeit gebaut. Alles liegt auf Eis.
  2. Die vorhandenen Kraftwerke sollen wegen Unwirtschaftlichkeit deutlich vorzeitiger und in deutliche größerem Umfang als von den regierenden Ökospinnern geplant abgeschaltet werden.

Alles setzt auf „erneuerbare Energien“, ob wohl leicht nachzurechnen ist, dass eine Versorgung physikalisch unmöglich ist (seht hier, einschließlich Alternativen, denen man natürlich ebenfalls nicht nachgeht). Wir brauchen daher konventionelle Kraftwerke, damit abends noch der Fernseher angeht. Trotzdem plant die Industrie die Abschaltung (und wenn man sich die Bilanzen und Börsenwerte anschaut, weiß man auch, warum).

Und was ist mit der Versorgungssicherheit? Müssen die nicht genug Kapazität vorhalten? Nein, denn auch dafür hat die Regierung gesorgt: wo früher ein Konzern war, der Versorgungssicherheit für seinen Bezirk garantieren musste, gibt es heute drei Unternehmen:

  1. Der Netzbetrieb, der für die Leitungen sorgen muss und verpflichtet ist, jedem einen passenden Anschluss zu Verfügung zu stellen. Das ist gewährleistet.
  2. Der Vertrieb, der zuerst den überteuerten Ökostrom einkaufen muss und den restlichen Bedarf für sein Versorgungsgebiet irgendwo einkauft. Er muss nur genügend einkaufen, um den Bedarf zu decken. Auch das ist gewährleistet.
  3. Der Kraftwerksbetrieb, der eigenständig nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten arbeitet. Der Vertrieb muss nicht bei ihm kaufen, und er kann verkaufen, an wen er will – oder eben auch die Brocken hinschmeißen, wenn es sich nicht mehr lohnt. Sollen doch andere liefern! Es leben Europa!

Vor Blackouts standen die Netze regelmäßig jeden Winter seit Beginn der Energiewende. Sogar ein seit 20 Jahren eingemottetes Ölkraftwerk in Österreich musste vor zwei Jahren einmal angefahren werden, um Schlimmes zu verhindern. Viele Atomkraftwerke sind bereits vom Netz genommen (bitte genau lesen! Vom Netz genommen! D.h. sie liefern keinen Strom, laufen aber mit vollen Kosten weiter bis zum Erreichen der geplanten Abschalttermine). Wenn weitere Kraftwerke abgeschaltet werden, erhöht sich die Gefahr eines Blackouts. Aber vielleicht erbarmt sich ja die Regierung und erhöht die Strompreise auf 50 ct/kWh, damit das nicht passiert.

Die Spacken in Berlin argumentieren bei jeder Gelegenheit, sie wollten keine Hypothek für die zukünftige Generation hinterlassen. Ökowahnsinn, Einwanderungsunfug, bildungspolitische Totalverblödung – diese Leute fahren ein schönes Land derzeit in Grund und Boden, und wer die 70 noch nicht wesentlich überschritten hat, darf aufgrund der Lebenserwartung damit rechnen, das noch Live mitzuerleben. Ihr sitzt in der 1. Reihe! Lehnt euch zurück und genießt den Film!

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