Sind wir mal ehrlich: das ganze Gerede von der Aggressivität Russlands ist ein derartiger Quatsch, dass es schon arg pathologisch deformierter Gehirne bedarf, um darauf zu kommen. Zu Zeiten des Kalten Krieges stand die UdSSR militärisch in Mitteleuropa, heute ist Russland 1.000 km weiter nach Osten gerückt mit vorgelagerten Bollwerken wie Belarus. Es ist völliger Unfug, davon auszugehen, dass irgendwelche expansiven Absichten bestehen.
Wenn man das Getöse der EU-Kriegsminister hört, Russland sei 2029 in der Lage, die EU anzugreifen (warum nicht heute? Die Russen sind gut bewaffnet und hier fehlt inzwischen selbst die Jagdmunition), könnte man sich nur noch totweinen, denn zum Totlachen taugen die Parolen der Kasperle-Figuren leider nicht. Zumal die „Aufrüstung“ mit Abermilliarden Sonderschulden derzeit darin besteht, dass Rheinmetall stolz verkündet, die erste Serie neuer Panzer nun an die Ukraine auzuliefern. 10 Panzer im Bestand + 20 Panzer woanders hin geliefert = 20 Panzer – kein Wunder, dass man angesichts dieser Rechenkünste bemüht ist, die letzten Reste mathematischen Verständnisses an dern Schulen zu vernichten.
Während diese völlig durchgedrehten Geisteskranken in Brüssel und anderswo von Beträgen fabulieren, die mit einiger Wahrscheinlichkeit darauf hinaus laufen, dass die Netto-pro-Kopf-Verschuldung des Druchschnittseuropäers 2035 bei 2 – 3 Mio. € liegen düfte, fragt sich niemand, wie man eigentlich verteidigungsfähig werden könnte, und zwar mit Minimalaufwand. Kunststück, denn es geht ja gar nicht im Verteidigungsfähigkeit, sondern um das Führen eines Angriffskrieges nach Osten (den man vielleicht 2 Wochen durchhalten könnte).
Dabei wäre es gar nicht mal so schwierig, Westeuropa vor einem Überfall aus dem Osten zu sichern. Flächenmäßig ist die EU etwa halb so groß wie die USA mit ziemlich heretogener Geografie und mit ca. 450 Mio Einwohner nicht gerade dünn besiedelt. Der Ukraine-Krieg hat gezeigt, dass neue Waffensysteme mit hoher Effektivität realitiv kostengünstig zu haben sind. Das ermöglicht es, den Preis für einen Angreifer so in die Höhe zu treiben, dass er lieber darauf verzichtet (oder sich schnell eine blutige Nase holt).
Was wäre zu tun? Es wäre ein Pool von Reservisten zu schaffen, wie es auch die derzeitigen hochfliegenden Pläne beinhalten. Allerdings wären die anders auszubilden, als das Standardmodell es vorsieht: nur eine begrenzte Anzahl für eine schwer bewaffnete Kerntruppe, während das Hauptaugenmerk auf einer Guerilla-Truppe und deren Logistikarm liegt, die in Partisanenmanier die rückwärtigen Verbindungen einer Angriffstruppe dezimiert. Geschickt eingesetzt könnte eine solche Aufstellung einen Angreifer von einer Falle in die nächste locken. Rückzugsraum ist bei der Größe der EU genügend vorhanden. Um schnell losschlagen zu können, käme eine Logistik wie in der Schweiz in Frage: Waffen und einfache Waffensysteme könnten dezentral in der Nähe der Reservisten gelagert werden, was Angriffe auf die Logistik erschwert. Teure Waffensysteme, besonders solche, die man für extrem viel Geld woanders erwerben müsste, wären nur begrenzt notwendig (was auch wieder Eigenentwicklung fördert, denn fliegende Software-Fehler wird die F35 sind nicht notwendig).
Kann das funktionieren? Zumindest die Schweiz hat in 2 Weltkriegen niemand angegriffen, und ihr Konzept beruht trotz der geringen Größe des Landes auf so einem Partisanenprinzip. Die mächtigen United States of Assholes haben sich in Vietnam und in Afghanistan an solchen Strukturen den Schädel eingerannt. Und Kanada, dass sich nach Venezuela und Grönland ebenfalls auf dem Speiseplan der Verunreinigten Staaten sieht, denkt ganz offen über einen Partisanenkrieg gegen eine angreifende US-Macht nach.
Würde das funktionieren? Unter der Voraussetzung, dass man hier wieder etwas aufbaut, für das es sich lohnt, in einen Partisanenkrieg zu ziehen, der sicher verlustreich für beide Seiten wäre, durchaus. Also im Klartext: in der derzeitigen Realität hat kein Plan Aussicht auf Erfolg. Auf „reddit.com“ haben derzeit eher Gruppen Konjunktur, in denen darüber diskutiert wird, wie man sich im Ernstfall möglichst schnell aus dem Staub machen kann.