„Die Sign? Die Sign ist die kleine rote Lampe hier oben rechts im Display. Aber die ist im Moment kaputt.“ dürfte die Antwort eines Autoverkäufers sein, wenn man ihm nach dem Design einer E-Schleuder fragt.
Optisch kommen die nämlich fast geschlossen rüber und sehen aus wie umgedrehte Badewannen auf vier Rädern. Selbst der neue Ferrari, dessen Vorstellung die Aktie in den Keller schickte, macht da keine Ausnahme https://t.me/gema1963/14359. Einheitsform, Einheitsfarbe, und wenn man wissen will, von wem das Ding stammt, muss man so nah ran, dass man das Herstellerschild lesen kann, meist aus guten Grund ebenfalls recht klein gehalten. Wie kommt das? Können die nicht mehr schnittige Karossen bauen wie früher?
Ob sie das noch können oder beim Versuch, Claudia Schiffer zu modellieren eher so etwas rauskommt wie Bärbel Bas oder Angela Merkel, kann ich nicht sagen. Bei Autos gibt es andere Gründe. Da ist zunächst die Batterie, die bei den E-Autos irgendwo untergebracht werden muss. Da es sich um eine schwere Komponente handelt, die viel Platz benötigt, wählen die Hersteller den Fahrzeugboden. Das macht die Karosserie im Durchschnitt um 10 – 15 cm höher, was man an vielen Modellen, die in beiden Versionen (Verbrenner oder E-Fahrzeug) vertrieben werden, optisch gut sehen kann (manchmal unter verschiedenen Namen vertrieben, aber die Ähnlichkeit ist auffallend).
Da E-Fahrzeuge höher sind und der Wirkungsgrad des E-Motors höher als der des Benziners, muss sehr viel Wert auf den CW-Wert gelegt werden. Doofes CW-Design macht sich beim E-Fahrzeug stärker bemerkbar als beim Beziner. Zudem muss nichts gekühlt werden und es besteht auch gar keine Möglichkeit, im Inneren etwas durchlaufen zu lassen. Folglich werden die Karossen tropfenförmig ohne jegliche Kühlergitter und andere Designelemente gebaut und wirken dann tatsächlich eher DIN-Badewannenformen als Fahrzeugen. Entsprechend ist eine Identifikation des Kunden mit einer Bauform wie früher nicht mehr gegeben. Ob VW oder BYD spielt keine Rolle, nur der Preis, und da ist der BYD günstiger.
Der finale Trick kommt noch danach. Ähnlich wie bei Ford, wo man das T-Modell in jeder Farbe haben konnte, vorausgesetzt es handelte sich um Schwarz, gibt es die Autos heute in Feldgrau. Obwohl man es vermuten könnte, steckt dahinter nicht der oberste deutsche Kriegsminister, der Feldgrau für den kommenden Kriegseinsatz diktiert, sondern Marketing und Preis. Das Mausgrau ist mit Abstand die billigste Farbe, die technisch zu bekommen ist: keine teuren Pigmente und schon gar kein Metallic-Effekt. Damit die Kunden die unansehnlichen Blechhaufen aber auch so kaufen, wird dem Kunden etwas von „Sonderlackierung“ aufgeschwatzt und viele zahlen dann auch noch einen Aufpreis dafür.