Der hohle Staat

Ein demokratischer Staat ist formal ein Vertrag zwischen den Bürgern. Man vereinbart, sich zum zu steigernden Wohl aller gewissen Regeln zu unterwerfen, von denen man letztlich, so sie eingehalten werden, auch selbst profitieren kann, auch wenn man sich dafür ein paar Sachen verkneifen muss.

Es empfiehlt sich, zwischen den Bürgern und der Staatsleitung zu differenzieren. Im Idealfall eine Symbiose – Bürger und Leitung arbeiten am gleichen Ziel – wird daraus schnell ein ausgeprägtes Schmarotzertum, was sich biologisch dadurch definiert, dass der Schmarotzer (der Politiker) den Wirt (die Gesellschaft) zwar nicht oder allenfalls marginal schädigt, aber selbst überproportional profitiert. Läuft das so, ist das für alle noch eine vertretbare Win-Win-Situation.

Auch einzelne Organe kann man getrennt betrachten. So kann das eine oder andere Organ dazu neigen, etwas mehr vom Kuchen abzubekommen als die anderen, was in einem gewissen Rahmen ebenfalls vertretbar wäre. Die westliche Staat hat so ein Organ namens EU. Eigentlich dazu gedacht, dafür zu sorgen, dass es allen besser geht, hat sich allerdings dieses Organ inzwischen zu einem mehr als bösartigen Tumor entwickelt, der sich qua „Vorschriften“ ungefragt immer stärken in die Funktion anderer Organe einmischt (ein deutliches Zeichen eines Metastasen bildenden malignen Tumors) und inzwischen sogar aus eigener Machtvollkommenheit Bürger physisch vernichten kann, ohne dass dazu ein Rechtsbehelf existieren würde (Beispiel die 5-köpfige Familie Dogru, die vollständig vernichtet werden soll).

In diesen bösartigen Krebs hinein mutieren nun zusätzlich die Schmarotzer zu echten und gefährlichen Parasiten, die sich biologisch dadurch definieren, dass sie einzig und alleine auf ihre Belange bedacht sind und den Wirt dabei vorsätzlich schädigen, häufig bis zu dessen Ableben. Die heutigen Politiker zeichnen sich durch eine nur schwer zu überbietene Gier bei gleichzeitig auch nur schwer zu überbietender Kompetenzlosigkeit auf allen anderen Gebieten aus. Im biologischen Definitionsrahmen darf sich nahezu jeder Politiker inzwischen als Paradebeispiel für einen Parasiten an der Gesamtgesellschaft betrachten.

Als Folge ist inzwischen nahezu jeder Paragraph des Gesellschaftsvertrages gebrochen:

(-) Das Gewaltmonopol, das dem Einzelnen physische Sicherheit bieten soll, existiert im Prinzip nicht mehr. Die Polizei zieht sich zunehmend zurück und überlässt ausländischen Clans die Straße. Als Frau bleibt man inzwischen, sofern man nicht über mehrere Bodyguards verfügt, in vielen Gegenden Nachts (und wenn möglich, auch tagsüber) besser zu Hause. Wobei das „im Prinzip“ auf die Gier beschränkt ist: der Bürger, bei dem noch irgendetwas zu holen ist, wird immer unverholener das Ziel staatlicher Gewalt.

(-) Nicht nur die Wohnung als privater Rückzugsort wird immer mehr zum Ziel des Staates, der aus nichtigem Grund seine Rollkommandos hineinschickt. Die Wohnung wird immer mehr zur Mangelware. Irrsinnige religiös-fanatisch-ideologische Vorschriften machen das Bauen oder Instandhalten preiswerter Wohnungen immer unmöglicher und treiben die Preise in die Höhe. Die letztlich inzwischen gar nicht mehr realisierbar sind, was auch das Eigentum angreift: eine Immobilie wird auf 800.000€ geschätzt, ist aber nur für 400.000€ verkaufbar, was den Staat nicht daran hindert, beispielsweise im Erbfall trotzdem für 800.000€ Erbschaftssteuer zu kassieren. Komplett gekündigt: (a) der Anspruch auf ein Dach über dem Kopf, (b) der Anspruch auf einen privaten Rückzugsort, (c) der Anspruch auf Erhalt des Eigentums, (d) ein paar andere Kleinigkeiten wie Meinungsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit, die ebenfalls gekündigt werden müssen und gekündigt worden sind, um (a) – (c) zu ermöglichen.

