Verkehrte Welt

In der Tierwelt, zumindest der der Säugetiere, zu der ja auch der Mensch gezählt wird, ist es üblich, dass der Nachwuchs von den Eltern oder Alten angelernt wird. Die verfügen über einen vielfach bereits von ihren Eltern tradierten Erfahrungsschatz, der das Überleben ermöglicht und der bei den Kindern nicht vorhanden ist.

Beim Menschen nennt man die Lernphase Schule. Bei unserer komplizierten Technologie dauert sie inzwischen mindestens 20 Jahre, und wenn man das so genannte Studium oben drauf setzt, auch schon mal 25-30 Jahre. Vorher ist der junge Mensch eigentlich nur bedingt befähigt, die komplizierten Probleme unserer Hochtechnologiegesellschaft völlig selbständig anzugehen. Es fehlen ihm wichtige Erkenntnisse und Erfahrungen, die notwendig sind, um fatale Fehler zu vermeiden. Und fatale Fehler hat man heute schnell gemacht, was in der Regel ziemlich viel Leid für andere Leute bedeutet, oft auch für den Verursacher selbst.

Traditionell versichern sich die flügge werdenden Jungen bei ihren Entscheidungen bei den Eltern ab, bevor sie komplett alles in die eigene Hand nehmen, und traditionell wird man denjenigen als Ratgeber bevorzugen, der die größte Expertise besitzt. Am anderen Ende der Fahnenstange, also mit zunehmendem Alter, verlieren aber die Ratgeber einen Teil ihrer Expertise, wenn die Jüngeren selbst Experten geworden sind und die Alten aufgrund des Alters so manches nicht mehr so richtig können. Es bleibt der oder die weise Alte, der sich tunlichst auch mal zurück hält.

Soweit der natürliche Ablauf. Heute gilt das leider nicht mehr, und das wird zunehmend zu einer Gefahr für die Gesellschaft. Das fängt bei den Führern an. Man muss nicht unbedingt der größte Experte in einer Disziplin sein, um Entscheidungen zu treffen, man muss aber zumindest Expertenmeinungen berücksichtigen. Die grundsätzlichen Entscheidungsprinzipien sind überall ähnlich bis gleich, d.h. jeder der ausgelernt hat, kann vernünftige Entscheidungen treffen. Dummerweise ist das politische System so konstruiert, dass immer weniger ausgelernte Leute an die Spitze gelangen. Im Gegenteil: das politische Spitzenpersonal setzt sich aus Leuten zusammen, die entweder ihre Ausbildung nicht beendet haben oder zu den Nieten ihrer Zunft gehören. Solche Leute sind in der Regel zu dumm, Expertenmeinungen wirklich bewerten zu können. Entscheidungen werden daher vielfach falsch sein und sie im Nachhinein auch als die Dummen outen, die sie sind.

Das ist ungefähr der gleiche Effekt wie beim Altern: andere sind besser. Wenn die aber nicht in Führungspositionen sitzen, kommt beim Alter oft Altersstarrsinn zu Stande: man weiß es nicht (mehr), will die Position nicht räumen und fällt falsche Entscheidungen. Wenn man heute z.B. in den USA sieht, dass sich Leute über 80 für wichtige Staatsämter bewerben, kann man das als katastrophales Systemversagen interpretieren, und wenn man sich anschaut, was starrsinnige Greisinnen wie Nancy Pelosi veranstalten, hat man auch gleich den Beweis dazu.

Wenn man die beiden letzten Absätze zusammen fasst, besteht das heutige Systemproblem darin, dass die Leute noch nicht mal mehr alt werden müssen. Was sich da bei Grünen, SPD, CDU und anderen Parteien in der Entscheidungsspitze drängt, sind Leute, die nie ihre Ausbildung beendet haben und bereits ausgeprägten Altersstarrsinn aufweisen, bevor sie 30 sind. Eine Claudia Roth mag von Natur aus blöde sein, eine Annalena ist mit ihren derzeit 38 Jahren hingegen bereits jetzt mindestens 50 Jahre älter. Man vergleiche mal das stupide Ratata ihrer Politreden mit dem, was man von senilen Älteren mit beginnendem Alzheimer hört: Ratata wird eine Geschichte runtergehaspelt, und Ratata erweist sich das Ganze als Endlosplatte, weil anderes im Hirn keinen Platz mehr hat. Die westliche Welt wird weitestgehend von senilen Jung-Greis*innen mit deutlichen Alzheimersymptomen regiert, in der die Fähigen keinen Raum mehr haben.

Auf die Spitze getrieben wird das nun durch den Gretaismus. Natürlich muckt der eine oder andere Fähige mal auf, aber das ist fatal für die senile Führungsriege. Würde ihre Unfähigkeit zu offen offensichtlich, könnten sie hinweg gefegt werden. Das kann man an der AfD sehen: deren Vertreter muss man nicht mögen, aber sie kommen aus dem Kreis der Ausgelernten und sind den Ungelernten in den anderen Parteien intellektuell in jeder Beziehung überlegen. Und da liegt die eigentliche Furcht der Etablierten: nicht die politische Einstellung der AfD, sondern deren haushohe fachliche Überlegenheit bei ihrer eigenen Unfähigkeit, dazu zu lernen. Heraus kommt eine zunehmende gewaltsame Auseinandersetzung mit dem Feind mangels anderer eigener Möglichkeiten. Und als letztes Mittel eben der Gretaismus.

Der Gretaismus besteht darin, ausgerechnet die, die noch lernen müssen und nachgewiesenermaßen mehr Fehler machen würden, als die Gesellschaft aushalten kann, zu Entscheidern hoch zu stilisieren. Sie schicken Kinder auf die Straße, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben (naja, die etwas Älteren vielleicht vom Blasen), und stellen das wirre Zeug, dass dabei herauskommt, als sinnvolle und einzig mögliche Handlungsweise dar, um die Zukunft zu bewältigen. Der gesamte, von der Natur vorgesehene Handlungsablauf ist damit auf den Kopf gestellt: die am schlechtesten Geeigneten sagen, wo es lang geht.

„The fittest survive“, wie Charles Darwin seine Vorstellungen über die Evolution am knappsten formulierte. Auch wenn Darwin heute in manchem (angeblich) überholt ist, das dürfte trotzdem gelten. Wenn man das Ruder nicht denjenigen überlässt, die die Fähigkeit zum Überleben erworben haben, sondern denjenigen, die das erst noch lernen müssen, ist die Wahrscheinlichkeit extrem hoch, dass die Sache schief geht. Der einzige Trost mag sein, dass weder die Betrogenen noch die Betrüger so richtig merken, welchen Mist sie bauen – die einen, weil sie es nie gelernt haben, die anderen, weil sie lernunfähig sind.

Dagegen halten können nur die Ausgelernten, so lange das noch möglich ist. Den senilen Politführern kann man nicht mehr beikommen, wie die Reaktionen auf die Watschen bei der Europawahl zeigen. Eine Nahles oder eine AKK kann man nicht zum Nachdenken über ihre Fehler bringen, man kann sie allenfalls unter die Guillotine legen. Aber Mitläufern und verführten Schüler kann man vielleicht noch zeigen, wie unfähig und verblödet das Führungspersonal ist. Die Zeitschiene dazu wird allerdings immer enger.

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