Israel und sein Lakai USA führen einen Vernichtungskrieg gegen den Iran. Anders als die Absicht, den Iran als Kulturvolk zu vernichten kann man die fortgesetzten Angriffe auf Schulen, Universitäten (bis jetzt über 30), Krankenhäuser und Versogungseinrichtungen nicht interpretieren. Hinzu kommen gezielte Angriffe auf mögliche Verhandlungspartner in der iranischen Hierarchie, also Verhandlungen unerwünscht. Hinzu kommt außerdem die Rhetorik eines Trump, der von einem „Zurückbomben in die Steinzeit“ spricht. Geopolotische oder Sicherheitsinteressen sind da nicht mehr am Werk, sondern eher eine Ideologie, die Untermenschen zu vernichten, wie sie im 2. Weltkrieg im Feldzug gegen die Sowjetunion zum Einsatz kam.
Das Pentagon
Trump und Netanyahu bestehen darauf, mehr als 90% der iranischen Abschussbasen zerstört zu haben. Die Realität spricht eine andere Sprache und US-Militäranalysten gehen eher von einer Rate <50% aus. Aktuell hat der Iran trotz bereits nicht mehr vorhandener Flugabwehrsysteme ein F15 abgeschossen. Der Versuch, den Piloten zu evakuieren, vermutlich aber eher eine Kommandoaktion, um die Umgebung der Urananlagen zu testet, ist ebenfalls gescheitert. Die USA haben mindestens eine C130 und zwei Blackhawks eingebüßt. Die Behauptung, sie hätten das Material selbst zerstört, sollte man nicht ernst nehmen.
Hohe Militärs im Pentagon haben von vornherein gewarnt, was Kriegsminister Hegseth zu einer Säuberungsaktion veranlasst hat. 7 – 8 der ranghöchsten Offizieren sind gefeuert worden, zuletzt als Novum mitten im Krieg der Army-Chef. Das macht die Situation noch gefährlicher, als sie ohnehin schon ist, denn man kann davon ausgehen, dass gefügige Ja-Sager à la Wilhelm (La)Keitel oder Friedrich Paulus auf die Posten gesetzt werden. Ein Rückgrat, gegen Befehle zu opponieren oder sie gar zu verweigern, ist vermutlich nicht zu erwarten. Im Extremfall könnte das bedeuten, dass bei der Erkenntnis, dass die USA absolut nicht darauf vorbereitet sind, einen Abnutzungskrieg zu führen und verlieren zu drohen, der rote Knopf gedrückt wird (die Rhetorik deutet darauf hin) und im Pentagon kein Widerstand mehr vorhanden ist.
Das Fußvolk
Fast schon legendär ist der Ausfall des größten und teuersten Kriegsschiffs der Welt, der Gerald Ford, durch einen Brand. Die Gerald Ford scheint nun nicht gerade ein Meilenstein des US-Ingenieurwesens zu sein: es wurde eine völlig ungeeignete Toilettenanlage eingebaut, die schnell verstopft und bereits vor einigen Jahren das Schiff buchstäblich unter Scheiße gesetzt hat. Die Ford fiel bereits damals längere Zeit aus.
Da einmal in der Wand verlegte Rohre nicht mehr ausgetauscht werden können, muss man damit leben. Die Verstopfungsprobleme gibt es nach wie vor wiederholt, sind teuer zu beheben (~400.000 US-$) und erfordern einen Hafenaufenthalt. Hinzu kommt nun ein Feuer in der Wäscherei, was ebenfalls kein gutes Licht auf die Sicherheitseinrichtungen wirft: eine Wäscherei ist grundsätzlich ein feuergefährderter Bereich (Hitze, Staub), trotzdem dauerte es mehrere Tage, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Eine Mitwirkung des Irans ist auszuschließen: die Träger haben sich so weit im Ozean ausgefallen, dass ein Sättigungsangriff strategischer Unfug wäre, selbst wenn die Möglichkeit dazu bestünde. Nun fällt das Schiff für ein halbes Jahr aus.
Die Navy sieht als maximale Einsatzdauer auf See ca. 6 Monate vor, die Ford war aber schon deutlich länger auf See und wurde dann in die Golfregion befohlen. Vermutlich eine erste Auswirkung der Säuberung im Pentagon. Dabei muss man berücksichtigen, dass die Mannschaften tief im Inneren des Schiffes (Wäscherei, Bäckerei, usw.) teilweise unter Isoloationshaftbedingungen arbeiten müssen. Ein Kriegsschiff verfügt nun mal über keine Sonnendecks und so sieht manchen Seemann nur Neonröhren statt der See.
Es gibt einige Anzeichen, dass der Ausfall der Gerald Ford nicht auf Unfällen, sondern Sabotage beruhte. Immer wieder hat man Kleidungsstücke und anderes aus den verstopfen Toilettenrohren gezogen. Die Seeleute waren nach der langen Einsatzzeit – Ende nicht in Sicht – wohl gezwungen, die Notbremse zu ziehen, um nicht psychisch und physisch vor die Hunde zu gehen. Die Navy hat ensprechende Ermittlungen aufgenommen.