(-) Wesentlich für den Erhalt des Wohlstands sind Familie und Bildung. Ebenfalls komplett gekündigt. Familie? Rechtsextremistisches Gedankengut! Beide haben gefälligst einen Vollzeitjob auszführen, weshalb familienspezifische steuerliche und andere Vergünstigungen zunehmen gestrichen werden. Kinder? Kann man auch aus dem Ausland bekommen. Vertragspunkt Familie und Kinder gestrichen. Bildung? Während einfache Sachen wie die schriftliche Division in den Bereich der höheren Schulformen verbannt werden und ein zunehmend höherer Anteil eines Jahrgangs Abitur mit immer besseren Noten macht, kommt de fakto vorsätzlich idelogisch kaputt gefahren nur das heraus: (a) ein zunehmend größerer Anteil an Abiturienten weist hohe Defizite im Bereich einfacher Aufgaben wie Lesen, Schreiben und Rechnen auf und viele sind nicht in der Lage, einen Satz mit 3 Nebensätzen zu verstehen. (b) ein zunehmend größerer Anteil weiß nach dem Schulabschluss nichts mit sich anzufangen, da der Bereich „Lebensplanung“ in der Schule überhaupt nicht vorkommt. „Deutschland wird weltführende KI-Nation“, während gleichzeitig einfachste IT-Kenntnisse in der Schule gar nicht erst vermittelt werden. Besser als durch diese Lücke zwischen Anspruch und Realität kann sich die Inkompetenz der vermeintlichen Führungsklasse kaum ausdrücken.

(-) Soziale Sicherheit ist einer der Grundparagraphen – und gekündigt. Die Krankenversicherung deckt immer weniger der Kosten ab, was dadurch ausgeglichen wird, dass es immer schwerer wird, überhaupt noch medizinische Versorgung zu bekommen. Kleinste Fehler, ob nun selbst verschuldet oder nicht, führen zum Verlust der Sozialhilfe (außer bei so genannten Flüchtlingen) und damit zwangsweise zu Obdachlosigkeit und Hunger, Wohngeldzuschüsse sollen nun ebenfalls gestrichen werden, und die Rente, immerhin einer der größten Posten in der Monatsbilanz eines arbeitenden Bürgers, soll ganz offiziell zukünftig nicht mehr zum Überleben ausreichen.

(-) Zukunft: noch vor 60 Jahren konnte ein Facharbeiter heiraten, zwei Kinder mit seiner Frau haben, die sich um die Kinder kümmerte, und trotzdem mit 30 ein Eigenheim bauen, dass 15 – 20 Jahre später abbezahlt war. Heute kann ein voll arbeitenden Akademikerpaar nur davon träumen, sich eine Mietwohnung in einer Stadt überhaupt leisten zu können. Gerade für die jüngere Generation gibt es keine Zukunft mehr: schlecht geschult, kaum Lehrstellen, kaum Aussichten auf eine Laufbahn, bei der man sich noch Ziele setzen kann. Ausnahme: die Parasitenlaufbahn, aber das kann halt nicht jeder.

Ugly past, pathetic present, no future – das ist das, was durch den Vertragsbruch der inkompetenten Gierlappen herausgekommen ist. An diesem Staat noch irgendwie mitwirken? Warum? Aber genau hier verlangen die Gierlappen auf einmal, dass sich die Jugend auf einen Krieg einschwören und an der Ostfront verheizen lässt. Und blamieren sich dabei bis auf die Knochen.

Das Kreiswehrersatzamt heißt jetzt „Karrierecenter der Bundeswehr“. In Hochglanzbroschüren wird der Wehrdienst als Abenteuerurlaub und Selbstfindungsevent verkauft. Man führt und darf an allen möglichen komplizierten Gerätschaften rum spielen, die man sonst nur aus Egoshooter-Spielen kennt. Nur wenige (aus Sicht der Gierlappen zu wenige) fallen darauf hinein und stellen nach wenigen Wochen fest: nix Abenteuerurlaub, sondern sturer Kommissdienst, der selbst einschlägige Filme in der Stupidität überbietet – und schon wird wieder gekündigt. Bis zu 30% brechen die viel versprechenden Karriere als wohlriechende Leiche in einem Schützengraben wieder ab mit er Folge, dass sich noch weniger melden. Eine weitere Folge: die viel gepriesene Panzerdivision Lettland, die höchstens über Panzer für ein Regiment verfügt, kann gerade mal 2 Platoons Soldaten rekrutieren, trotz eindeutiger Karriereangebote.

