In den sozialen Netzwerken wie X gibt es eine neue treue Fangemeinde von Kriegsvideos. Nicht igrendwelchen, sondern Reality-Videos oder besser Snuff-Videos. Modernste deutsche Technik macht es möglich! Was gezeigt wird? Ganz einfach: die letze 1/10 Sekunde im Leben eines Menschen. Wer starke Nervern hat, kann das ja mal anklicken.
Im Ukraine-Krieg ist Deutschland längst zur verlängerten Werkbank der Ukraine geworden. Tausende von Drohnen werden hier industriell gefertigt, über die Grenze verfrachtet und von ukrainischem Gebiet aus abgeschossen, damit man sich hier rechtlich nichts vorzuwerfen hat. Und wie ein heutiger Rasenroboter, dem man mit der App auf dem Handy zusehen kann, welchen Halme er gerade niedermäht, liefern auch die Drohnen Videobilder zum Operateur und der zum asozialen Netzwerk. Was man da macht, wird auch ganz offen zugegeben:
Jonas Oehman, der Gründer der litauischen Hilfsorganisation „Blue/Yellow for Ukraine“, erklärte in einem Interview: Der ausschließliche Zweck seiner NGO liegt darin, Russen zu töten. Damit enttarnt er die geleistete medizinische Hilfe als Deckmäntelchen für Tötungsabsichten.
Und im Internet gibt es dann jede Menge LIKE für die Feststellung: „Jeden einzelnen Tag sterben 100-200 russische Staatsbürger“. Tote Russen! Wow! Und dann noch live! Was für eine Show!
Ich weiß nicht, wie der Leser empfindet, aber langsam muss man sich schämen, ein Mensch zu sein. Wenn man sich schämt, ein Deutscher zu sein, kann man immer noch versuchen, irgendeine andere Sprache zu sprechen und abzustreiten, dass man Deutscher ist, aber langsam wäre wohl Hundegekläffe oder Hyänengebell angesagter, um abszustreiten, dass man ein Mensch ist. Zumal diese Jubler in ihrem Irrsinn noch nicht einmal realisieren, dass die Russen eher besser aufgestellt sind als die Ukrainer und noch mehr Ukrainer jeden Tag sterben.
Betrachten wir es trotzdem nüchtern: hier ist die ukrainische Werkbank, die Russen tötet. Es könnte sein, dass die etwas dagegen haben. So etwas wurde dort ja schon angedeutet und die Werke benannt, worauf hiesige örtliche Politiker erst mal die Windeln wechseln mussten. Technisch dürfte es für die Russen ein leichtes sein, die Werke in München oder Hanau zu pulverisieren. Weder die NATO noch die Russen besitzen allerdings die Kapazitäten zum Einmarsch ins andere Land, so dass von hier aus beispielsweise nur mit Taurus und anderen Langstreckenwaffen gekontert werden könnte. Was schnell weiter eskalieren könnte. Ob die russische Regierung irgendwann innenpolitisch gezwungen wird, diese Karte trotzdem zu ziehen, ist ungewiss.
Im Moment geht man dort einen anderen Weg. Man verlagert die Angriffe Richtung westliche Grenze der Ukraine. Hat man noch im 2. Weltkrieg 1.000 Bomber auf den Weg gebracht, die 5.000 to oder mehr auf eine Fabrik warfen, die im Wesentlichen aber verfehlten und Zivilgebiete dem Erdboden gleich machten, macht es die heutige Technik möglich, zentale Logistiklinien zielsicher auszuschalten – bei russischer Technik auch ohne Abwehroptionen. Das dürfte dann in absehbarer Zeit so aussehen, dass hier Unmengen an Drohnen produziert werden, die jedoch gar nicht mehr in größerem Umfang in die Ukraine zum Abschuss gelangen können – womit der Schwarze Peter, den ersten Schritt in eine weitere Eskalation zu machen, wieder hier läge.
Wie dem auch sei, wenn es so weitergeht, könnte der eine oder andere Jubler im Netz in absehbarer Zeit auch selbst Hauptdarsteller in so einem Video werden. Ich würde es ihm gönnen.