Hochschule oder Hilfsschule?

Das Schicksal des mit profundem Nichtwissen gesegneten ehemaligen Wirtschaftsministers Dr. Robert Habeck ist ja hinreichend bekannt: nach dem Rausschmiss und dem Ersatz durch Katharina Reiche, der es trotz allem Bemühens nicht gelingt, das Amt genauso schlecht zu verwalten wie Habeck, wurde er zunächst Professor of Practice am Forschungscluster für Geopolitik, Sicherheit und Wirtschaft der Copenhagen Business School und wechselte dann als „Senior Advisor“ zur dänischen Investmentgesellschaft Urban Partners. Seine Aufgaben dort: Er hilft dabei, die Forschung zu verbessern. Es geht vor allem um Stadtentwicklung und bezahlbaren Wohnraum.

Man kann sich natürlich fragen, was Habeck für solche Posten qualifiziert. Mengentheoretiker kommen bei der Zusammenstellung seiner fraglichen Skills stets auf die leere Menge. Aber Habeck hat immerhin noch einen Doktortitel, auch wenn man den als ernsthafter MINT-Vertreter nicht wirklich ernst nehmen kann. Zu seiner nordischen Herkunft würde man eher auf einen Dock-Tor-Titel schließen. Aber es geht noch mehr:

Achtung! Das Folgende ist kein Witz!

Annalena Baerbock macht derzeit eine vergleichbare Post-Polit-Karriere: Von der deutschen Außenministerin zur Präsidentin der UN-Generalversammlung und nun zur Columbia-Professorin: Annalena Baerbocks internationale Karriere geht weiter. In New York übernimmt sie zunächst für drei Jahre eine praxisorientierte Vollzeit-Professur für „Global Leadership“.

Für die nun geplante Praxisprofessur ist ein Doktortitel allerdings keine zwingende Voraussetzung. Columbia setzt bei solchen Positionen bewusst auf Persönlichkeiten mit umfangreicher Berufserfahrung. Auch Hillary Clinton wechselte nach ihrer Zeit als US-Außenministerin an die Columbia University und übernahm dort eine Lehrtätigkeit. Baerbocks Wechsel von der Spitzenpolitik an eine amerikanische Eliteuniversität ist dennoch ungewöhnlich. Ihre Karriere führte sie in vergleichsweise kurzer Zeit von der deutschen Parteipolitik über das Auswärtige Amt und die Vereinten Nationen nun in die akademische Welt.

Auch sprachlich hat Annalena Baerbock über die Jahre einiges gesammelt. Wir müssen das nicht referieren; es dürfte bekannt sein. Einzelne Versprecher, ob nur durch Hast oder profundes Nichtwissen begründet, sind normal. Bei Baerbock ist daraus über die Jahre allerdings fast ein eigenes Genre geworden. Was bei anderen ein Ausrutscher bleibt, wiederholt sich bei ihr in immer neuen Varianten. 

Was sollen ihre Studenten von ihr lernen. Mir fällt nur eines ein: man muss nur impertinent und dumm genug sein, um jedes politische Amt erreichen zu können – und wenn es mal nicht klappt, bleibt immer noch eine Professur.