Eine kurze Geschichte der Menschheit

Kapitel 9: Machtspiele

Betrafen die bisherigen Kapitel eher die Vorgeschichte, so treten wir nun mehr oder weniger in den historischen Rahmen ein, in dem einzelne Vorkommnisse und Persönlichkeiten dokumentiert sind. Diese Phase setzt regional allerdings zu deutlich verschiedenen Zeiten ein. Während im Europa nordwestlich des Alpenraums eine reiche, anscheinend recht einheitliche Kultur mit einem weitreichenden Handelsnetz bestand, über die mangels schriftlicher Hinterlassenschaften nur wenig mehr bekannt ist, schlugen sich namentlich bekannte Könige in Ägypten und im vorderasiatischen Raum mit größeren Heeren bereits gut dokumentiert gegenseitig die Schädel ein.

Betrachtet man das, was sich seither entwickelt hat, gewissermaßen als neutraler Beobachter, erstaunt, dass die Menschheit überhaupt so weit gekommen ist und sich nicht schon viel früher so weit ausgerottet hat, dass Bären, Wölfe und Großkatzen mit dem Rest leichtes Spiel gehabt hätten. Viele Exzesse bis in die heutigen Tage hinein lassen das Gefühl aufkommen, dass diese Lösung vielleicht sogar die bessere gewesen sei. Anscheinend ist die überbordende Aggressivität eine erst spät zum Vorschein gekommene Eigenschaft des Menschen.

Sprachen und Ethnien

Zeichensprache und Mimik sind eine recht universelle Kommunikationsmöglichkeit, und selbst Äußerungen in völlig fremden Sprachen können in der Regel zuverlässig dahin interpretiert werden, ob der Sprecher freundlich oder feindlich gesinnt ist. Trennen sich Gruppen so auf, dass über mehrere Generationen kaum Kontakt besteht, trennen sich allerdings auch die Sprachen auf. Umgebungsbezogen müssen neue Erscheinungen benannt und Beziehungen beschrieben werden, Teile der Gruppen erfinden ihren besonderen Slang – und schließlich haben die Gruppen ein Verständigungsproblem, wenn sie wieder einmal aufeinander treffen. Je länger die Trennung dauert, desto größer die Differenz, und schließlich kann es auch zu deutlich unterschiedlichen Ethnien oder Rassen kommen. Der Begriff Rasse wird zwar heute verteufelt, aber vermutlich kann sich fast jeder unter „Südländer“ eine ganze Menge Menschen aus unterschiedlichen Gegenden vorstellen, die er nach gewissen Merkmalen halbwegs sicher zuordnen kann.

Unterschiedliche Sprachen sind ein Aggressionsverstärker. Der Mensch möchte qua Kommunikation sein Umfeld kontrollieren, und wenn man auf der Straße einer Gruppe mit einer anderen Ethnie begegnet, fühlt man sich in der Regel besser, wenn die Gruppe Deutsch spricht (man muss gar nicht verstehen, über was geredet wird), als wenn sie arabisch schnatternd daher kommt. Gemeinsame Sprache verbindet, unterschiedliche Sprache trennt (die Vernachlässigung dieser simplen Weisheit ist heute einer der größten Fehler in Sachen Integration).

Mit einer Sesshaftwerdung werden diese Differenzen gefördert. Die Sesshaftwerdung vollzieht sich Anfangs an besonders günstigen Standorten und weitet sich mit größer werdender Bevölkerung aus, weniger durch Wanderungen. Dort, wo solche Gebiete mit unterschiedlicher Entwicklung zusammen stoßen, identifizieren sich erfahrungsgemäß die Leute mit einer der Ethnien. Man versteht sich zwar, aber fließende Übergänge sind auch heute eher selten. Übergreifend sind im Prinzip nur Händler unterwegs.

Damit sind Probleme vorprogrammiert. Wächst die Bevölkerung weiter, kommt es zu Verteilungskonflikten, kommen noch widrige Umstände wie Klimaänderungen hinzu, kann das Wanderungen ganzer Gruppen auslösen, was sich als Dominoeffekt sehr weit fortsetzen kann.

