Wer kennt sie nicht, die Flaggennadeln auf den Revers der Politiker, die sie zumindest dann tragen, wenn sie mit Politikerenden anderer Länder zusammen kommen. Selbst Friedrich Merz, der im Gegensatz zu Annalena Baerbock, die in alle Fettnäpfchen getreten ist, die irgendwo rumlagen, selbst dort in Fettnäpfen tritt, wo gar keine sind, pflegt Schwarz-Rot-Gold phallweise zu tragen.
Natürlich darf da auch der Minister des Alleräußersten nicht fehlen. Doch was erblickt man da?

https://rtde.site/international/263635-wadephul-begruesst-witkoffs-gespraeche
Für Flaggenunkundige, die nun nicht alle Folgen von „Spaß mit Flaggen“ von Sheldon Cooper und seiner Freundin Amy Farrah Fowler anschauen möchte, um hinter das Geheimnis zu kommen: es handelt sich um ein Kombi aus der Schwarz-Rot-Goldenen Flagge des Hambacher Festes, abgeleitet aus den Farben des Lützowschen Freikorps aus den napoleonischen Befreiungskriegen, die heute als Nationalflagge der Bundesrepublik Deutschland verwendet wird, deren Verwendung durch den normalen Bürger im öffentlichen Raum aber mindestens die Beobachtung durch den Verfassungsschmutz, wenn nicht gar Ärger mit der Staatsanwaltschaft einbringt. Der zweite Teil des Kombis ist die Schwarz-Weiß-Rote Nationalflagge des Deutschen (Kaiser)Reiches von 1871. Allerdings, wie zu bemerken ist, auf dem Kopf stehend.
Auf dem Kopf stehende Flaggen haben die Bedeutung, dass der Staat aus der Sicht des Flaggenhissers am Ende ist. Das wird vielfach von patriotisch gesinnten Bürgern auf der ganzen Welt genutzt (die Briten machen das sogar ganz offen, ohne aufzufallen weil man es nicht sieht). Bei der Flagge des Deutschen Reiches ist die umgekehrte Flagge aber das Symbol der Reichsbürger, die die Rechtmäßigkeit der Bundesrepublik nicht anerkennen.
Der Herr Außenminister tritt also mit der Flagge des Staates auf, den er (angeblich) vertritt, gibt aber gleichzeitig bekann, dass er diesen Staat ablehnt. Natürlich gibt es tatsächlich Rot-Weiß-Schwarze Flaggen (Jemen, Irak, Syrien, Ägypten). Angesichts dessen, welche Bedeutung die Farbkombination hier hat, kann man nur feststellen, dass er unabhängig davon, was er symbolisieren will, seinen englischen Spitznamen „What-a-Fool“ völlig zu Recht trägt.