Die Bluttat von Stade

In Stade hat in einer einseitigen Schießerei ein Täter 6 Beschäftigte einer Jugendeinrichtung erschossen. Über die Details kann man nur spekulieren, was wir hier nicht machen wollen. An dem Vorgang lässt sich aber wieder einiges aufzeigen, was schief läuft in diesem Land.

Medien: Bei der Berichterstattung wurde nicht der berühmte „Einmann“ für die Tat verantwortlich gemacht, sondern es wurde betont, der Täter sei Deutscher(!). Andererseits fehlte der sonst übliche Hinweis, dass es sich um „Herbert K. aus W. bei S.“ handelte, der bei Biodeutschen normalerweise verwendet wird. Weiter unten in den Berichten konnte man dann erfahren, dass es sich um einen in Deutschland geborenen ethnischen Türken handelt.

Schnell vermutet wurde ein Bezug zu einem Clan, was durch Berichte auf X, der Täter „habe sich standesgemäß in einem AMG-Benz vom Tatort entfernt“ bestätigt wird, sofern das stimmt, was da auf X berichtet wird. In den großen Medien wurde der Miri-Clan genannt, der ein starkes Standbein in der Gegend hat. Allerdings: die Miris sind Libanesen und Clans nehmen das mit der Verwandtschaft äußerst ernst. Lediglich die Vermutung, der Türke sei Mitglied eines kurdischen Clans, ist noch unwahrscheinlicher.

Lässt man alles unwesentliche und spekulative fort, stammt der Täter mutmaßlich aus dem Clan-Milieu. Was im Weiteren nicht ganz unwesentlich ist, wenn es stimmt.

Das Amt: Neutral ausgedrückt ging es bei dem Ganzen um einen Sorgerechtsfall für ein Kleinkind. Unhöflicher formuliert, aber in der Sache treffender ging es darum, jemandem sein Kind wegzunehmen. Es gibt wohl kaum etwas, das mehr zu Verzweiflungstaten animiert als Kinder.

Natürlich passiert so etwas nur zum Wohle des Kindes. Muss es aber in der Realität nicht. Ich kenne Leute, die in Sachen Betreuung von Problemfamilien im Feldeinsatz unterwegs waren, also direkt mit den Fällen konfrontiert wurden, und die nach einiger Zeit den Job geschmissen hatten, weil sie es nicht mehr ertragen konnten, was sie von der Arbeit mit nach Hause brachten. Wobei das Unerträgliche nicht in den Familien selbst zu suchen war, sondern in der Selbstherrlichkeit von Richtern und oberen Sesselfurzern, die mit ihren Urteilen und Bescheiden erst das richtige Leid vor Ort verursachten. Verständlich ausgedrückt: es ging nicht darum, dass das Kind geliebt und versorgt wurde, sondern dass es genau in der einzig zulässigen Form geliebt und versorgt wurde, die der Richter zuließ, sonst war es weg.

Ich will damit nicht behaupten, dass hier so ein Fall von Selbstherrlichkeit vorliegt. Ich kann auch nicht festmachen, wie häufig so etwas auftritt. Fakt ist allerdings, dass immer wieder von einzelnen Missständen in Ämtern und Verwaltungen berichtet wird und sich im Weiteren herausstellt, dass es alles andere als „einzelne Missstände“ sind, sondern wesentlich weiter verbreitet sind, als man meint. Ausschließen sollte man es daher nicht, dass dem Täter im Vorfeld mit einer gewissen Arroganz begegnet wurde, die bei Biodeutschen einschüchternd wirkt, im Clanmilieu aber eher als Verstärker anzusehen ist.

Der Clan: Hier kommen wir zu einem Knackpunkt des Falls. Bekannt ist, dass innerhalb von Clans ganz andere Begriffe der Ehre und der Pflicht gepflegt werden als im normalen bürgerlichen Milieu. Sich das eigene Kind wegnehmen lassen, ohne rabiat zu werden, ist innerhalb solcher Strukturen ein No Go. Hat man das unterschätzt? Vermutlich.

An solchen Stellen rächt es sich, Neubürger nicht in die Altgesellschaft eingliedern zu wollen, was auch eine Eingliederung hinsichtlich der gesellschaftlichen Normen bedeutet. Nein, man lässt sie seit Jahrzehnten ihre Parallelgesellschaften aufbauen, verteufelt Kritik daran, versteht letztendlich nicht (mehr), dass ein formaler Pass-Deutscher aus solchen Milieus völlig anders tickt als ein Altbewohner – und rennt an verschiedenen Punkten ins offene Messer.

Die Waffe: Rätselraten, woher der Mann die Tatwaffe hatte, obwohl auch das nach den Vorbemerkungen auf der Hand liegt. Über die Jahre immer wieder erneute Analysen des Ukraine-Krieges kommen immer wieder zum gleichen Ergebnis: ca. 10% der Kleinwaffen bis hin zu Man Pads verschwinden spurlos. Das Angebot an Schwarzmarktwaffen dürfte inzwischen überwältigend sein – und Clans stecken traditionell mitten drin in solchen Schwarzmarktgeschichten.

Hinzu kommt die Untätigkeit der Sicherheitsbehörden: schaut man sich auf X Videos von Polizeihandlungen an, wird mit Schlagstöcken ohne große Zurückhaltung auf Frauen eingeschlagen, die kaum das halbe Kampfgewicht des arroganten Gesetzeshüters auf die Waage bringen (die Umstände sind zwar nicht immer zu durchschauen, aber die Brutalität geht weit über das hinaus, was selbst bei Auffälligkeit der Polizeiopfer angemessen wäre). Der Mut nimmt aber sehr schnell ab, wenn das Kampfgewichtverhältnis ausgeglichener wird und in die Clan-Zonen in den Städten geht man inzwischen oft gar nicht mehr oder nur in sehr großer Personalstärke hinein (was sicher in machen Gebieten sinnvoll ist, darf man doch durchaus vermuten, dass manche Clans durchaus in der Lage sein könnten, einen Schützenpanzer auszuschalten oder einen Helikopter vom Himmel zu holen).

Und das ist nur die Polizei. Die geh-Heim(!)-Dienste sind so mit der Verfolgung rechter Hassrede beschäftigt, dass sie noch nicht mal die vergleichsweise harmlose Antifa unter Beobachtung halten können. Fazit: an die Waffe zu gelangen war vermutlich die leichteste Übung aufgrund des permamenten absichtlichen Wegsehens.

Resumée: Völlig unabhängig vom tatsächlichen Fall kommen hier eine ganze Reihe von Zutaten zusammen, die ein gefährliches Gemisch darstellen. Wenn das gleich zu 6 Toten eskaliert, ist das schon recht extrem, aber das beseitigt das Muster nicht.

Was wird die Folge sein? Vermutlich die, dass man Clans noch freieren Raum gibt.