Häuptlinge und Könige

Clanchefs treffen zwar eine Reihe von für alle verbindlichen Entscheidungen, sind aber ursprünglich kaum mehr als Primus inter Pares. In lockeren Siedlungsverbänden mit Wehrbauernstrukturen, wie man sie im nordwestlichen Europa vermuten darf, dürfte sich daran zunächst relativ wenig geändert haben.

Mit zunehmender Arbeitsaufteilung ändert sich das. Jäger halten den Bauern und Hirten die gefährlicheren Räuber vom Leib, und daraus dürfte sich die Militär- und Adelskaste entwickelt haben. In größeren Gemeinschaften mit Eigentum ergeben sich Streitigkeiten, die entweder durch eine Versammlung (Ting) erledigt wurden oder die man zur Beilegung dem Clanchef übertrug. Probleme mit anderen Gruppen, die Ansprüche auf eigenes Siedlungsgebiet erhoben, ließen sich nur durch zentrale Organisation erledigen. Der Häuptling musste im Konfliktfall führen und mit Waffen umgehen können, was auch dazu führte, dass seine Sippe die Kandidaten für den nächsten Häuptling stellten, zunächst wohl durch Bestätigung durch ein Ting, später aber auch durch Erbfolge. In diese Phase fallen auch erste Gemeinschaftsaufgaben wie die Anlage von Fluchtburgen, in die sich die Bevölkerung im Konfliktfall mit Nachbarn zurückziehen konnte.

Fluchtzentren sind einerseits ein guter Startpunkt für die Entwicklung von Siedlungen mit städtischen Charakter, zur Anlage und Verwaltung von Vorräten für schlechte Zeiten und als Handelszentrum. Ein starker Häuptling kann diese Konzentration zum Anlass nehmen, seine Macht zu vergrößern, statt weiter gewissermaßen als Bürgermeister hauptsächlich Verwalter mit begrenzter Macht zu sein. Militär wird angesiedelt und auf den Häuptling oder besser Herzog und seinen Clan eingeschworen, der Unterhalt für diesen und den zunehmenden persönlichen Luxus von den umliegenden Bauern eingezogen.

Das geht in den seltensten Fällen reibungsfrei, da man ungern etwas abgibt, wenn man die Begründung dafür nicht einsieht, andererseits die Herrschenden sich erfahrungsgemäß nie eine Grenze für ihr Mehrwollen auferlegt haben. Die Militärmacht wird dazu benutzt, die Ansprüche des Herzogs durchzusetzen, was aber auch dazu führt, dass Soldaten und Volk voneinander getrennt werden: schlägt der Soldat einen zahlungsunwilligen Bauer tot, haben seine Kollegen wenig Hemmungen, dass mit dem nächsten Soldaten ebenfalls zu machen, sollten sie einem habhaft werden. Um seine Macht zu festigen, wurde die Bevölkerung daher entwaffnet: bis in die heutige Zeit hinein geben Jagdberichte und Jagdgesetze zu erkennen, dass ein Landbewohner kein Recht auf einen Spieß, ein Schwert, eine Armbrust, ein Gewehr oder sonst was hatte, und mit Dreschflegel und Sense kann man sich gegen speziell ausgebildete Soldaten nicht zur Wehr setzen.

Wird das Gemeinwesen noch größer, sind auch Mittel für größere Projekte vorhanden. Neben den Prachtbauten der Herrscher findet man auch „gemeinnützige“ Projekte wie Bewässerungsanlagen, mit denen wenig geeignete Gebiete zu „blühenden“ Landschaften umgestaltet wurden.

Eine andere Gefahr ist das Militär, dass mit zunehmender Bevölkerungsanzahl auch größer wurde, zum einen, um die eigenen Leute unter Kontrolle zu halten, zum anderen, um mit größeren angreifenden Verbänden fertig zu werden. Im mesopotamischen Raum nahm das ein fatales Eigenleben an: die Soldaten müssen irgendwie beschäftigt und bezahlt werden, und die Offizieren neigen bei Unterbeschäftigung leicht zur Palastrevolte und wollen Kalif anstelle des Kalifen werden. Die lokalen Herrscher blähten ihren Militärapparat immer weiter auf, waren aber aus eigenen Mitteln immer weniger in der Lage, in auch zu bezahlen und zu kontrollieren. Die Folge: man überfiel den Nachbarstaat, um Beute zu machen.

