Ein Plädoyer für die Frauenquote

Nach allen anderen Linksparteien ist nun anscheinend auch die FDP umgekippt und spricht sich für Frauenquoten aus. Weil Frauen in hoch bezahlten Berufen und in Managementfunktionen im Verhältnis zu ihrer Gesamtanzahl unterrepräsentiert sind.

Nun mag das stimmen, hat aber überhaupt nichts mit Liberalität zu tun. Wir sind längst so weit, dass sich Männer und Frauen auf jeden Job bewerben können und auch eingestellt werden, wenn sie die beste fachliche Qualifikation mitbringen (außer in der Politik, wo der Anteil der Qualifikation „hat Titten (oder könnte zumindest)“ ca. 90% der Qualifikation ausmacht). Wenn 80% der Ingenieure Männer sind, spiegelt das auch recht genau das Geschlechterverhältnis während des Studiums wider, genauso wie die 80% Frauen in Sozialberufen. Es ist die freie Entscheidung der Leute, welchen Beruf sie ergreifen, und Quote bedeutet nichts anderes als letztlich die freie Entscheidung einzugrenzen.

Von der FDP zur UPD (Unfreie Demokraten)? Trotzdem möchte ich eine Lanze FÜR die Frauenquote brechen.

Im täglichen Leben begegnen einem ständig Frauen (und Männer; kein weiteres Geschlecht), die ihren Job gut machen, keine Quote nötig haben und sich das auch energisch verbitten. Nur in der Politik und den Qualitätsmedien stößt man ständig auf Dumpfbacken. Das sind diejenigen, die in der Jugend zu schüchtern waren, um bei der Verteilung des Verstandes laut „HIER!“ zu rufen. Jetzt ist es zu spät, und außer Politik und Journalismus (und vielleicht Jura) gibt es kaum Berufe, in denen man bar jeden Verstandes vorankommen kann. Nun überlegt mal selbst: wenn man angesichts der ständig medial präsenten Belegschaft an Frauen (und ca. 15 ähnlichen, mit Frauen verwechselbaren Geschlechtern), die intellektuell zwischen „dummer Pute“ und „blöder Kuh“ rangieren, auf die Idee kommen würde, das mit der Gleichberechtigung sei doch irgendwie eine dumme Idee gewesen und man solle das einstampfen, wäre damit allen Frauen, die ständig ihren Mann stehen, und auch allen Männern, die ständig ihre Frau stehen (und womöglich noch beide aufeinander stehen), denkbar schlecht gedient.

Deshalb: PRO Frauenquote!

Ein Gedanke zu „Ein Plädoyer für die Frauenquote

  1. Nehmen wir mal den Bauingenieur, der eigentlich drei Sachen beherrschen sollte: Planung, Ausschreibung und Bauüberwachung/Abrechnung. Bei vielen Kommunen ist das Prinzip der Ausführung aller drei Komponenten bereits abgeschafft. Einer plant, ein anderer schreibt aus und wieder ein anderer tätigt die Bauüberwachung. Dieses Verfahren sollte die Korruption verhindern. Das Ergebnis ist jedoch, dass heute nur noch eine Komponente beherrscht wird und der Planer oberflächlicher arbeitet, weil die Planfehler an der Baustelle nicht selbst ausgebügelt werden müssen. Die Besetzung der Stellen sehen in der Praxis nun schon mal so aus: Planer – weiblich, Ausschreiber – weiblich, Bauüberwacher – männlich. Bauüberwachung bedeutet bei Wind und Wetter an der Baustelle tätig zu sein und dies ist bei den weiblichen Mitarbeitern nicht unbedingt besonders beliebt. Nun ist es heute jedoch immer noch gegeben, dass die meisten Bauingenieure männlich sind (wie im Artikel schon betätigt), aber die Besetzung der Führungspositionen bereits einer Quote unterliegen. Somit haben die Bauüberwacher die geringsten Chancen eine Führungsposition zu erhalten. Bedeutet gleichzeitig, Praktiker wollen wir nicht als Führungskraft!

    In der Politik sieht es schon längst so aus, Praktiker sind unerwünscht! Je weniger Ahnung vorliegt, desto besser für die Ideologien der Parteien. Mit Quoten wird erreicht die Praktiker mehr und mehr auszuschalten und somit die Bedenkenträger. Bei den Grünen funktioniert es bereits vorzüglich, Baerbock, Roth oder Göring-Eckardt bedarf wohl keiner weiteren Erklärung.

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