Der Wirrologe Hendrik Streek und sein Ehemann sind stolzer Vater und stolzer Vater eines Neugeborenen geworden, um ihren Elternwunsch zu erfüllen. Nun habe ich überhaupt nichts gegen homosexuelle Eltern. Die können ein Kind genauso gut (oder schlecht) und verantwortungsvoll (oder -los) wie andere Eltern aufziehen. Nur die Umstände geben zu denken.
Man könnte natürlich versuchen, ein Kind zu adoptieren, nur ist das in Deutschland fast unmöglich. Das im Kindergarten ausgesuchte Kind hat mindestens die Grundschule hinter sich, wenn die Prozedur abgeschlossen ist, und alles kann daran scheitern, dass das Kinderzimmer 2 qm zu wenig Fläche oder die Tapete die falsche RAL-Farbnummer hat.
Während der Staat also bei Adoptionen kontrolliert, ob man sich regelmäßig die Fingernägel schneidet, darf sich jeder ohne Kontrolle frei vermehren. Bei homosexuellen Frauen wäre das einfach: leicht bekleidet in das passende Stadtviertel gehen oder auf die nächste Bukkake-Party – und schon ist frau schwanger. Bei Männern stößt das auf biologsiche Probleme: auch wenn es in grün-rot-schwarz versiffte Gehirne nicht hineingeht: man kann so oft zum Meldeamt gehen, um sein Geschlecht ändern zu lassen, wie man will, man bleibt man und wird nicht frau. Und sich in der Klinik umbauen lassen bringt auch nicht viel, denn die können, egal ob Mann oder Frau im Input, nur Eunuch als Output anbieten.
Also bleibt Homosexus nur, mit einer Frau zu schlafen und sie nach der Geburt samt Kind zu verlassen, dann ist das Kind mit ihm genetisch verwandt und der Staat hält sich raus. Das nennt man Leihmutterschaft, und die ist in Deutschland verboten. Also muss man ins Ausland ausweichen. In den USA kann man für schlappe 160.000 US-$ sein Kind kaufen, Liefertermin innerhalb von 12 Monaten.
In der Praxis läuft das auf eine doppelte Fleischbeschau von Frauen in Not heraus (man darf wohl davon ausgehen, dass sich auch in den USA keine Millionärin findet, die aus altruistischen Gründen 9 Monate Schwangerschaft auf sich nimmt, um dann das Kind abzugeben). Im ersten Schritt sucht man sich eine Eizellenspenderin aus. Schließlich soll das Kind ja gewisse äußere Merkmal aufweisen. Und das Labor klärt obendrein ab, ob irgenwelche genetische Gefahren drohen. Es muss halt alles passen. Der Frau entnimmt das Labor dann gegen entsprechende Gebühr einige Eizellen und mischt die mit dem Samen des Spenders. Der kommt aus der einzigen sexuellen Handlung der Operation: der potentielle Vater holt sich auf dem Toilette einen runter, oder wenn der andere auch beteiligt sein will, kann er ihm einen Handjob verpassen.
Die befruchteten Eizellen werden dann einer durch eine zweite Fleischbeschau ausgewählte Leihmutter eingesetzt. Schließlich soll die die Schwangerschaft durchhalten, nicht zwischendurch dem Alkohol oder Drogen verfallen, muss die Eizellen auch akzeptieren usw. und das Kind austragen. Dafür erhält sie in der Regel 60.000 – 80.000 US-$. Nach der Geburt darf sie das Kind, wenn sie Glück hat, kurz halten, dann ist es weg. Das Verfahren ist deshalb so aufwendig, weil die Leihmutter rechtlich keinen Anspruch auf ihr Kind hat – es ist genetisch nicht mit ihm verwandt – während die Spenderin anonym bleibt, damit die unglücklichen Väter nirgendwo eine Reklamation anbringen und von ihrem Rückgaberecht Gebrauch machen können. Und das Kind wird natürlich auch nie erfahren, wer seine leibliche Mutter ist.
Für die Leihmutter – letztlich in dem gesamten Verfahren nur ein Stück Fleisch, das man benutzt – ist eine Schwangerschaft natürlich eine große physische und psychische Belastung, zumal wenn sie weiß, dass das Kind anschließend weg ist. Ein guter Grund, weshalb das hier nicht zulässig ist und auch nie zugelassen werden sollte.
Mieser Nachgeschmack: Streek ist CDU-Abgeordneter im Bummstag. Und die CDU verhindert hier „zum Schutz der Frauen“ die Leihmutterschaft und legt die Messlatte für Adoptionen absurd hoch. Weniger betuchte Paare, die ausirgendwelchen Gründen keine eigenen Kinder bekommen können, haben also Pech, während die Hüter der Moral ganz offen demonstrieren, dass man mit Geld alles kaufen kann. Epstein ist überall.