Diese Kriege ziehen sich, wenn man die heutige Zeit hinzurechnet, mit einigen Unterbrechungen seit 5.000 Jahren hin. In der Regel ziemlich brutal; die heutige Fassbombenperiode ist eher human gegenüber dem, was sich früher abgespielt haben muss. Man verwüstete nicht nur, sondern verübte einen Genozid nach dem anderen, falls man die Leute nicht als Arbeitssklaven wegschleppte. Das Ausdünnen der feindlichen Bevölkerung betrachtete man wohl als probates Mittel, den nächsten Rachefeldzug hinauszuzögern.

Glaubt man den Berichten, konnten bereits die frühen Könige erstaunliche Mengen an Soldaten ins Feld führen. Mehrere 10.000 Mann scheinen keine Seltenheit gewesen zu sein, was aus heutiger Sicht schon eine beachtliche logistische Leistung darstellte. Wie überhaupt der Erfindungsgeist des Menschen wohl durch den Krieg ungemein beflügelt wird: Kampfwagen, die Reiterei als Waffe, Kompositbögen mit großer Reichweite, Belagerungsmaschinen, neue strategische und taktische Konzepte – nicht selten setzte sich eine Armee aufgrund einer besseren Bewaffnung und Aufstellung durch.

Trotz allem genügte das (und genügt das bis heute) nicht, die ethnischen Unterschiede einzuebnen. Manches Mal ließen die Könige Statthalter zurück, mit der Gefahr, dass die sich auf Dauer mit der ansässigen Bevölkerung zusammentun und sich selbständig machen, oder man ließ die alte Oberschicht als tributpflichtige Vasallen fortbestehen. Wer Babylonier war, blieb Babylonier und wurde nicht Assyrer, weil die gerade ein paar Schlachten gewonnen hatten, und umgekehrt. Irgendwann flog alles wieder auseinander, weil sich die Leute auf ihre Sprache und ihre Gebräuche besannen. Bezogen auf die heutige Zeit: wieso erwartet man nach 5.000 Jahren konstantem Verhalten eigentlich, dass das Gebilde EU funktionieren soll, wenn weder Sprache noch Sitten irgendwie zusammen passen?

Allerdings hätten die Konzepte von Herrschen und Krieg nicht ohne die Religion funktioniert. Diese hatte und hat einen entscheidenden Einfluss auf die Aggression.

Die Rolle der Religion

kann in der Entwicklung kaum überbewertet werden. Einen anderen Menschen, also einen Angehörigen der eigenen Art zu töten ist nämlich gar nicht so einfach. Im Kampf oder Krieg mag das noch angehen, aber das gewerbsmäßige Töten, dass die Herrscher nach dem Kampf betrieben (und bis heute betreiben), ist eine ganz andere Hausnummer. Verwalter des Todes wie die NS-Bürokratie mag sich noch damit herausreden, dass sie ja selbst die Waffen nicht bedient hätten, aber auch anscheinend anständige Leute hatten mit dem richtigen Ansporn nur noch bedingte Skrupel, Wehrlose umzubringen. Die Religion hat entscheidende Weichen hierzu gestellt.

Wir haben schon von der Konkurrenz von Stammeschefs und Priestern gesprochen. Mit Größerwerden der Gemeinschaften gingen sie nach außen ein Zweckbündnis ein, innen tobte der Machtkampf. Spätestens mit der Personifizierung von Göttern und größeren Gemeinschaften wird ein Opferkult notwendig (wie weit er schon zuvor bestand, lassen wir offen). Priester nehmen die Opfergaben entgegen (und leben davon), und zumindest ein Teil der Opfergaben wird öffentlich durch Verbrennen, Vergraben oder sonstwie direkt dem Gott zugeteilt, um nicht den (berechtigten) Verdacht der reinen Bereicherung aufkommen zu lassen. Man zwang der Bevölkerung ausgedehnte Rituale auf, die die Herrscher als gottähnlich einschlossen, im Gegenzug erhielten die Priester ausgedehnten Besitz und Privilegien.

