Kenntnisfrei in die Zukunft

Die EU hat (mal wieder [stöhn]) etwas extrem Wichtiges für die Internetnutzer durchgesetzt:

Das Handy-Betriebssystem Android kam bisher standardmäßig mit Google-Chrome als Browser und Google als Standardsuchmaschine daher. Das soll sich nun ändern, auch für bereits eingesetzte Handys

Wenn der App-Store mal wieder geöffnet wird, sollen dem Kunden zunächst so um die 5 verschiedene Browser und entsprechend viele Suchmaschinen zur Auswahl angeboten werden (bei Neuinstallationen wird das vermutlich beim Einrichten erledigt. Die Reihenfolge in der Auswahlliste soll zufallsgesteuert sein, um den Eindruck zu vermeiden, dass bestimmte Kombinationen aufgedrängt werden sollen. Damit soll die Marktbeherrschung von Google gebrochen werden.

Dieser große Fortschritt ist natürlich nichts Neues. Im App Store konnte man auch bisher schon andere Browser installieren und in selbigen andere Suchmaschinen als Standardsuchmaschinen festlegen. So etwas ist mit einigen Fingertipps und Wischern erledigt. Nur macht das halt kaum einer, weil der Sinn dabei nicht klar ist. Der Streit, welchen Browser man einsetzen soll, ähnelt wohl eher dem aus der Kindheit älterer Leute, ob man mit Märklin, Trix oder Fleischmann als elektrische Eisenbahn operierte. Nun müssen alle Nutzer bei Installation eine Auswahl aus ihnen ansonsten unbekannten Varianten wählen. Diejenigen, die wissen, weshalb sie eine bestimmte Variante wählen, dürften im Heer der Nutzer wohl eher der Konzentration von CO2 in der Atmosphäre entsprechen, aber sei’s drum: Hauptsache Auswahl, auch wenn man nicht weiß, wieso.

Wo wir schon dabei sind: wieso werden PCs eigentlich immer noch mit Mikro-Schrotts „Fensters“ ausgeliefert statt mit einem richtigen Betriebssystem. Da wäre die Wahl wesentlich sinnvoller.

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