Die Geburtenrate der deutschsprachigen Länder in Westeuropa liegt statistisch bei ca. knapp 1,25 Kindern pro Frau. Für eine Bestandssicherung sind statistisch ca. 2,1 Geburten pro Frau notwendig. Das bedeutet, die Anzahl der Ureinwohner schrumpft.
In Zahlen bedeutet dies, dass in der nächsten Generation nur noch 59% der heutigen Personen für eine Elternschaft zur Verfügung stehen, in der übernächsten 35%, danach 21% usw., wenn sich an diesen Zahlen nichts ändert. Ein heute geborener Mensch benötigt etwa 20 Jahre, bis er eine Familie gründen kann und hat dann weitere 20 Jahre, um Nachwuchs zu erzeugen. Selbst wenn man die Zeiten etwas großzügiger ansetzt, bleibt beim gegenwärtigen Trend bereis nach wenig mehr als 100 Jahren von der Urbevölkerung kaum noch etwas übrig.
Da die Lebensdauer des Menschen (noch) wesentlich länger als diese Zeiträume sind, kann es sogar noch schlimmer kommen, da die Alten im Verhältnis zu den Jungen noch eine ganze Weile mehr werden. Da sämtliche Anstregungen aber nicht dahin laufen, das irgendwie abzufedern, was mit einem anderen Wirtschaftssystem möglich wäre, sondern das Leben für die jüngeren Leute noch unbequemer zu machen, ist abzusehen, dass die Geburtenraten eher noch weiter einbrechen als sich erholen. Wer heute eine Familie gründet, muss sich entscheiden, entweder eine fragwürdige Karriere zu durchlaufen oder durch ein Kind definitiv bestraft zu werden.
Ob das nun schlimm ist, wenn gewissen körperliche Merkmale eben in absehbarer Zeit selten werden, ist eine Gretchenfrage, zumal man ja auch nicht bestimmen kann, wo die Liebe hinfällt und wer wen heiratet. Was aber definitiv passieren wird, ist auch ein massiver Effekt auf die Kultur und die Sprache. Schon heute zeichnen sich die Kinder anderer Ethnien nicht gerade als Bewahrer der Sprache und Kultur aus, zumal noch nicht einmal darauf gedrungen wird, Deutsch als Amtssprache durchzusetzen. Man kann also davon ausgehen, dass die Sprache und die Kultur noch schneller verschwinden wird. Es ist demnach nicht unwahrscheinlich, dass deutschsprachige Ureinwohner zum Ende des Jahrhunderts gewissermaßen in Reservaten wie amerikanische Ureinwohner oder deutschsprachige Minderheiten im russischen Raum leben werden.