Nun hat man gar nicht so viele Möglichkeiten, einen Götterkult aufzubauen. Es gibt bestimmte Hauptgottheiten, die für bestimmte Sachen zuständig sind, und beim einen Volk heißt der Gott eben Zeus, beim nächsten in nahezu identischer Funktion Jupiter. Die Priester verstanden es sehr früh, die Götter zu privatisieren. Die Götter, zumindest die wichtigen, waren für den eigenen Staat zuständig, und der nächste Staat hatte seinen eigenen (natürlich minderwertigen) Götterkanon.

Die Götter waren oft recht unsympathische Zeitgenossen. Streit, Betrug, Kämpfe untereinander oder auch heimtückischer Mord scheinen an der Tagesordnung gewesen zu sein. Und das wollten sie auch von ihren Untertanen sehen.

Das alte Testament, das sich ja einiger Bekanntheit rühmen kann und sich daher als nachprüfbares Beispiel anbietet, spricht in beiden Beziehungen (Staatsgott, unethisches Verhalten) eine sehr deutliche Sprache, angefangen bei Kain, der nach dem Brudermord „in ein fremdes Land ging und sich dort eine Frau nahm“ (die kann nur von einem anderen Gott geschaffen worden sein, denn Jahwe war es wohl nicht), bis zu Moses, der seine Leute in das von Gott versprochene gelobte Land führte, in dem aber erst einmal alle alten Bewohner umgebracht werden mussten, vorzugsweise die männlichen Einwohner, während man Frauen, Vieh und Land zur eigenen Benutzung übernahm. Ging es also darum, dass der König sein Nachbarland überfallen wollte, tat er es im Grund nur den eigenen Göttern nach oder folgte deren Befehl, was das Totschlagen zumindest rechtlich legitimisierte. Gott strafte sogar: der Vorgänger des israelitischen Königs David, Saul, weigerte sich, ein Massaker an einem anderen Volk durchzuführen, worauf ihn Jahwe kurzerhand mit Wahnsinn schlug und die Priester David auf den Thron brachten, der keine Hemmungen hatte. David vergnügte sich später mit der Gattin eines seiner Generäle und schwängerte diese, was selbst für einen König nicht anging. Folglich wurde der General auf ein Himmelfahrtskommando geschickt, das erwartungsgemäß in den Himmel führte und David sich weiter um sein Flittchen kümmern konnte. Sonst hat da niemanden gekümmert, Jahwe eingeschlossen.

Der inzwischen allgemein praktizierte Opferkult wurde nicht selten auf Menschenopfer ausgedehnt, was die Hemmungen weiter abbaut. Zu diesem Zweck wurden die Opfer entmenschlicht. In der NS-Ideologie gab es beispielsweise den wertvollen arischen Menschen sowie die Untermenschen, der ausgerottet werden musste. Der war kein Mensch, sondern rangierte irgendwo darunter, und wenn man Ungeziefer umbringt, fallen die Hemmungen. Diese Tricks lassen sich über Christentum, Islam, Judentum und alle anderen Religionen bis in die Frühzeit zurück verfolgen. Stets gibt es Gruppen, die nicht Kinder Gottes sind (aus dem Zionismus: „Die Menschen sind Kinder Gottes“ und die „Juden sind Jinder Gottes“, woraus mit mit einiger verdrehter Logik auch lesen kann, dass Nichtjuden auch keine Menschen sind) und folglich umgebracht werden müssen. Ohne diese ideologische Entmenschlichung aller Gegner/Feinde wären die Tötungsexzesse, die man noch heute bei islamistischen Terroristen beobachten kann, nicht so einfach umzusetzen.

Zumindest in einem Fall ist die Sache mit den Menschenopfern allerdings wohl aus dem Ruder gelaufen. Wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, fallen auch noch andere Hürden, und um einen Kampf gegen einen Gegner zu gewinnen, muss man eben besonders wertvolle Opfer vollbringen. Was wiegt mehr als ein Menschenopfer aus der eigenen Familie? Bei den frühen jüdischen Stämmen verselbständigte sich dieser Opferkult anscheinend so sehr, dass die Familien der Oberhäupter durch Opferung eigener Kinder ausdünnten und die Priester die Notbremse zu zogen und per Abraham/Isaak und einigen anderen Botschaften verkündeten, dass Gott diese Art von Opfern nicht (mehr) wollte.