Nun soll es eine Wehrpflicht 2.0 richten. Alle jungen Menschen bekommen mit 18 Jahren einen Fragebogen, der verpflichtend zumindest von Männern auszufüllen ist. Ein sehr großer Teil reagiert gar nicht erst darauf. Die Bundeswehr spricht von 20% – 25%, aber vermutlich sind es mehr. Einerseits ein Zeichen, dass die jungen Menschen „keinen Bock auf den Scheiß“ haben, andererseits wird diese „kein Bock“-Haltung auch noch massiv durch eigene Blödheit des Staates gefördert. Schauen wir uns das mal an:

(1) Der Fragebogen soll online ausgefüllt werden. Die potentiellen zukünftigen Leichensackinhalte bekommen eine schriftliche Mitteilung mit einer PIN und sollen sich dann auf der Webseite mit der BundID einloggen, einer speziellen Funktion des Personalausweises. Das stößt schon mal auf das Problem, dass man eine Ausweis braucht (Pass geht nicht), die BundID freigeschaltet hat (der Brief liegt allerdings in irgendeiner Schublade, die unlängst mit dem Sperrmüll entsorgt wurde) und den elektronischen Anweisungen folgt, die vermutlich auch irgendeinen Umgang mit dem Handy beinhalten. Auf dem Weg gibt es eine Menge Details, die dazu führen, dass der Brief der Bundeswehr auch erst mal in einer Schublade abgelegt wird, die zum Sperrmüll ansteht.

(2) Man soll Selbstauskünfte über die Gesundheit erteilen, ohne dass Kriterien vorliegen. „Sportlich Fit“ – heißt das, dass man den Bierkasten in die erste Etage tragen kann oder regelmäßig an Marathonläufen teilnimmt? „Kann ich nicht beurteilen“ dürfte in vielen Fällen die ehrliche Antwort sein. Über Ärzte, die das beurteilen könnten, verfügt die Bundeswehr aber nach Abschaffung der Wehrkreisersatzämter nicht mehr und eine Verpflichtung der Hausärzte, Musterungen vorzunehmen, verlangt (a), dass der Jugendliche über einen Hausarzt verfügt, und wäre (b) ein Denial-of-Service-Angriff auf das ohnehin schon aus den Fugen geratene Gesundheitssystem insgesamt.

„Ich bin ein physicher Krüppel“ wäre nach den Vorstellungen der Politkaste strafbar, aber nur durchsetzbar, wenn sich der Staat eines durch und durch korrupten Justizsystems bedient. Das ist zwar vorhanden, aber seine Anwendung wäre eine weitere Abkehr der Betroffenen vom System. Und ebenfalls ein DNS-Angriff auf sich selbst, nämlich die Verwaltung und die Justiz. Man muss dem Betreffenden nachweisen, dass er kein Krüppel ist (eine 1 im Sport reicht bei den heutigen Notenkriterien sicher nicht), und dann auch noch ein Verfahren gegen ihn führen.

(3) Nichtbeantwortung des Fragebogens soll ebenfalls durch Bußgelder geahndet werden. Und auch da macht sich der Staat vollends lächerlich. Ein Bußgeld gegen einen, der gerade die Schule abgeschlossen hat und mittellos ist? Zu holen ist das nichts, was aber nur durch aufwändige Verfahren festzustellen wäre und dann allenfalls in einem negativen Schufa-Eintrag endet. Bei ohnehin NO-FUTURE ein ignorierbares Risiko. Und es betrifft ja nicht ein Bußgeld gegen einen, sondern gegen geschätzt nach den derzeitigen Zahlen 150.000/Jahr.

Mit anderen Worten: der Parasitenstaat tritt mit extrem großer Fresse auf, kann aber nicht liefern, wenn sich ein größerer Anteil der Betroffenen nicht einschüchtern lässt. Und das ist für ihn hoffentlich fatal und für die Gesellschaft positiv: der Staat kann sich nur dort durchsetzen, wo von den Bürgern auf einfache Weise etwas zu holen ist. Ist nichts da, versickert alles im Sand. Das Signal: ziviler Ungehorsam, hier durch eine Generation, gegen die man nichts in der Hand hat, wirkt. Und wenn sich diese Einsicht – Ungehorsam, durch den man dem Gegner mehr Kosten verursacht, als man selbst hat – durchsetzt, kann das Parasitentum hoffentlich auf Dauer gebrochen werden. Nichts wäre wünschenswerter als dass oben „ES IST KRIEG!!!!“ geschrien wird und unten keiner hingeht.


Zusatzfrage: immer wieder tauchen Nachrichten auf, welcher Politiker nach aktuellen Umfagen der beliebteste ist. Geht es dabei tatsächlich um Beliebtheit oder eher um die nach koprologischen Kriterien am wenigsten ekelhafte Variante?


Zusatzinfo: die Wehrpflicht soll, um überhaupt auf die angestrebten Zahlen zu kommen, für den Altersbereich 18 – 70 Jahre gelten. Ob für Angehörige der letzten Gruppe dann spezielle Rollatorgeschütze konstruiert werden, ist noch offen. Angehörige der unteren Jahrgänge sollten einmal darüber nachdenken, dass in der Ukraine, in der durch die Westpolitiker und den kleinen Schneekönig ungebremst eine Generation nach der anderen verheizt wird, die Wehrpflicht erst ab 25 gilt und eine Erniedrigung auf 22 Jahre bislang gescheitert ist.