Zwischendurch mal wieder Klima: ARD

Ein offener Brief von Klaus Döhler.

Wetterbericht in den Tagesthemen vom 3. Mai 2020

Sehr geehrter Herr Schwanke,

Mit Interesse habe ich Ihren Wetterbericht in den Tagesthemen vom 3. Mai 2020 verfolgt. Ich schaue mir sehr gerne die von Ihnen moderierten Wetterberichte an, denn Sie bringen stets einen lehrreichen Vorspann bevor Sie zur eigentlichen Wettervorhersage kommen. Das ebenso von Ihnen moderierte „Wetter vor 8“ gehört zu meinen Standard TV-Programmen.

Sie erwähnten am 3. Mai, dass wir derzeit einen neuen Rekordwert von 418 ppm in den atmosphärischen CO2-Konzentrationen erreicht haben und dass dies der höchste Wert seit 800.000 Jahren ist (siehe Abbildung).

Nun habe ich aber gelesen, dass die atmosphärischen CO2-Konzentrationen vor Kurzem noch bei circa 408 ppm gelegen hätten. Obwohl der CO2-Ausstoß durch Industrie und Verkehr in den letzten drei Monaten wegen des weltweiten Corona-Lockdowns abgenommen hat, scheint gleichzeitig aber die Konzentration von CO2 in der Atmosphäre – Ihren Angaben zufolge – um circa 10 ppm zugenommen zu haben. Es stellt sich deshalb die berechtigte Frage: „Woher kommt dieser Anstieg der CO2-Konzentrationen seit dem Beginn des Corona-Lockdowns“? Man sollte eher erwarten, dass die atmosphärischen CO2-Konzentrationen stattdessen geringer werden. Haben Sie eine Erklärung für diesen unerwarteten Anstieg?

Mir liegt eine weitere Frage auf dem Herzen: Sie erwähnten, dass die derzeit gemessenen 418 ppm CO2 einen Rekordwert erreicht hätten, und zwar seit 800.000 Jahren. Mich wundert, weshalb immer wieder – auch von Ihnen –  ausgerechnet 800.000 Jahre als Bezugspunkt für die CO2-Konzentrationen genommen werden? Die Erde ist bedeutend älter und fruchtbares Leben existiert auf der Erde bereits seit Milliarden von Jahren. Weshalb nehmen Sie nicht 50 Millionen Jahre als Bezugspunkt? Damals waren die CO2-Konzentrationen der Atmosphäre noch 5 mal höher als heute (siehe Abbildung).

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Oder aber 500 Millionen Jahre? Damals lagen die CO2-Werte bei 7.000 ppm um zweitausend Prozent höher als heute (siehe Abbildung), ohne dass die Erde Schaden nahm. Im Gegenteil, das pflanzliche und tierische Leben auf der Erde war während der Jahrmillionen vor unserer Zeit üppiger und artenreicher als heute.

Sollte es deshalb nicht Ziel der Menschheit sein, wieder ein CO2-Niveau wie vor 50 oder gar 500 Millionen Jahren zu erreichen? Was spricht dagegen? 800.000 Jahre vor unserer Zeit markieren ausgerechnet einen Tiefpunkt in den erdgeschichtlichen CO2-Konzentrationen und scheinen mir als Bezugspunkt für die heutigen atmosphärischen CO2-Konzentrationen doch sehr willkürlich – ja sogar irreführend – gewählt.

Sehr geehrter Herr Schwanke, Sie haben sicherlich eine Erklärung und ich freue mich auf Ihre Antwort.

Mit besten Grüßen


Anmerkung: zum Teil natürlich auch Fangfragen, siehe „Die Vergiftung des Klimas“ hier im Blog.