Eigentlich sinnlos

Warum echauffiert man sich eigentlich noch und schreibt Blogbeiträge? Kaum jemand liest die, noch weniger Leute nehmen die Argumente ernst, Spiegelungen auf soziale Netzwerke landen in noch kleineren Blasen und verpuffen innerhalb von Stunden und in den großen Medien, auf die weiterhin 98% der Bevölkerung bedingungslos hören, haben ausschließlich kleinste radikale Ideologen eine Plattform.

So merken nur wenige, in welchem Umfang betrogen wird. Gerade für die Mainstreammedien muss man feststellen:

  • Mindestens 50% der Informationen, die für eine Bewertung wesentlich sind, tauchen erst gar nicht auf und werden verschwiegen.
  • Bei weiteren 30% wird glatt gelogen, also irgendetwas behauptet, das beweisbar nicht stimmt. Das trifft besonders auf Headlines und den ohne Abo lesbaren Teil zu und bis zu den Stellen, an denen im Bezahlteil ein wenig Korrektes berichtet wird, kommt kaum jemand und nimmt es nicht Ernst, weil die Headline etwas anderes sagt.

Soll man sich noch für die Sache („unsere Demokratie“) engagieren, wenn

  1. niemand zuhört und
  2. man nur Ärger bekommt?

Meiner Ansicht nach lohnt es sich nicht mehr. Der Payoff wird täglich größer und man macht sich nur selbst fertig, ohne etwas zu bewirken. Die Schlussfolgerung hat beispielsweise auch Boris Reitschuster gezogen und die Beiträge in seinem Blog auf ein Minimum zurück gefahren. Ich werde nachziehen und mich ebenfalls beschränken. Lediglich im Telegram-Kanal werde ich noch das Eine oder Andere aus anderen Quellen spiegeln.

Also frei nach Douglas Adams: „Macht’s gut und danke für den Fisch!