Damit die Leute auch machen, was im Interesse der Herrscher und der Priester ist, muss die Botschaft in einer Art Gehirnwäsche verbreitet werden. Zunächst kann man bescheidene Gemüter auf verschiedene Arten erschrecken, und sei es durch ein paar pyrotechnische und Taschenspielertricks. Häufig wiederkehrende Rituale, in denen vorgebetet wird, was „Gott“ will, und die peinlichst korrekt möglichst oft nachgebetet werden müssen, führen dazu, dass irgendwann selbst der größte Unfug geglaubt wird, weil das Hirn endlich in Ruhe gelassen werden will (ähnlich wie entsprechende Schauermärchen über Deutschland aus dem 1. und 2. WK dürfte es durch entsprechende Wiederholung durchaus möglich sein, einen großen Teil der Bevölkerung glauben zu lassen, die AfD wolle tatsächlich Seife aus Asylbewerbern kochen). Wenn man häufig genug

Im Namen Allahs, des Allerbarmers. des Barmherzigen, Alle Lobpreisung gebührt Allah, dem Herrn der Welten, dem Allerbarmer, dem Barmherzigen, dem Herrscher am Tage des Gerichts. Dir allein dienen wir und Dich allein flehen wir um Hilfe an. Leite uns den rechten Pfad, den Pfad derer, denen Du gnädig bist, nicht derer, denen Du zürnst und nicht derer, die in die Irre gehen. Amen

betet (es geht je nach Lage auch deutlich heftiger) und mit ein wenig verdrehter Logik nachhilft, braucht es nur wenig Anstoß, diejenigen, denen Allah zürnt, eine Abreibung zu verpassen (die anderen Religionen sind i.d.R. auch nicht besser).

Belohnungen für besonders erfolgreichen Einsatz für die Götter dürfen natürlich nicht fehlen (und tun es selten). So wird zum Fest in Odins Halle eingeladen, wo aus den Schädeln der Besiegten Met in großen Mengen getrunken wird, oder man kann sich wahlweise ungehemmt am Eigentum und den Frauen der Besiegten ergehen, wenn man gewonnen hat, bzw. bekommt dauerhafte Gesellschaft von 72 Jungfrauen, wenn man das Pech hatte, zu verlieren.

Wenn man als Priester noch ein Übriges tun will, gibt es noch etwas religiöse Verzückung. Drogen, Fasten oder auch Schmerzen lösen halluzinogene Zustände aus, die – sorgfältig gesteuert – mit Gott in Verbindung gebracht werden und den Gläubigen noch nachhaltiger an den Unfug binden. Nach dieser Gehirnwäsche ist es kaum noch verwunderlich, dass Selbstmordattentäter freiwillig oder mit sanftem Druck eine Sprengstoffgürtel in einem Kindergarten zünden.

Die Religion hat mithin einen grausigen Anteil daran, dass es bis heute derart grausam in der Welt zugehen konnte und kann. Dabei geht es den Gläubigen noch nicht einmal auf, dass Vieles den (angeblichen) Grundprinzipien der eigenen Religion widerspricht, Juden, Christen und Moslems formal an den gleichen Hansel glauben und dieser noch nicht mal besonders helle sein kann, wenn er es nicht fertig bekommt, den Leutchen mal zu sagen, was den Sache ist (Moses und die Gesetzestafeln: der allwissende, allmächtige und allgütige Gott bekommt nicht mir, dass 20 km weiter das Volk einen goldenen Konkurrenzpopanz anbetet, kann das auch nicht unterbinden und hat keinen Einwand, wenn Moses die meisten Abtrünnigen über die Klinge springen lässt. Besser als diese Kombination von angeblichen Eigenschaften und Handlungen kann man die Lächerlichkeit des Ganzen wohl kaum dokumentieren).

 

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