Alles ziemlich Plastik

Unsere Meere vermüllen! Mit Plastik! Wir sind (mal) wieder Schuld!

Das Bild ist noch ziemlich harmlos, aber mehr war mal wieder aufgrund von Urheberrechten nicht zu machen. Das hier stammt vom Roten Meer. Und Deutschland grenz ja auch unmittelbar ans Rote Meer, so dass man bequem die Schuld auf sich nehmen kann. Äh, ne, Moment, das ist die Nordsee. Aber da gibt es doch sicher eine Strömung, oder?

Nicht so ganz, aber fast. Unser Müll könnte über den Nordatlantischen Strom, den Grönland-, Erminger, Labrador- und wieder den Nordatlantischen Strom in der Biskaya landen, von dort über den Kanarenstrom, Nordäquatorialstrom, Äquatorischen Gegenstrom, Südäquatorialstrom und Brasilstrom im Südatlantik landen, um von dort über den Südatlantischen und Südindischen Strom schließlich im Westaustralischen Strom zu landen, um nach 2-maligem Pendeln durch die Äquatorialströme tatsächlich im Roten Meer zu landen. Damit ist die Sache klar! Frau Baerbock, übernehmen Sie!

Also unser Müll ist es nicht, um den es hier geht. Der wird hier nämlich gesammelt, sortiert, zu 1/3 wiederverwertet und zu 2/3 vorzugsweise in dänischen spezielle Kraftwerken und Verbrennungsanlagen zum Abpuffern des dänischen Windstroms verwendet. Klar, ein Großteil des Plastikmülls ist überflüssig und könnte eingespart werden. Ein anderer Teil könnte durch andere Stoffe substituiert werden, die aber oft auch keine bessere Gesamtbilanz aufweisen. Aber die Verschmutzung der Meere als Argument für die Abschaffung von Kunststoffen zu verwenden ist etwa so wie das Zigarettenrauchen wegen des Alkoholkaters am nächsten Morgen anzuprangern. Das macht nur in Grünen Gehirnen irgendeine Art von Sinn, nicht wahr, Annalena?

Wenn man sich die Strömungskarte anschaut, dann sammeln sich die größten Müllberge dort an, wo Wirbel vorhanden sind oder den Strömungen Inseln im Weg stehen. Der Müll kommt also aus einem riesigen Gebiet, und die Verursacher selbst sehen meist nur eine Teil davon. Man brauchte nur in den Anreinerstaaten der Ozeane außer dem Nordatlantik für eine halbwegs funktionierende Abfallwirtschaft zu sorgen, und das Problem wäre behoben.

Die muss noch nicht mal komplett sein. Nach den Öltankerunglücken vor Alaska und Frankreich hieß es, die Strände seien nun auf Jahrhunderte verseucht, bis die menschlichen Räumtrupps die Rückstände beseitigt hätten. Fakt ist: nach zwei Jahren standen die Räumtrupps, die bis dahin nur wenige Prozent erledigt hatten, vor sauberen Stränden. Den Rest hatte die Natur besorgt. Dito Plastik: als man in den 1990er Jahren Mülldeponien aus den 1960ern und 70ern öffnete, konnte man die Zeitungen in der Regel noch ganz gut lesen, aber Plastiktüten und Folien waren weg. Die Natur ist da sehr pragmatisch: wenn irgendwo etwas herumliegt, dem man Energie entziehen kann, findet sich totsicher jemand, der das aufisst. Öl und Plastik als Ölderivate sind bekanntlich sehr energiereich, folglich … Sobald die Wildwasserentsorgung von Plastikmüll unter die Zersetzungsgrenze fällt, ist die sichtbare Großvermüllung jedenfalls relativ schnell erledigt.

Was natürlich immer noch eine Menge Müll sein kann, und der Fisch, der das durchschwimmt, hat u.U. trotzdem den Magen voll an Müll und leer an Nahrung. Man muss also noch mehr machen. Bleibt zum Schluss die Mikroplastik, also feinste Plastikschwebestoffe, da sich nach Grüner Logik, der so genannten Ideologik, Plastik ja nur mechanisch aber nicht biologisch zersetzt. Die Mikroplastik kann man zum Panikmacher Nr. 2 machen. Macht man auch schon. Ist die wirklich gefährlich?

Mikrozeugs kann den Darmtrakt nicht in Richtung Körperinneres verlassen, sondern ausschließlich in Richtung Arschloch. Andernfalls bestünden wir nach 5 Lebensjahren nicht aus 90% Wasser, sondern aus 90% irgendwelchen Feststoffmülls. Warum soll es mit Plastik anders sein? Weil die Grünen es so wollen! Man weiß nichts (gibt man sogar zu), also ist es erst mal furchtbar lebensgefährlich (lebensgefährlich ohne furchtbar ist nach Grüner Ideologik etwas, von dem man nachgewiesen hat, dass es harmlos ist).

Zusammengefasst: wir liegen mit unserer Müllaufbereitung goldrichtig und brauchen uns für nichts zu schämen. Außer dass man Plastik vermeiden könnte. Werde ich gleich versuchen: bei Combi kann man nun eigene Behälter mitbringen, in die die Sachen verpackt werden. Also ein paar Plastikfolien weniger – aber nur im eigenen Mülleimer. Man darf die Behälter nämlich nicht über die Theke reichen, von wegen Hygiene und so. Aber abwiegen müssen die Verkäufer das Zeug schon. Vermutlich auf der Plastikfolie, die auch sonst verwendet wird, dann kippt man das Zeug in den mitgebrachten Behälter und wirft die Folie weg. Ein klassisches Nullsummenspiel, wenn es nach deutscher Ideologik abläuft. Angeblich sollen weiter hinten stehen Leuten die Sachen auch zugeworfen werden. Im Gespräch ist ein neuer 2,10 m großer Mitarbeiter, der bislang Werbung für die Ing DiBa machte. Bin mal gespannt. Vielleicht gibt es ein Autogramm. Aber aufpassen, dass die das nicht mit abwiegen.

 

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