Ob das Symptom weiter verbreitet ist, lässt sich schlecht sagen, aber mit einige Wahscheinlichkeit sieht es mit der Durchhaltefähigkeit der USA in einem Krieg auf dem entgegen gesetzten Pol der Erde wohl weniger gut aus.
Israel
ist ebenfalls angeschlagener, als es sich gibt. Die ständigen unregelmäßigen Raketenangriffe der Iraner, die aufgrund der Zerstörung der Radaranlagem jeweils das gesamte Land in die Bunker zwingen, zerren an den Nerven der Bevölkerung. Gaza, Westjordanland, die Heimatfront, nun noch der Libanon (und Reserven gegen Syrien) haben die Linien längst überdehnt. Der Generalstabschef beklagt einen akuten Mangel an Soldaten.
Auch die sind unter Belastungsstress. Wiederholte Einberufung von Reservisten (manche bereits zu 5. Mal) zerren ebenfalls am Nervenkostüm und sind auch wirtschaftlich ein Problem, da es sich vielfach um Handwerker und Ingenieure handelt, die woanders dringend benötigt werden. Schon seit längerem werden Proteste mit massiver Polizeigewalt unter Kontrolle gebracht, aktuell sogar Urteile des höchsten Gerichts durch die IDF missachtet.
Gesellschaftlich liegt auch eine Lunte am Pulverfass: während Männer und Frauen dienen müssen, sind die Haredim (ultra-Orthodoxe) ausgenommen. Sie studieren lieber die Tora, was nach 2.500 Jahren nun nicht gerade für große geistige Gaben dieser Gruppe spricht, wenn sie immer noch nicht verstanden haben, was drinsteht. Frauen müssen gar nicht dienen, Männer nur, wenn sie Lust haben. Wenn der Generalstabschef von 15.000 Mann spricht, die er dringend benötigt, um einen Kollaps der IDF zu vermeiden, 80.000 Haredim aber auch Schreiben der IDF gar nicht reagieren, ist das schon ziemlich deutlich.
Entsprechend geht es in den Kommentarspalten von Zeitungen zu. Die Samson-Doktrin besagt, dass bei einer echten Gefährdung der Existenz des Landes Atomwaffen gegen den Verursacher zum Einsatz kommen („Besser, wir gehen mitsamt den Feinden unter als alleine„). Im Auge hat man dabei externe Gegner wie den Iran gehabt, konsequent zu Ende gedacht geht es intern aber in eine Richtung, in der sich Israel selbst bombardieren müsste, weil es sich selbst die Existenz abgräbt.
Die EU (oder allgemeiner die NATO)
übt sich ebenfalls in der Sabotage. Nach etwas über 20 Tagen der ohne Rücksprache losgetretenen Aktion kam als Antwort auf „SO HELFT UNS DOCH!“ aus Washington nicht nur die Antwort „Nicht unser Krieg!„, verschiedene NATO-Staaten untersagten sogar die Benutzung von US-Basen in ihrem Land für den Krieg und verweigerten Überfluggenehmigungen. Allen vornweg die Türken, die zwar nicht in der EU, aber doch in der NATO sind und denen das Beispiel der Golfstaaten, die durch ihre Unterstützung zu legitimen Zielen Irans werden, genügte, um nicht auch noch in den Destabilisierungsstrudel zu geraten.
Nun muss man nicht meinen, dass plötzlich Brüssel zu einer Zucht von Friedenstauben geworden ist. Die Kriegshetze in der EU hat sogar noch zugelegt, richtet sich aber gegen Russland, das inzwischen in der nicht unbegründeten Befürchtung, die EU verwandele sich von einem Wirtschafts- in ein Militärbündnis, Randstaaten wie Armenien, Georgien und andere klarmacht, dass eine gleichzeitige wirtschaftliche Assoziation mit Russland und der EU nicht läuft. Auch hier werden die Bandagen härter statt weicher.
Saboteure am Rand
Zum Glück führt der Narzissmus und die Impulsstörung von Trump manchmal zu Annalena-Baerbock-Effekten, d.h. er plappert etwas aus, was er besser für sich behalten hätte. Eine dieser Verplapperungen offenbarte, dass der Volksaufstand im Iran nicht eine spontane Äußerung des völkischen Unmutes war, die brutal zusammen geschlagen wurde, sondern eine von außen geplante Aktion.
Neben den in die Zehntausende gehenden StarLink-Terminals, die ins Land geschmuggelt wurden, haben die US-Boys offenbar auch größere Mengen an Waffen an die Kurden im Norden übergeben in der Erwartung, dass die einen bewaffneten Aufstand inszenieren würden. Aber was machen die Kurden? „Statt aktiv zu werden haben sie die Waffen einfach für sich behalten“ – so Trump einer beleidigten Tonlage.
Ist den Kurden diese Sabotage zu verdenken? Nachdem die USA sie bereits zweimal auf diese Weise an einem Kampf auf ihrer Seite überredet haben, sie aber anschließend ohne Einhaltung der weiteren Versprechen wie eine heiße Kartoffel fallen ließen? Wer Verrat an seinen Verbündeten begeht, sollte sich wohl nicht weiter wundern, wenn es irgendwann eine Retourkutsche gibt.